SATA Express: Spezifikationen von SATA 3.2 final

Die SATA-IO hat die Spezifikationen der SATA-3.2-Schnittstelle veröffentlicht. Eine davon ist SATA Express mit bis zu 16 GBit/s, zudem ermöglicht SATA 3.2 Optimierungen für SSHDs und eine verringerte Leistungsaufnahme bei SSDs.

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SATA 3.2 bringt SATA Express und mehr.
SATA 3.2 bringt SATA Express und mehr. (Bild: SATA-IO)

Vor fast genau zwei Jahren kündigte die SATA-IO SATA Express und Micro SSD an, Ende vergangener Woche verabschiedete die Serial ATA International Organization die Spezifikationen der SATA-3.2-Schnittstelle. Diese beinhalte mehrere Neuerungen, die vor allem auf eine Optimierung von Solid State Drives und Solid State Hybrid Drives abzielen.

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SATA Express verknüpft die Softwareinfrastruktur für SATA mit der Schnittstelle von PCI Express und ermöglicht so Geschwindigkeiten von 1 GBit/s pro Lane - also bis zu 16 GBit/s bei geringem Overhead durch eine 128b/130b-Kodierung. Dies entspricht 1,6 GByte pro Sekunde, wohingegen die SATA-3.0-Schnittstelle nur 6 GBit/s und somit 600 MByte pro Sekunde gestattet. Dies bremst die schnellsten SSDs am Markt bereits aus.

Intels Haswell-Nachfolger Broadwell, genauer gesagt dessen Platform Controller Hubs, unterstützen SATA Express. Der neue Stecker ist drei- statt zweigeteilt. Somit passen auch zwei bisherige SATA-Geräte an einen SATA-Express-Host, was die Spezifikation ausdrücklich vorsieht. SATA Express ist also abwärtskompatibel.

  • SATA Express bietet einen nativen Anschluss oder eine Version, die sich auch für SATA eignet. (Bild: SATA-OI)
  • Diese Rückwärtskompatibilität ist vor allem für Desktopsysteme von Relevanz. (Bild: SATA-OI)
  • SATA 3.2 verzögerte sich etwas, der letzte Geschwindigkeitssprung in Form von SATA 3.0 stammt von 2009. (Bild: SATA-OI)
SATA Express bietet einen nativen Anschluss oder eine Version, die sich auch für SATA eignet. (Bild: SATA-OI)

Die Schnittstelle arbeitet entweder gemäß dem SATA-AHCI-Protokoll oder nutzt NVME, dies steht für Non-Volatile Memory Express. Damit sind vor allem kürzere Latenzen möglich, NVME erfordert jedoch angepasste Hard- wie Software. Der schnelle Standard soll vor allem SSDs in Notebooks anbinden, Samsung hat mit der XS1715 bereits ein entsprechendes Modell im M.2-Format (früher NGFF, Next Generation Form Factor) vorgestellt.

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Weiterhin bietet SATA 3.2 mit Transitional Energy Reporting und Devsleep Optimierungen für die Leistungsaufnahme von SSDs, was gerade für Ultrabooks von Relevanz ist. Die neue Schlaffunktion verringert den Energiebedarf im Leerlauf gegen null, hat aber den Vorteil, dass das Drive nicht abgeschaltet werden muss - so steht es immer bereit.

Noch eine Neuerung ist eine SSHD-Optimierung namens Hybrid Information. Solid State Hybrid Drives kombinieren Magnet- mit Flash-Speicher, eine solche SSHD steckt beispielsweise im Lenovo Ideacentre Horizon 27. Bisher arbeitete der Flash-Speicher hier selbstständig, mit SATA 3.2 ist eine Ansteuerung möglich, die festlegt, welche Daten in den schnellen Puffer geschrieben werden sollen.

Mit Micro SSD enthalten die neuen Spezifikationen zudem eine Richtlinie für SSDs mit nur einem Chip und USM Slim (Universal Storage Module) bietet kleinere Stecker. Dies erleichtert den Anschluss an Ultrabooks, Tablets und andere mobile Geräte - etwa Seagates Goflex Slim.

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