SAP-Geschäftszahlen: Trotz schwachem Ergebnis "kein Trend weg von der Cloud"

SAP korrigierte am Donnerstag seine Jahresziele, weil die Erlöse aus dem Cloudangebot im zweiten Quartal 2023(öffnet im neuen Fenster) schwächer ausfielen als erwartet. In seiner neuen Prognose geht SAP für das laufende Jahr von einer währungsbereinigten Steigerung des Cloudumsatzes von 23 bis 24 Prozent aus - zuvor rechnete man noch mit einer Steigerung von bis zu 26 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Einige große Kunden aus dem öffentlichen Sektor hätten sich wegen anhaltender ökonomischer Unsicherheiten für eine Lizenz- statt für eine Cloudlösung entschieden, sagte Konzernchef Christian Klein. "Ein Trend weg von der Cloud ist das aber nicht" , sagte er laut der Deutschen Presse-Agentur dpa.
Dafür machte der Vorstand vor allem die schwache Konjunktur verantwortlich. Das Geschäft leide zeitweise daran, dass sich etwa Kunden aus dem öffentlichen Sektor nicht für eine langfristige Cloudlösung entscheiden wollten, sagte Klein. "Sie entscheiden sich aber nicht gegen die Cloud, sie verschieben den Einstieg nur auf später."
Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zogen die Clouderlöse zwar im fortgeführten Geschäft um 19 Prozent auf 3,3 Milliarden Euro an. Analysten hatten im Schnitt allerdings mit mehr gerechnet. Insgesamt kletterten die Erlöse um 5 Prozent auf 7,6 Milliarden Euro. Als bereinigtes Ergebnis vor Zinsen und Steuern blieben 2,06 Milliarden Euro hängen und damit 23 Prozent mehr als im entsprechenden Vorjahresquartal.
Ein Plus verbucht SAP auch mit dem Verkauf des Marktforschungsunternehmens Qualtrics . Damit kommt ein Sonderertrag von rund 3,2 Milliarden Euro zustande. Insgesamt streicht SAP damit einen Gewinn in Höhe von 3,4 Milliarden ein und damit fast 17-mal mehr als noch im Vorjahr.



