Satelliten: Oneweb macht der Astronomie mehr Sorgen als Starlink

Astronomische Fachkreise zeigen Lösungen für ihre Probleme mit Satelliten auf. Sie sind richtig und wichtig. Aber nicht alle Klagen sind auch gerechtfertigt.

Eine Analyse von veröffentlicht am
Satellitenkonstellationen bereiten der Astronomie Sorgen.
Satellitenkonstellationen bereiten der Astronomie Sorgen. (Bild: NOIRLab/NSF/AURA/P. Marenfeld)

Seit die ersten Starlink-Satelliten als helle Punkte über den Nachthimmel flogen, werden schwere Folgen für astronomische Beobachtungen durch Satellitenkonstellationen befürchtet. Die niedrig fliegenden Satelliten ermöglichen zwar Internetverbindungen, die genauso gut wie mit Kabelanschluss sein können, aber es müssen jederzeit Satelliten am Himmel stehen, um auch eine Verbindung zu gewährleisten. Damit können sie aber auch jederzeit Beobachtungen mit Teleskopen stören.

Ende August kamen in einem Workshop mehr als 250 Fachleute aus der Astronomie und Betreiber von Satellitenkonstellationen zusammen, um Standpunkte und Lösungen zu diskutieren. Vertreten waren dabei auch Unternehmen wie SpaceX, Amazon und Oneweb - wobei die Beschäftigten von Amazon und Oneweb lediglich in Kontakt mit dem Workshop gestanden haben sollen, während konkrete Diskussionen praktischer Lösungen nur mit SpaceX-Mitarbeitern stattfanden.

Die Ergebnisse haben die American Astronomical Society (AAS) und die National Science Foundation in einer Pressekonferenz vorgestellt. Diese bestand im Wesentlichen aus vorgelesenen Statements aus dem vorbereiteten Bericht (PDF), der von einem 108-seitigen technischen Anhang (PDF) begleitet wurde.

Weniger, niedriger, dunkler

Der Bericht zeigt eine Reihe von Möglichkeiten, um den Einfluss von Satelliten auf die Astronomie zu reduzieren. Die erste Empfehlung ist, weniger Satelliten und Satellitenkonstellationen zu starten. Die zweite ist die Reduktion der Flughöhe. Die dritte und vierte sind die Abdunklung von Satelliten und eine präzise Lagesteuerung, so dass möglichst wenig Sonnenlicht in Richtung Erde reflektiert wird. Außerdem sollte es präzisere Bahndaten geben, um bei astronomischen Beobachtungen den Überflug eines Satelliten genau vorhersagen zu können.

Nach der Lektüre dieses Materials ist klar: Die größten Sorgen bereitet nicht die Starlink-Konstellation von SpaceX, sondern die geplanten fast 48.000 Satelliten von Oneweb. SpaceX hat derzeit die Genehmigung für rund 4.400 Satelliten auf rund 600 km Höhe und rund 8.000 Satelliten auf etwa 350 km Höhe, hat jedoch bereits Anträge für etwa 30.000 weitere Satelliten in diesen Orbits gestellt. Oneweb plant hingegen, alle 48.000 Satelliten rund 1.200 km über der Erde zu betreiben.

Im Sommer wären die Satelliten von Oneweb während der ganzen Nacht in einer Höhe von mehr als 30 Grad über dem Horizont sichtbar und könnten astronomische Beobachtungen stören. Niedriger fliegende Satelliten sind zwar heller und leichter mit bloßem Auge zu sehen, aber sie treten auch früher in den Schatten der Erde ein und können nicht aus so großer Entfernung gesehen werden. Minimale Einflüsse erwarten Astronomen allerdings erst bei sehr niedrigen Flughöhen von rund 300 km, wo die Erdatmosphäre bereits einen merklichen Luftwiderstand bietet und zu großem Treibstoffverbrauch der Satelliten führen würde.

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Satelliten in hohen Orbits machen größere Probleme 
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FlashBFE 04. Sep 2020

Ich muss nochmal am ansonsten guten Artikel mäkeln, aber der Begriff heißt im...

megazocker 03. Sep 2020

Ist vieleicht besser man siehts nicht kommen .... weitsicht spielt hier auf der Murmel eh...

Hotohori 03. Sep 2020

Da ist ja auch schon der Anfang des Artikels deutlich. SpaceX war dort als einziges um...

mnementh 03. Sep 2020

Wir haben nicht annähernd die Zahl von Satelliten wie Autos auf der Erde und dazu noch...



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