SAP: Softwarevertrag für ungültig erklärt

Eine Lizenz- und Wartungsvereinbarung zwischen SAP und Südafrika wurde für ungültig erklärt. Das Unternehmen muss rund 20 Millionen Euro zurückzahlen.

Artikel veröffentlicht am , Daniel Ziegener
SAP bleibt in Geschäftsbeziehungen mit dem südafrikanischen Ministerium.
SAP bleibt in Geschäftsbeziehungen mit dem südafrikanischen Ministerium. (Bild: SAP)

Der Softwarekonzern SAP verliert einen Auftrag in Südafrika. Ein Sondertribunal des Justizministeriums erklärte einen mit dem Ministerium für Wasser und Abwasser geschlossenen Softwarelizenz- und Supportvertrag für verfassungsrechtlich ungültig und damit aufgehoben. Das teilte das Sondertribunal bereits am 15. März auf Twitter mit. Das Unternehmen soll umgerechnet rund 20 Millionen Euro zurückzahlen.

In der Entscheidung ging es um einen am 26. Juli 2016 zwischen dem Ministerium und SAP geschlossenen Vertrag. SAP müsste dem Wasserministerium insgesamt 413 Millionen Südafrikanischen Rand zurückzahlen, jedoch werden 68 Millionen für die jährliche vereinbarte Wartung abgezogen. Die verbleibende Summe von 345 Millionen Rand sind umgerechnet etwa 20 Millionen Euro. Das Ministerium wiederum darf die lizenzierte Software nicht verwenden.

Eine Sonderermittlungseinheit kam zu dem Schluss, dass die abgeschlossenen Softwarelizenz- und Supportverträge unrechtmäßig zustande gekommen seien. Schon 2018 bezeichneten die Sonderermittler die Anschaffung als unnötig. Eine Bedarfsanalyse habe nicht stattgefunden.

Ministerium bleibt SAP-Kunde

Außerdem steht der Vorwurf einer Kickback-Zahlung in Höhe von 35 Millionen Rand im Raum. Es seien disziplinarische Maßnahmen gegen zwei leitende Beamte empfohlen worden, erklärten die Ermittler.

Ein Sprecher von SAP sagte gegenüber der Nachrichtenseite The Register, die Wasser-Abteilung DWS bleibe ein SAP-Kunde. Man arbeite "auf eine verbesserte Rechnungsstellung" hin.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Whistleblower
Ehemaliger US-Konteradmiral äußert sich zu Außerirdischen

Wieder hat sich in den USA ein ehemals hochrangiger Militär und Beamter über Kontakte mit Aliens geäußert.

Whistleblower: Ehemaliger US-Konteradmiral äußert sich zu Außerirdischen
Artikel
  1. Schadstoffnorm 7: Neue Grenzwerte für Abrieb gelten auch für E-Autos
    Schadstoffnorm 7
    Neue Grenzwerte für Abrieb gelten auch für E-Autos

    Die neue Euronorm 7 legt nicht nur Grenzwerte für Bremsen- und Reifenabrieb fest, sondern auch Mindestanforderungen für Akkus.

  2. Ramjet: General Electric testet Hyperschalltriebwerk
    Ramjet
    General Electric testet Hyperschalltriebwerk

    Das Triebwerk soll Flüge mit Mach 5 ermöglichen.

  3. Elektroautos: Mercedes und Stellantis übernehmen komplette Umweltprämie
    Elektroautos
    Mercedes und Stellantis übernehmen komplette Umweltprämie

    Nach dem abrupten Aus der staatlichen Förderung springen erste Hersteller von Elektroautos ein.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    • Daily Deals • Last-Minute-Angebote bei Amazon • Avatar & The Crew Motorfest bis -50% • Xbox Series X 399€ • Cherry MX Board 3.0 S 49,95€ • Crucial MX500 2 TB 110,90€ • AVM FRITZ!Box 7590 AX + FRITZ!DECT 500 219€ [Werbung]
    •  /