Saphir-Produktion: Apple vermietet Fabrik kostenlos an GT Advanced
GT Advanced Technologies (GTAT) und Apple haben sich vor Gericht geeinigt(öffnet im neuen Fenster). Die insolvente Firma, die vor allem durch ihre geplante Saphir-Produktion für Apple bekannt geworden ist, wird unabhängiger von Apple. Exklusiv-Vereinbarungen wurden fallengelassen, wie GTAT seinen Investoren berichtet. GTAT kann nun seine Saphir-Kenntnisse auch anderen Unternehmen anbieten. Eigentlich sollten die Kristalle in Apple-Produkten zum Einsatz kommen. So wurde spekuliert, dass GTAT genug Saphirkristall verarbeiten kann, um bei der iPhone-6-Generation Saphirkristalle als Displayschutz einzusetzen. Das iPhone 6 und iPhone 6 Plus wurden aber mit einem weicheren Glas ausgeliefert.
Die Schulden von GTAT sind damit allerdings nicht komplett verschwunden. Für die Produktion hatte Apple viel Geld an GTAT verliehen. Diese 439 Millionen US-Dollar soll die Firma zurückzahlen, indem ein Teil des Verkaufserlöses für die Saphir-Öfen an Apple geht. Genaue Zahlen nennt GTAT nicht. Das Inventar in der Fabrik in Mesa darf GTAT behalten. Das Gebäude hingegen ist Apple-Eigentum. GTAT darf dieses allerdings ohne Zahlung von Mieten bis Ende 2015 nutzen. Eine kostenlose Weiternutzung ist zudem bis Ende 2019 in einem Teil des Gebäudes möglich, sofern Apple GTAT nicht kündigt. Apple kann frühestens am 1. Juli 2016 eine Kündigung aussprechen.
Unter der Chapter-11-Regelung des US-Insolvenzrechts konnte GTAT sein Geld vor Forderungen schützen. Immerhin 96,7 Millionen US-Dollar hat das Unternehmen noch als Barreserve. Mit dem Geld will GTAT nun weitermachen. Nicht nur bei Saphir-Produkten für Smartphones, sondern auch in anderen Märkten. So ist GTAT auch im LED-Geschäft aktiv.
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