Sapphire Rapids: Intels nächste Xeon-CPU hat Super-Beschleuniger

Dank der Avanced Matrix Extension (AMX) hat Sapphire Rapids die achtfache AI-Leistung, auch Krypto und Netzwerk laufen signifikant flotter.

Artikel von veröffentlicht am
Sapphire Rapids als 4-Chiplet-Variante
Sapphire Rapids als 4-Chiplet-Variante (Bild: Intel)

2022 wird ein wichtiges Jahr für Intel, denn im ersten Quartal soll Sapphire Rapids erscheinen. So heißt die nächste Xeon-CPU für Server, die erstmals ein 10-nm-Chiplet-Design nutzt und überdies allerhand Beschleuniger integriert, damit die Prozessorkerne mehr Ressourcen für ihre eigentlichen Aufgaben haben.

Stellenmarkt
  1. Data-Analyst (d/m/w) Ökonometrie, Statistik
    Prognos AG - Wir geben Orientierung., Freiburg im Breisgau, Berlin, München
  2. Discover Trainee (m/w/d) eCommerce
    Vodafone GmbH, Düsseldorf
Detailsuche

Auf dem Architecture Day hat Intel erläutert, welche Verbesserungen in Sapphire Rapids geflossen sind: Da wären mit Golden Cove eine weitaus leistungsstärkere Microarchitektur, die verglichen zu Sunny Cove in den aktuellen Ice Lake SP genannten Xeon-Chips mal eben 19 Prozent mehr Leistung pro Takt (IPC) aufweisen soll.

Golden Cove wird im Client-Segment bei Alder Lake eingesetzt, bei Sapphire Rapids gibt es eine erweiterte Variante davon. Der L2-Cache fasst 2 MByte statt 1,25 MByte und es gibt mit AMX eine neue Befehlssatzerweiterung für Server-Applikationen. Die Advanced Matrix Extension arbeitet mit 2.048 Bit breiten Vektoren, die den theoretischen INT8-Durchsatz im Vergleich zu den VNNI (Vector Neural Network Instructions) mit 256 Bit verachtfacht.

Mit DDR5 und PCIe Gen5

Hinzu kommen weitere Beschleuniger - beispielsweise für Data Streaming, für Kryptografie und für die (De)kompression von Informationen. Derartige Operationen werden üblicherweise von den CPU-Kernen selbst übernommen, was die effektive verfügbare Leistung in einem Server-Knoten reduziert. Durch die sogenannten Acceleration Engine soll die tatsächliche Performance wieder ansteigen, teils gar signifikant.

  • Sapphire Rapids im Überblick (Bild: Intel)
  • Die CPU besteht aus vier Chiplets. (Bild: Intel)
  • Neu sind vier UPI-Links und PCIe Gen5. (Bild: Intel)
  • Dazu gibt es acht DDR5-Kanäle ... (Bild: Intel)
  • ... oder alternativ lassen sich vier HBM-Stacks anbinden. (Bild: Intel)
  • Als CPU-Architektur wird Golden Cove eingesetzt. (Bild: Intel)
  • Verglichen zu Alder Lake ist der L2 größer und es gibt AMX. (Bild: Intel)
  • Die Advanced Matrix Extension eignet sich für künstliche Intelligenz. (Bild: Intel)
  • Funktionsweise von AMX (Bild: Intel)
  • Zusätzliche Beschleuniger entlasten die CPU-Kerne. (Bild: Intel)
  • Beschleuniger für Data Streaming (Bild: Intel)
  • Beschleuniger für QAT (Bild: Intel)
Sapphire Rapids im Überblick (Bild: Intel)
Golem Akademie
  1. IT-Fachseminare der Golem Akademie
    Live-Workshops zu Schlüsselqualifikationen
  2. 1:1-Videocoaching mit Golem Shifoo
    Berufliche Herausforderungen meistern
  3. Online-Sprachkurse mit Golem & Gymglish
    Kurze Lektionen, die funktionieren
Weitere IT-Trainings

Sapphire Rapids an sich basiert auf vier identisch aufgebauten Chiplets, die Intel zufolge durch ein Fabric mit hoher Bandbreite und niedriger Latenz verknüpft sind. Der L3-Cache soll insgesamt über 100 MByte fassen, was weitaus mehr ist als die bis zu 60 MByte eines Ice Lake SP. Jeder der neuen Prozessoren hat ein Octachannel-Interface für DDR5- und Optane-300-Speicher, alternativ können vier HBM-Stapel angebunden werden.

Intel-Prozessoren

Die Kommunikation der CPUs untereinander erfolgt über vier UPI-2.0-Links mit 16 GT/s, was 8-Sockel-Konfigurationen ermöglicht. Bei Ice Lake SP gibt es nur drei UPI-1.0-Links mit 11,2 GT/s und bei zwei Sockeln ist bereits Schluss, was die Skalierbarkeit einschränkt. Externe Beschleuniger wie Grafikkarten bindet Sapphire Rapids per PCIe Gen5 x80 an, alternativ wird CXL 1.1 (Compute Express Link) verwendet.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
600 Millionen Euro
Bundeswehr lässt Funkgeräte von 1982 nachbauen

Das SEM 80/90 mit 16 KBit/s wird exakt nachgebaut, zum Stückpreis von rund 20.000 Euro. Das Retrogerät geht für die Bundeswehr in Serie.

600 Millionen Euro: Bundeswehr lässt Funkgeräte von 1982 nachbauen
Artikel
  1. Foundation bei Apple TV+: Die unverfilmbare Asimov-Trilogie grandios verfilmt
    Foundation bei Apple TV+
    Die unverfilmbare Asimov-Trilogie grandios verfilmt

    Gegen die Welt von Asimovs Foundation-Trilogie wirkt Game of Thrones überschaubar. Apple hat mit einem enormen Budget eine enorme Science-Fiction-Serie geschaffen.
    Eine Rezension von Peter Osteried

  2. Browser: Edge unterstützt Maus und Tastatur auf Xbox
    Browser
    Edge unterstützt Maus und Tastatur auf Xbox

    Microsoft hat Edge auf den aktuellen Xbox-Konsolen aktualisiert. Jetzt lässt sich der Browser fast wie am PC per Maus und Tastatur bedienen.

  3. Staatliche Hacker: Stasi hörte seit 1975 Autotelefone in West-Berlin ab
    Staatliche Hacker
    Stasi hörte seit 1975 Autotelefone in West-Berlin ab

    Das B-Netz der Deutschen Bundespost wurde spätestens seit 1975 von der DDR-Staatssicherheit abgehört.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Samsung Odyssey G7 499€ • Alternate (u. a. Thermaltake Level 20 RS ARGB 99,90€) • Samsung 980 1 TB 83€ • Lenovo IdeaPad Duet Chromebook 229€ • Lenovo-Laptops zu Bestpreisen • 19% auf Sony-TVs bei MM • Samsung SSD 980 Pro 1TB 150,50€ • AeroCool Cylon 4 ARGB 25,89€ [Werbung]
    •  /