Satellit: Capella-2 beobachtet die Erde durch Wolken und bei Nacht

Der Satellit des US-Unternehmens Capella Space hat ein Instrument an Bord, das Wolken durchdringt und im Dunkeln sieht.

Artikel veröffentlicht am ,
Künstlerische Darstellung von Capella 2: Sechs weitere Satelliten sollen folgen.
Künstlerische Darstellung von Capella 2: Sechs weitere Satelliten sollen folgen. (Bild: Capella Space)

Diesem Satelliten bleibt nichts verborgen: Das US-Unternehmen Capella Space hat einen Satelliten in die Umlaufbahn gebracht, der bei jedem Wetter und zu jeder Tageszeit auch kleine Objekte auf der Erde erkennen kann. Er kann sogar in Gebäude spähen.

Stellenmarkt
  1. Bachelor of Engineering (B.Eng.) / Bachelor of Science (B.Sc.) / Diplom-Ingenieur/in (FH/BA) ... (m/w/d)
    Regierungspräsidium Stuttgart, Stuttgart
  2. Referentin (m/w/d) IT-Projektmanagement
    SOS-Kinderdorf e.V., München
Detailsuche

Capella-2 kreist laut dem Unternehmen seit etwa drei Monaten um die Erde. Der Satellit ist mit einem Synthetic Aperture Radar (SAR) ausgestattet. Das Instrument sendet ein starkes 9,65-Gigahertz-Funksignal aus. Aus den reflektierten Signalen wird dann ein Bild errechnet.

Zu jedem Zeitpunkt seien 75 Prozent der Erdoberfläche vom Weltraum aus nicht sichtbar, sagte Capella-Chef-Payam Banazadeh dem Onlinemagazin Futurism: Auf einer Hälfte sei es Nacht, und es sei immer ein Teil bewölkt.

Capella-2 schaut durch Wolken

Für Capalla-2 hingegen seien "die Wolken ziemlich durchsichtig", sagte Banazadeh. "Man kann Wolken, Nebel, Feuchtigkeit, Rauch und Dunst durchdringen. Das macht alles nichts mehr aus. Und weil man sein eigenes Signal erzeugt, ist es, als ob man eine Taschenlampe bei sich trägt. Es ist egal, ob es Tag oder Nacht ist."

Golem Karrierewelt
  1. C++ Programmierung Grundlagen (keine Vorkenntnisse benötigt): virtueller Drei-Tage-Workshop
    01.-03.08.2022, virtuell
  2. Cinema 4D Grundlagen: virtueller Drei-Tage-Workshop
    04.-06.07.2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Der Satellit kann laut Banazadeh sogar durch dünne Wände oder Dächer schauen. Er habe etwa ein Flugzeug unter einem Vordach erkannt. Wände oder Dächer normaler Gebäude könne das SAR aber nicht durchdringen. Die Auflösung ist hoch: Ein Pixel im Bild entspricht einer Fläche von von 50 mal 50 Zentimetern auf der Erde. Bei anderen SAR-Satelliten liegt die Auflösung bei etwa 5 Metern.

Wenn zwei SAR-Satelliten auf dasselbe Ziel angesetzt werden, können sie dieses dreidimensional abbilden, bis hin zu winzigen Höhenunterschieden. So ließe sich beispielsweise messen, wie viel Öl in offenen Öltanks gelagert werde oder wie viel an einem bestimmten Tag in einem Tagebau abgebaut werde, sagte Banazadeh. Daraus wiederum ließen sich Rückschlüsse auf den Marktwert bestimmter Rohstoffe ziehen.

Aktuell hat Capella erst einen Satelliten im Orbit. Sechs weitere sollen folgen. Vor einigen Tagen hat das Unternehmen zudem eine Onlineplattform, die Capella Console, eingerichtet, über die Kunden hochaufgelöste Satellitendaten in Echtzeit abrufen können - wenn die Konstellation komplett ist, jederzeit von jedem Punkt der Erde. Als Kunden sieht Banazadeh in erster Linie Regierungseinrichtungen. Aber auch Wissenschaftler und natürlich die Wirtschaft könne profitieren.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


elegon 21. Dez 2020

"... ok, dann war es wohl wieder einfach einer der SAR Sateliten, der grad bei Ihnen...

Grisu__ 21. Dez 2020

Erst mal schön, dass es einen privaten Anbieter von SAR Daten gibt. Hängt euch nicht so...

MAD_onna 21. Dez 2020

Ärgerlich, dass der Nutzen nur für bestimmte Gruppen vorgesehen ist. Die Allgemeinheit...

M.P. 20. Dez 2020

Irgendwie, wie aus dem Fundus von "Lex, the DARK Zone"



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
MX Master 3S
Logitech überarbeitet seine Oberklasse-Maus

Die neue MX Master 3S hat leiser arbeitende Tasten als das Vorgängermodell und Logitech hat in die neue Maus einen Sensor mit 8.000 dpi eingebaut.

MX Master 3S: Logitech überarbeitet seine Oberklasse-Maus
Artikel
  1. DECT für IoT und Smart Citys: Die Aufwertung eines 30 Jahre alten Funkstandards
    DECT für IoT und Smart Citys
    Die Aufwertung eines 30 Jahre alten Funkstandards

    Nach drei Jahrzehnten DECT zieht DECT-2020 NR alias NR+ als vierte Radiotechnologie in den 5G-Standard/IMT-2020 ein.
    Von Karl-Heinz Müller

  2. Messenger: Bund testet Wire in 60 Behörden, Bundeswehr will Eigenbau
    Messenger
    Bund testet Wire in 60 Behörden, Bundeswehr will Eigenbau

    Während 60 Bundesbehörden Wire als Messenger testen, will das Verteidigungsministerium lieber seinen Bwmessenger in den Behörden etablieren.

  3. Entlassungen: Gorillas streicht mehr als 300 Stellen
    Entlassungen
    Gorillas streicht mehr als 300 Stellen

    Das Fahrradkurier-Unternehmen geht auf Sparkurs und fängt bei den Mitarbeitern in der Firmenzentrale in Berlin an.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Xbox Series X bestellbar • Samsung SSD 1TB 79€ • LG OLED TV 77" 56% günstiger: 1.099€ • Alternate (u. a. Cooler Master Curved Gaming-Monitor 34" UWQHD 144 Hz 459€) • Sony-Fernseher bis zu 47% günstiger • Cyber Week: Alle Deals freigeschaltet • Samsung schenkt 19% MwSt.[Werbung]
    •  /