Satelliten in hohen Orbits machen größere Probleme

Die Helligkeit der Satelliten stellt vor allem für große Teleskope ein Problem dar, die einen großen Himmelsausschnitt gleichzeitig beobachten. Anders als bei Beobachtungen einzelner Sterne oder kleiner Himmelsobjekte gibt es dabei kaum Möglichkeiten, den Satelliten durch bessere Planung von Beobachtungen auszuweichen. Es hilft auch nicht, dass weiter entfernte Satelliten weniger hell am Himmel erscheinen, denn sie fliegen scheinbar langsamer am Himmel und belichten damit auch jeden Pixel der Kamera am Teleskop länger.

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Ein zweiter Effekt macht es noch schlimmer: Großteleskope wie das Vera Rubin Telescope haben durch ihren großen Spiegeldurchmesser einen enorm kleinen Bereich der Tiefenschärfe. Satelliten im niedrigen Erdorbit erscheinen darin etwas unscharf, ähnlich wie Objekte im Vordergrund in einer Landschaftsaufnahme unscharf sind. In einer Höhe von 1.200 km sind sie weiter weg und erscheinen schärfer, das von ihnen reflektierte Licht wird also besser konzentriert, was den Effekt der weiteren Entfernung wieder ausgleicht. Erst in noch größerer Entfernung verschwindet dieser Effekt.

Hohe Orbits sind auch für die Raumfahrt problematisch

Die Folge ist, dass der gleiche Satellit in einem höheren Orbit hellere Pixel auf der Kamera erzeugen kann als in einem niedrigeren Orbit und höher fliegende Satelliten sogar noch besser abgedunkelt werden müssen. Für die Flughöhe der Starlink-Satelliten gilt die Grenze von 7 mag, die ersten Beobachtungen zufolge von dem abgedunkelten sogenannten Visorsat von SpaceX auch erreicht wurde. Selbst ausreichend abgedunkelt wären Satelliten in den von Oneweb angestrebten 1.200-km-Orbits während der Nacht immer noch viel länger und viel höher über dem Horizont sichtbar und könnten Beobachtungen stören.

Dabei sind die 1.200-km-Orbits auch aus Sicht der Raumfahrt problematisch, denn Weltraumschrott und kaputte Satelliten bleiben auf dieser Höhe mindestens für mehrere Jahrhunderte im Orbit. Das war der Hauptgrund, weshalb SpaceX schon vor dem ersten Start von Starlink-Satelliten beschloss, nur niedrigere Orbits zu verwenden, in denen auch defekte Satelliten nach etwa 25 Jahren wieder zur Erde abstürzen.

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Wie die Betreiber den Einfluss ihrer Satelliten auf die Astronomie reduzieren können, ist damit klar. Weniger klar ist allerdings, wie groß der Einfluss auf die Astronomie tatsächlich sein wird und in welchem Umfang er durch weitere Gegenmaßnahmen in den Observatorien reduziert werden könnte. Der Workshop-Bericht enthält eine Reihe unsachlicher und widersprüchlicher Kommentare und ist deswegen bei der Beurteilung der Lage nicht durchgehend hilfreich.

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 Satelliten: Oneweb macht der Astronomie mehr Sorgen als StarlinkVerwechslungen und Hardwarefehler 
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FlashBFE 04. Sep 2020

Ich muss nochmal am ansonsten guten Artikel mäkeln, aber der Begriff heißt im...

megazocker 03. Sep 2020

Ist vieleicht besser man siehts nicht kommen .... weitsicht spielt hier auf der Murmel eh...

Hotohori 03. Sep 2020

Da ist ja auch schon der Anfang des Artikels deutlich. SpaceX war dort als einziges um...

mnementh 03. Sep 2020

Wir haben nicht annähernd die Zahl von Satelliten wie Autos auf der Erde und dazu noch...



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