Satellit: ARD verschiebt SD-Abschaltung

Eigentlich sollte in einem halben Jahr Schluss sein. Doch trotz gestrichener Finanzierung revidiert die ARD diese Pläne.

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Viele Haushalte empfangen weiter SD-Fernsehen per Satellit.
Viele Haushalte empfangen weiter SD-Fernsehen per Satellit. (Bild: Demidow, Wikimedia/CC-BY-SA 3.0)

Die ARD wird die Verbreitung ihrer Gemeinschaftsprogramme im SD-Standard per Satellit noch für einige Jahre aufrechterhalten. Das bestätigt der Zusammenschluss der öffentlich-rechtlichen Sender in einer Pressemitteilung. Dazu heißt es: "Das haben die Intendant*innen der einzelnen Sender beschlossen." Die Abschaltung der SD-Ausstrahlung war eigentlich für den Januar 2021 geplant, wie die ARD noch im Februar mitteilte.

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In der Ankündigung heißt es: "Damit reagiert die ARD auf die veränderten Rahmenbedingungen während der Coronapandemie. Menschen, die noch nicht über HD-fähige Fernseher oder Receiver verfügen, hätten sich gegebenenfalls entsprechende Geräte anschaffen müssen, um das HD-Signal empfangen und wiedergeben zu können." Laut einer Untersuchung des Satellitenbetreibers SES Astra (PDF) empfangen rund 15 Prozent der Haushalte, immerhin 6 Millionen, in Deutschland Fernsehen nicht in HD-Qualität. Demnach empfangen außerdem 46 Prozent der Haushalte ihr Fernsehen per Satellit.

Die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) hatte die SD-Abschaltung für die Satellitenverbreitung von ARD und ZDF bereits für Mitte 2020 gefordert und die Mittel gestrichen. Die KEF minderte den Bedarf wegen Hoheitskosten und Simulcast um 13,7 Millionen Euro. Mit dem Ende der SD-Ausstrahlung spare die ARD zwar "erhebliche Kosten", wie es noch im Februar hieß. Sollten Haushalte jedoch noch nicht über HD-fähige Fernseher oder Receiver verfügen, müssten sie entsprechende Geräte neu anschaffen.

"Weiter in SD verbreitet werden sowohl die gemeinschaftlichen ARD-Programme Das Erste, tagesschau24, ONE und ARD-alpha als auch die Dritten", heißt es bei der ARD. Wann die SD-Abschaltung per Satellit letztlich doch umgesetzt wird, ist noch nicht bekannt. Fast alle Privatsender bieten ihre Programme in HD nicht frei an, sondern gegen eine Gebühr bei den Plattformen HD+, Diveo oder Freenet. Daher nutzen rund 84 Prozent der Satellitenzuschauer weiter die kostenfreien SD-Sender.

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Bis zum Jahr 2022 sind die Privaten jedoch regulatorisch verpflichtet, ihr Signal unverschlüsselt im SD-Format zu verbreiten. Verträge der Privaten für die für Übertragung laufen zudem bis ins Jahr 2024. Verschiedenen Medienberichten zufolge soll die ARD ebenfalls diesen Zeitraum als neues Ausstiegsdatum präferieren.

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regiedie1. 20. Jul 2020

Schätze, sie werden da bereits AV1 oder H.266 einsetzen, mit H.265 waren sie bei DVB-T2...

Bonarewitz 15. Jul 2020

In dem Moment, in dem du es kaufst: Ja. Klar. Für mich dann sicherlich nicht...

Balion 15. Jul 2020

Hast doch sicherlich ein Smartphone oder PC von dem du das geschrieben hast.

HabeHandy 15. Jul 2020

Wenn die ÖR ihre SD-Austrahlung beenden bemerkt der letzte Depp wie mies die Bildqualität...



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