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Sapphire Rapids: Intels neue Xeon-CPUs setzen auf schnellen HBM2-Speicher

Diamanten werden unter Druck und vor allem über lange Zeit geformt. Auch die Server-CPUs von Intel brauchten länger als geplant, sind dafür aber laut Hersteller auf die Anforderungen der Kunden zugeschnitten.

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Intels 4th Gen Xeon Scalable für den LGA 4677 (Bild: Intel)

Intel hat die als 4th Gen Xeon Scalable bezeichneten Prozessoren heute offiziell zum Verkauf freigegeben. Mehr als zwölf Revisionen hat es gebraucht, bis sie fertig waren. Damit verbunden waren auch einige Verspätungen, was mutmaßlich an der aufwendigen Tile-Architektur und an Änderungswünschen der Kunden lag.

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Während der Entwicklung arbeitete Intel bei den Xeon-Prozessoren eng mit den großen Kunden zusammen. Moderne Serverprozessoren müssen in Cloud-Umgebungen mit riesigen Datenmengen umgehen können. Intel legt den Fokus mehr auf die Performance in solchen Anwendungen statt auf die Rechenleistung in Standard-Benchmarks. Nicht ganz unpassend dazu liegt Konkurrent AMD in diesem Punkt auch seit einigen Jahren vorne.

Die neuen Xeon-Prozessoren gibt es in drei unterschiedlichen Ausführungen. Der kleinere Chip wird MCC-Die genannt (Medium Core Count) und kommt mit bis zu 32 Kernen. Das größere Modell nennt Intel XCC (Extreme Core Count). In der Variante ohne HBM kann dieser bis zu 60 Kerne haben, der Xeon Max mit bis zu 64 GByte HBM2e hat bis zu 56 aktive Kerne. Die Konfigurationen sind zahlreich, insgesamt 52 Varianten gibt es zum Launch.

Im Kern ist es Alder-Lake

Die CPU-Kerne sind die aus Alder-Lake bekannten Golden-Cove-Kerne, allerdings mit auf zwei Megabyte vergrößertem L2-Cache und entsprechenden Anpassungen für den Betrieb in Intels Tile-Architektur mit Mesh-Interconnect. Weitere neue Schnittstellen sind PCIe Gen 5 mit insgesamt 80 Lanes, CXL 1.1 für den HPC-Bereich und DDR5-4400 (2DPC) bis 4800 (1DPC). Für Multi-Sockel-Systeme kommt UPI 2.0 mit 16 GT/s und bis zu vier Lanes zum Einsatz.

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Intel wirbt mit Real-World-Performance. Die SPECInt-Rohleistung wird nicht mehr in den Vordergrund gestellt. (Quelle: Intel) [1/16]

Mit über 15.000 Entwicklern kann Intel umfangreiche Unterstützung auf Softwareebene liefern. (Quelle: Intel) [2/16]

Spezielbeschleuniger sind fast immer besonders effizient. Bei effektiver Nutzung dieser Recheneinheiten sollen die Prozessoren signifikant höhere Effizienz bieten. (Quelle: Intel) [3/16]

Die Übersicht zeigt deutlich, die Workloads müssen zur CPU passen, um das Maximum an Performance zu bekommen. (Quelle: Intel) [4/16]

Neben Software sind auch die schnellen Interconnects und Speicheranbindung wichtig.(Quelle: Intel) [5/16]

Von der Wunschliste der Kunden dürfte Intel einiges abgehakt haben. (Quelle: Intel) [6/16]

Sicherheitsfeatures für Trusted Computing und Zero-Trust-Umgebungen und Fernwartung werden geboten. (Quelle: Intel) [7/16]

Die (ausschließlichen) P-Cores sind in weiten Teilen bereits aus Alder Lake-S bekannt. (Quelle: Intel) [8/16]

Insgesamt drei Konfigurationen gibt es für die Prozessoren. Weitere Modelle werden durch Intel-On-Demand und Salvage-SKUs realisiert. (Quelle: Intel) [9/16]

Entgegen der Konkurrenz setzt Intel weiter auf bis zu acht CPUs pro Server. (Quelle: Intel) [10/16]

Die Modelle im Überblick. (Quelle: Intel) [11/16]

Ohne Daten kann die CPU nicht arbeiten. Wo möglich, gibt es die jeweils aktuelle Version der I/O-Schnittstellen.(Quelle: Intel) [12/16]

Wo die Konkurrenz stark ist, sieht Intel den Fokus ohnehin nicht mehr. Es wird sich auf eine Vielzahl ausgewählter Benchmarks konzentriert.(Quelle: Intel) [13/16]

Eine Übersicht über die Leistungssteigerung schafft etwas Klarheit. (Quelle: Intel) [14/16]

Die Beschleuniger müssen Teilweise per Lizenz freigeschaltet werden. (Quelle: Intel) [15/16]

Die Modellübersicht ist beeindruckend. Kunden müssen vermutlich eine Weile studieren, um die passenden SKUs für ihr Rechenzentrum zu finden.(Quelle: Intel) [16/16]

Die Beschleuniger für KI-Anwendungen, Verschlüsselungsalgorithmen und schnelle Datenverarbeitung im Netzwerk sind für Intel essenziell. Für Datenbank- und KI-Anwendungen soll der HBM2e der Xeon Max eine bis zu 3,7-fache Leistung gegenüber der letzten Generation bringen. Vorher gab es HBM-Speicher nur auf GPUs, wie der älteren AMD Radeon RX Vega 64 und wenigen dedizierten Beschleunigern.

  1. Starke Zusammenarbeit mit Integratoren und Kunden
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