Abo
  • Services:
Anzeige
Kommunikationssatelliten im All (Symbolbild): schnelles Internet überall auf der Welt
Kommunikationssatelliten im All (Symbolbild): schnelles Internet überall auf der Welt (Bild: Esa)

Google lässt Drohnen und Ballons steigen

Google arbeitet an mehreren Projekten, um Internet von oben in entlegene Regionen zu bringen: Im April 2014 kaufte Google das Unternehmen Titan Aerospace. Titan hat ein mit Solarstrom betriebenes, unbemanntes Fluggerät (Unmanned Aerial Vehicle, UAV) entwickelt, das fünf Jahre lang um die Erde kreisen kann.

Anzeige

Die UAVs sollen die Aufgaben von Satelliten übernehmen - Titan Aerospace bezeichnet seine UAVs deshalb auch als Atmospheric Satellites. Der Vorteil ist, dass ein solches UAV weniger kostet als ein Satellit: Es ist technisch weniger aufwendig, muss nicht von einer Rakete in die Umlaufbahn gebracht werden, und kann landen, wenn etwas nicht funktioniert oder ausgetauscht werden muss.

Ballons steigen bis in die Stratosphäre

2013 hatte Google das Project Loon gestartet. Ziel ist es, Ballons, die mit Kommunikationseinrichtungen ausgestattet sind, bis in die Stratosphäre aufsteigen zu lassen. Wie die Satelliten sollen die Ballons mit der Erde sowie untereinander kommunizieren.

Die Ballons sollen in einer Höhe von etwa 20 Kilometern schweben. Dort sind sie dem Wettergeschehen weitgehend entzogen - die Windgeschwindigkeit liegt bei 8 bis 32 Kilometern pro Stunde. So ist sichergestellt, dass sie möglichst lange Kontakt zu den Bodenstationen halten. Gesteuert werden sollen die Ballons über die Höhe: In den verschiedenen Luftschichten sind die Windrichtungen unterschiedlich.

Ballon bleibt 134 Tage in der Luft

Mit Informationen ist Google sparsam. Im November 2014 meldete das Unternehmen, dass die Testballons 3 Millionen Kilometer zurückgelegt hätten. Die Steuerung scheint recht genau zu sein: Ein Ballon etwa habe nach einem 9.000 Kilometer langen Flug sein gesetztes Ziel nur um 1,5 Kilometer verfehlt. Einer der Ballons schaffte es, 134 Tage lang in der Luft zu bleiben.

Möglich werden diese Projekte vor allem deshalb, weil die nötige Ausrüstung immer günstiger wird. Das Unternehmen Sky Bridge hatte Ende der 1990er-Jahre schon versucht, Internetzugang per Satellit anzubieten. Es scheiterte aber daran, dass die Satelliten und Bodenstationen noch zu teuer waren.

Ein großer Markt wartet

Um Kunden müssen sich die verschiedenen Anbieter nicht sorgen: "Der Markt, den wir anvisieren, ist ziemlich groß und scheint jetzt viele Menschen zu begeistern und zu interessieren", sagt Oneweb: Mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung habe keinen Zugang um Internet. Das US-Unternehmen bezieht sich dabei auf Zahlen der Internationalen Fernmeldeunion (International Telecommunications Union, ITU).

Den größten Zuwachs beim Datenverkehr wird es demnach in den Entwicklungs- und Schwellenländern geben: In der Region Asien-Pazifik soll der Datenverkehr per IP bis 2018 um 21 Prozent gegenüber 2013 ansteigen, der mobile Datenverkehr um 67 Prozent. Im Mittleren Osten und Afrika soll das Wachstum im gleichen Zeitraum 38 Prozent und 70 Prozent betragen.

Ob der Markt groß genug für mehrere Anbieter ist, wird sich zeigen. In einem Punkt allerdings hat Wyler die Nase vorn: Mögen Musks Satelliten auch untereinander per Laser kommunizieren - die Verbindung zur Erde lässt sich nur per Funk herstellen. Sonst gäbe es Internet nur bei klarem Himmel. Hier hat Wyler einen Vorteil gegenüber seinem Konkurrenten. Er hat sich im vergangenen Jahr bereits ein Frequenzspektrum im Ku-Band bei der ITU gesichert. Das Spektrum gehörte früher Sky Bridge.

 Wer kooperiert mit wem?

eye home zur Startseite
freddypad 10. Feb 2015

Klar, wer kein Essen oder sauberes Wasser hat, der hat natürlich das Equipment und die...

yeti 09. Feb 2015

Vor 2 Wochen war ich in Österreich zum Skifahren. Bei Nebel und Schneetreiben war bei...

Komischer_Phreak 02. Feb 2015

Ist letztlich irrelevant, da der Aufwand dafür gering ist. Wäre die Erde perfekt...

Sebbi 31. Jan 2015

Iridium und GPS haben keine Richtantennen und empfangen trotzdem den - wenn auch viel...

M.P. 31. Jan 2015

Das scheint ein gewisses Problem zu sein: http://www.satellitetoday.com/regional/north...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. medac GmbH, Wedel bei Hamburg
  2. USU AG, Möglingen bei Stuttgart
  3. ENERCON GmbH, Aurich
  4. Hasso-Plattner-Institut für Softwaresystemtechnik GmbH, Potsdam


Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. Dark Souls III für 24,99€, Darkosuls II für 8,99€, Bioshock: The Collection für 16...
  2. 283,88€ + 5,00€ Versand (USK 18)
  3. 288,88€

Folgen Sie uns
       


  1. Aufsteckbar

    Kugelkamera für Android-Smartphones filmt 360-Grad-Videos

  2. Panamera Turbo S E-Hybrid

    Porsche kombiniert V8-Motor und E-Antrieb

  3. Matrix Voice

    Preiswerter mit Spracherkennung experimentieren

  4. LTE

    Telekom führt Narrowband-IoT-Netz in Deutschland ein

  5. Deep Learning

    Wenn die KI besser prügelt als Menschen

  6. Firepower 2100

    Cisco stellt Firewall für KMU-Bereich vor

  7. Autonomes Fahren

    Briten verlieren Versicherungsschutz ohne Software-Update

  8. Kollisionsangriff

    Hashfunktion SHA-1 gebrochen

  9. AVM

    Fritzbox für Super Vectoring weiter nicht verfügbar

  10. Nintendo Switch eingeschaltet

    Zerstückelte Konsole und gigantisches Handheld



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Galaxy-A-Serie vs. P8 Lite (2017): Samsungs und Huaweis Kampf um die Mittelklasse
Galaxy-A-Serie vs. P8 Lite (2017)
Samsungs und Huaweis Kampf um die Mittelklasse
  1. Wettbewerbsverstoß Google soll Tizen behindert haben
  2. Strafverfahren De-facto-Chef von Samsung wegen Korruption verhaftet
  3. Samsung Preisliches Niveau der QLED-Fernseher in der Nähe der OLEDs

Fire TV Stick 2 mit Alexa im Hands on: Amazons attraktiver Einstieg in die Streaming-Welt
Fire TV Stick 2 mit Alexa im Hands on
Amazons attraktiver Einstieg in die Streaming-Welt
  1. Fernsehstreaming Fire-TV-App von Waipu TV bietet alle Kanäle kostenlos
  2. Fire TV Amazon bringt Downloader-App wieder zurück
  3. Amazon Downloader-App aus dem Fire-TV-Store entfernt

Intel C2000: Weiter Unklarheit zur Häufung von NAS-Ausfällen
Intel C2000
Weiter Unklarheit zur Häufung von NAS-Ausfällen
  1. Super Bowl Lady Gaga singt unter einer Flagge aus Drohnen
  2. Lake Crest Intels Terminator-Chip mit Terabyte-Bandbreite
  3. Compute Card Intel plant Rechnermodul mit USB Type C

  1. Re: Wegwerfauto

    Reci | 09:09

  2. Re: Reale Switch-Kosten

    derKlaus | 09:09

  3. Re: Interessante Forschung

    toredo | 09:09

  4. Re: Das massive Lobbying lohnt sich anscheinend.

    wbemtest | 09:09

  5. Re: Eine ganz blöde aber nicht unberechtigte Frage

    picaschaf | 09:08


  1. 07:23

  2. 07:14

  3. 17:37

  4. 17:26

  5. 16:41

  6. 16:28

  7. 15:45

  8. 15:26


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel