SAP S/4Hana: Das Ende des Buchhalter-Berufs

Seit fast drei Jahrzehnten begleite ich globale Konzerne und einige Mittelständler auf ihrem Weg durch die komplexe SAP-Welt. Ich war als Implementierungsspezialist mittendrin in der ersten großen Welle der SAP-Konsolidierung in den 1990er/nuller Jahren, die in vielen Firmen zu einer ersten Zusammenlegung der klassischen nationalen Buchhaltungsabteilungen geführt hat. Diese Entwicklung treiben wir in der globalen Gemeinschaft der SAP-Kunden und -Berater zurzeit weiter mit voran – die Umstellung auf SAPs aktuelle betriebswirtschaftliche Software-Plattform S/4Hana ist in vollem Gange. Dabei kann man beobachten, dass die immer weiter fortschreitende Automatisierung von administrativen Prozessen, auch mit Hilfe von künstlicher Intelligenz, dabei ist, zunächst einfachere, dann die Masse der Buchhaltungspositionen obsolet zu machen. Das wird leider besonders viele Frauen treffen. Die Gründe und Historie dieser Entwicklung sind nicht sofort offensichtlich.
Konsolidierung mit SAP R/3 und S/4Hana
In der Nullerjahre-Welle haben viele Konzerne ihre oft in einzelnen Ländern aufgebauten SAP R/3-Installationen in wesentlich größeren regionalen oder globalen Systemen kombiniert. Weniger Computersysteme zu bewirtschaften, schont Ressourcen und harmonisiert Prozesse über Landesgrenzen hinaus, was wiederum Transparenz erhöht sowie Compliance-Abteilungen und Wirtschaftsprüfer glücklich(er) macht. Natürlich gibt es immer noch landesspezifische Prozesse und Anforderungen, die aber im SAP R/3 und S/4 auch in einem gemeinsamen System abgebildet werden können.