Satelliten: Chinesisches Militär soll Waffen gegen Starlink entwickeln

Starlink könnte für China bedrohlich werden. Das Militär will deshalb Systeme entwickeln, um die Satelliten zu stören, zu hacken oder zu zerstören.

Artikel veröffentlicht am ,
Satellit im Orbit (Symbolbild): "Konfrontation gegen das gesamte System"
Satellit im Orbit (Symbolbild): "Konfrontation gegen das gesamte System" (Bild: Pixabay)

Internet auch in den entlegensten Regionen der Welt - das ist das Versprechen des Dienstes Starlink des US-Raumfahrtunternehmens SpaceX. Das gefällt aber nicht allen. Das chinesische Militär sieht darin eine Bedrohung der nationalen Sicherheit.

Stellenmarkt
  1. Senior .net Entwickler (w/m/d) inhouse
    HanseVision GmbH, Hamburg
  2. Master Data Specialist (m/w / divers)
    edding Aktiengesellschaft, Ahrensburg
Detailsuche

Über die Starlink-Konstellation könnten Drohnen und Tarnkappen-Kampfjets des US-Militärs deutlich schneller kommunizieren. Die Datenübertragungsgeschwindigkeit könnte über eine Starlink-Verbindung um mehr als das Hundertfache gesteigert werden. Das stelle eine Bedrohung dar, gegen die Maßnahmen entwickelt werden müssten, heißt es in einer Studie mehrerer Wissenschaftler aus dem Umfeld des chinesischen Militärs.

Die Studie sei in der chinesischen Militärfachzeitschrift Modern Defence Technology erschienen, berichtet die Tageszeitung South China Morning Post. Der pensionierte US-Diplomat David Cowhig veröffentlichte eine englische Version in seinem Blog.

Die Satelliten sollen abgelichtet werden

Umfang, Komplexität und Flexibilität von Starlink würden das chinesische Militär dazu zwingen, Möglichkeiten zu finden, gegen Satelliten vorzugehen, heißt es in der Studie. Dazu gehöre zunächst, die bestehenden Systeme zur Weltraumüberwachung aufzurüsten, um hochaufgelöste Bilder der kleinen Starlink-Satelliten aufnehmen zu können.

Golem Karrierewelt
  1. CEH Certified Ethical Hacker v11: virtueller Fünf-Tage-Workshop
    05.-09.09.2022, Virtuell
  2. Jira für Systemadministratoren: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    08./09.09.2022, virtuell
Weitere IT-Trainings

China verfügt demnach bereits über Lasersysteme, die von der Erde aus Satelliten in der Umlaufbahn mit einer Auflösung im Millimeterbereich erfassen können. Die Wissenschaftler fordern zudem Möglichkeiten, die Starlink-Satelliten abzuhören, um mögliche Bedrohungen zu erkennen. In letzter Konsequenz müsse das chinesische Militär aber auch in der Lage sein, die Satelliten außer Betrieb zu setzen.

Das chinesische Militär kann Satelliten mit einer Rakete abschießen, wie es 2007 gezeigt hat. Doch das sei wegen des dadurch entstehenden Weltraumschrotts nicht ratsam, schreiben die Forscher in der Studie, und nicht sinnvoll, da Starlink ein dezentrales System sei. "Bei der Konfrontation geht es nicht um einzelne Satelliten, sondern um das gesamte System."

Das chinesische Militär hat Anti-Satelliten-Systeme

China verfügt laut der South China Morning Post über verschiedene Systeme, um gegen die Satelliten vorzugehen. Dazu gehöre beispielsweise, die Satelliten mit Mikrowellen zu stören, sie mit einem Laser zu beschädigen, sie mit Hilfe von Nanosatelliten lahmzulegen oder sie zu hacken.

Starlink ist eine Konstellation des US-Raumfahrtunternehmens SpaceX. Sie besteht aktuell aus rund 1.700 Satelliten, die schnellen Internetempfang ermöglichen. China legte Ende vergangenen Jahres eine Beschwerde wegen Starlink bei der Raumfahrtorganisation der Vereinten Nationen ein: 2021 habe die chinesische Raumstation Tianhe zweimal Ausweichmanöver einleiten müssen, weil ihr Satelliten der Starlink-Konstellation zu nahe gekommen seien.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Kabelnetz
Vodafone setzt neuartige Antennendosen ein

Ohne Radioport kommt die neue Antennendose und ist damit schon für DOCSIS 4.0 vorbereitet. Doch sie soll bereits jetzt Vorteile für Vodafone-Kunden bringen.

Kabelnetz: Vodafone setzt neuartige Antennendosen ein
Artikel
  1. Bundesnetzagentur: Streit um Preis fürs Recht auf Internet entbrannt
    Bundesnetzagentur
    Streit um Preis fürs Recht auf Internet entbrannt

    Das Recht auf Versorgung mit Internet braucht einen Preis. Ein Vorschlag der Bundesnetzagentur, diesen zu ermitteln, stößt auf Kritik der Betreiber.

  2. iPhone-Bildschirm: iOS 16 mit abermals veränderter Akkuanzeige
    iPhone-Bildschirm
    iOS 16 mit abermals veränderter Akkuanzeige

    Apple hat teilweise auf die Kritik an der Akkuanzeige in iOS 16 reagiert. In der Beta 6 gibt es mehr Einstellmöglichkeiten im Energiesparmodus.

  3. Data Mesh: Herr der Daten
    Data Mesh
    Herr der Daten

    Von Datensammelwut und Data Lake zu Pragmatismus und Data Mesh - ein Kulturwandel.
    Von Mario Meir-Huber

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Günstig wie nie: Zotac RTX 3080 12GB 829€, Mac mini 16GB 1.047,26€, Samsung SSD 1TB/2TB (PS5) 111€/199,99€ • MindStar (Sapphire RX 6900XT 939€, G.Skill DDR4-3200 32GB 98€) • PS5 bestellbar • Games für PS5/PS4 bis 84% günstiger • Bester 2.000€-Gaming-PC[Werbung]
    •  /