Satelliten-Internet: Google und Fidelity investieren 1 Milliarde Dollar in SpaceX

Google investiert massiv in Elon Musks SpaceX, um an dessen Satelliten-Internet teilzuhaben. Zusammen mit Partnern wird eine Milliarde US-Dollar ausgegeben. Dafür gibt es nur knapp zehn Prozent des Unternehmens, das Hunderte von Satelliten in die Erdumlaufbahn befördern will.

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Falcon-9-Raketen sollen 700 Satelliten in den Orbit bringen
Falcon-9-Raketen sollen 700 Satelliten in den Orbit bringen (Bild: SpaceX)

Space Exploration Technologies (SpaceX) hat nun offiziell angekündigt, was seit Montag als Gerücht kursierte: Google und Fidelity werden insgesamt rund eine Milliarde US-Dollar in den Raketenhersteller SpaceX von Elon Musk investieren.

Elon Musks Satellitennetzwerk soll zehn Milliarden US-Dollar kosten

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Bislang waren nur die Investmentunternehmen Founders Fund, Draper Fisher Jurvetson, Valor Equity Partners und Capricorn an SpaceX beteiligt. Google und Fidelity werden zusammen knapp zehn Prozent des Unternehmens besitzen. Demnach wird der Unternehmenswert mit zehn Milliarden US-Dollar bewertet. SpaceX will ein schnelles, satellitengestütztes Internet in einer Höhe von ungefähr 1.200 km mit rund 700 Erdtrabanten aufbauen.

Das noch namenlose Projekt solle seinen Sitz in Seattle haben, teilte Elon Musk Ende der vergangenen Woche mit. Zunächst sollen nur 60 Personen dafür tätig sein, doch in drei oder vier Jahren sollen es 1.000 Mitarbeiter sein, die auch an den Falcon-Raketen von SpaceX und den Dragon-Kapseln arbeiten sollen.

Durch die vergleichsweise niedrige Höhe könnte die Lebensdauer der Satelliten kurz sein, aber auch die Signallaufzeiten. Das wirkt sich positiv auf die Verbindungsgeschwindigkeit aus. Zudem sollen die Satelliten nicht nur mit den Bodenstationen, sondern auch untereinander Daten austauschen, um die Wegstrecke zu verkürzen. Dabei sollen optische Übertragungen per Laser eingesetzt werden. Das hat einen großen Vorteil: Auf diese Weise werden weniger Funkfrequenzen benötigt.

Der Aufbau des Satellitennetzwerks soll zehn Milliarden US-Dollar kosten und mit den Raketen von SpaceX realisiert werden.

Gibt es in Zukunft zwei konkurrierende Systeme?

Auch die Konkurrenz ist aktiv. Googles ehemaliger Projektleiter für ein eigenes Satelliten-Internet, Greg Wyler, überwarf sich mit Google und kündigte an, dass sein Startup Oneweb ebenfalls Hunderte von Satelliten ins All transportieren wolle. Beteiligt an dem Unternehmen sind Qualcomm und Richard Bransons Virgin Group. Oneweb will 648 kleine Satelliten nutzen, die jeweils etwa 110 Kilogramm wiegen. Die Transporttechnik unterscheidet sich von der von SpaceX: Eine zweistufige Rakete namens Launcher One von Virgin Galactic wird zunächst von einem Trägerflugzeug auf etwa 15 Kilometer Höhe gebracht, erst dann zündet die zweite Stufe. Das soll deutlich günstiger sein als die herkömmliche Raketentechnik. Oneweb rechnet mit Kosten von zwei Milliarden US-Dollar. Der größte Vorteil: Oneweb soll einen Teil der erforderlichen Frequenzen bereits besitzen.

Obwohl ursprünglich eine Zusammenarbeit geplant war, kritisiert Musk jedoch vor allem die Satellitentechnik von Greg Wylers Oneweb: "Greg und ich haben fundamental andere Ansichten zur Architektur. Wir wollen einen Satelliten, der technisch denen von Greg meilenweit überlegen ist.".

Ob es später wirklich zwei konkurrierende Systeme geben wird, wird sich zeigen. Für die Kunden könnte ein Wettbewerb jedoch positive Effekte haben, auch wenn beide Unternehmen die enormen Investitionskosten wieder einspielen müssen. Musk will seinen Gewinn für eine Kolonisierung des Planeten Mars verwenden.

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plutoniumsulfat 22. Jan 2015

Immerhin sichern sie eine gewisse Unabhängigkeit.

Technikfreak 21. Jan 2015

Präventiv? Vielleicht ist dir aufgefallen, dass die Wettbewerbskommissionen gerade bei...

nykiel.marek 21. Jan 2015

Wenn ein Objekt periodisch um ein anders fliegen würde, dann würde es sich auch in dessen...

Mo3bius 21. Jan 2015

Hi, schau mal hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Magnettorquer Das Problem, welches du...

M.P. 21. Jan 2015

Nunja, daß Navigationssatelliten nur für Navigation geeignet sind, stimmt so nicht, sie...


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