SAS Institute: Broadcom strebt 20-Milliarden-Dollar-Übernahme an

Broadcom geht nach CA und Symantec Enterprise die nächste Milliarden-Übernahme an: SAS Institute ist wieder ein Software-Konzern.

Artikel veröffentlicht am ,
Broadcom-Standort in den USA
Broadcom-Standort in den USA (Bild: Justin Sullivan/Getty Images)

Der Chiphersteller Broadcom will den Analytics-Anbieter SAS Institute kaufen. Das berichtet das Wall Street Journal unter Berufung auf verhandlungsnahe Kreise. Ein Vertrag für die Übernahme des Softwareunternehmens habe ein Volumen von 15 bis 20 Milliarden US-Dollar, worin Schulden von SAS Institute einberechnet seien.

Broadcom hat einen Börsenwert von fast 200 Milliarden US-Dollar, nachdem die Aktien im vergangenen Jahr um etwa 50 Prozent gestiegen sind.

SAS mit Sitz in Cary im US-Bundesstaat North Carolina entwickelt Analyse-, Business-Intelligence- und Datenmanagement-Software. Das 1976 gegründete Unternehmen hat über 12.000 Beschäftigte und wird immer noch von den Mitbegründern Jim Goodnight und John Sall geführt.

Im Jahr 2018 hatte Broadcom überraschend CA Technologies gekauft. Broadcom zahlte 20 Prozent Aufpreis auf den Börsenkurs von CA, was 18,9 Milliarden US-Dollar entsprach.

Qualcomm-Kauf verhindert

Danach erwarb Broadcom im August 2019 die Symantec-Sparte für 10,7 Milliarden US-Dollar, nachdem der Kauf des gesamten Unternehmens gescheitert war.

Broadcom ist ein Hersteller von SoCs sowie von Bluetooth-, Ethernet- und WLAN-Chips ohne eigene Fertigung. Seit Jahren ist Broadcom einer der Standardlieferanten für Apple, unter anderem für Wi-Fi-/Bluetooth-Chips und Frontends für 4G-/5G-Mobilfunk. Zudem verkaufte Broadcom Touch-Controller und Controller für drahtloses Laden an Apple. Weitere wichtige Produkte sind Chipsätze für Set-Top-Boxen und Modems.

Im November 2017 schlug Broadcom vor, Qualcomm für 130 Milliarden US-Dollar zu kaufen, was vom Vorstand von Qualcomm abgelehnt wurde. Der damalige Präsident Donald Trump blockierte die revidierte 117-Milliarden-Dollar-Fusion durch eine Durchführungsverordnung, in der nationale Sicherheitsbedenken erwähnt wurden.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
T-1000
Roboter aus Metall kann sich verflüssigen

Ein Team aus den USA und China hat einen Roboter entwickelt, der seinen Aggregatzustand von fest zu flüssig und zurück ändern kann.

T-1000: Roboter aus Metall kann sich verflüssigen
Artikel
  1. Apple: MacBook Pro braucht wegen Lieferproblemen nur kleine Kühler
    Apple
    MacBook Pro braucht wegen Lieferproblemen nur kleine Kühler

    In den neuen MacBook Pro mit M2 Pro und M2 Max sitzen kleinere Kühlkörper. Der Grund sind Probleme in der Lieferkette.

  2. Trotz Exportverbot: Chinesische Kernforscher nutzen weiter US-Hardware
    Trotz Exportverbot
    Chinesische Kernforscher nutzen weiter US-Hardware

    An Chinas wichtigstes Kernforschungszentrum darf seit 25 Jahren keine US-Hardware geliefert werden. Dennoch nutzt es halbwegs aktuelle Xeons und GPUs.

  3. Virtualisieren mit Windows, Teil 3: Betrieb und Pflege von VMs mit Hyper-V
    Virtualisieren mit Windows, Teil 3
    Betrieb und Pflege von VMs mit Hyper-V

    Hyper-V ist ein Hypervisor, um VMs effizient verwalten zu können. Trotz einiger weniger Schwächen ist es eine gute Virtualisierungssoftware, wir stellen sie in drei Teilen vor. Im letzten geht es um Betrieb und Pflege der VMs.
    Eine Anleitung von Holger Voges

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • PCGH Cyber Week - Rabatte bis 50% • Acer Predator 32" WQHD 170Hz 529€ • MindStar-Tiefstpreise: MSI RTX 4090 1.982€, Sapphire RX 7900 XT 939€ • Philips Hue bis -50% • Asus Gaming-Laptops bis -25% • XFX Radeon RX 7900 XTX 1.199€ • Kingston 2TB 112,90€ • Nanoleaf bis -25% [Werbung]
    •  /