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SAP: Die Zukunft gehört Hana und Cloud

Alles neu bei SAP? Nachdem Bill McDermott alleiniger Chef von SAP ist und sein Technikchef Vishal Sikka entlassen wurde, schlägt das Unternehmen eine neue Richtung ein.

Artikel veröffentlicht am , Harald Weiss
SAP-Chef Bill McDermott
SAP-Chef Bill McDermott (Bild: Harald Weiss)

"Wir sind ein Cloud-Unternehmen. Genauer gesagt, ein Hana-Cloud-Unternehmen", sagte SAPs neuer Chef Bill McDermott auf der diesjährigen Sapphire in Orlando. SAP will sich mit vielen Anstrengungen vom Image des On-Premise-Anbieters lösen. Deshalb wurde auf der Messe über erfolgreiche Projekte auf Hana-Basis oder der Hana-Cloud berichtet.

Neues nur noch für Hana

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Auch die Neuankündigungen gingen in diese Richtung. So werden für die Benutzeroberfläche Fiori ab sofort keine Lizenzgebühren mehr erhoben, sondern die Nutzerschnittstelle ist jetzt Teil der SAP-Software. Eine gute Nachricht - aber nur für SAPs Hana-Kunden, denn Fiori läuft nur auf Hana.

In diesem Zusammenhang wurde auch der Beta-Release von SAPs "River Rapid Development Environment" (River RDE) angekündigt. Diese neue webbasierte Entwicklungsumgebung bietet laut SAP eine einfache und produktive Arbeitsumgebung für kollaboratives Design, für effiziente Entwicklungsarbeiten und für schnelles Deployment von Fiori-basierten Apps. Doch auch River RDE ist ein Teil der Hana-Cloud-Plattform.

Die zweite große Produktankündigung war Simple Finance. Dabei handelt es sich um ein neues Finanzmodul, das ebenfalls nur auf Hana lauffähig ist. Laut SAP wurde dieses Modul gegenüber den bestehenden Finanzapplikationen vereinfacht, wobei sich das überwiegend auf technische Vereinfachungen bezieht, die aufgrund der All-In-Memory-Technologie von Hana möglich sind.

Anwendungsseitig ist das neue Modul sogar komplexer, da es über erweiterte Vorhersagemodelle verfügt, bei denen beispielsweise die Auswirkungen von schweren Witterungseinflüssen oder geschlossenen Transportwegen auf die Finanzsituation eines Unternehmens prognostiziert werden können.

Diese beiden Ankündigungen zeigen, dass SAP in Zukunft nur noch Hana und die Hana-Cloud unterstützen will. Auch wenn SAPs Aufsichtsratsvorsitzender Hasso Plattner und CEO McDermott mehrmals betonten, dass die bestehenden On-Premise-Kunden weiterhin unterstützt werden, so bezieht sich diese Zusage wohl nur auf den Erhalt des Status quo - Neuentwicklungen stehen hier offensichtlich nicht mehr auf dem Programm.

Besondere Aufmerksamkeit galt auf der Sapphire der Keynote von Bernd Leukert, der kurz zuvor den Posten des Entwicklungschefs von Vishal Sikka übernommen hatte. Leukert überzeugte in seiner Rede mit Detailkenntnissen und überstand alle kritischen Fragen in der anschließenden Pressekonferenz. Im Vergleich zu Sikka ist Leukert weniger Hana-fokussiert, er kennt sich offensichtlich auch mit In-house-Installationen aus.

Seit fast sieben Jahren Cloud-Anläufe

SAPs Versuche, die Cloud zu etablieren, sind nicht neu. "Dies ist die wichtigste Ankündigung in meiner Position als CEO von SAP", sagte der damalige SAP-Chef Henning Kagermann im September 2007 in New York. Gemeint war damit Business Bydesign, mit dem die SAP-Suite als Cloud-basierter Service für kleine und mittlere Unternehmen attraktiv gemacht werden sollte. Doch der Service hatte Performance-Probleme und die Release-Termine verschoben sich immer. Inzwischen wurde Business Bydesign auf Hana portiert, doch es ist nicht bekannt, wie viele Kunden es davon gibt.

Einen zweiten Anlauf gab es im Dezember 2011, als SAP den dänischen SaaS-Anbieter Successfactors akquirierte. "Wir haben jahrelang vergeblich versucht, ein erfolgreiches Cloud-Geschäft aufzuziehen, jetzt hat uns Lars Dalgaard gezeigt, wie man es macht", sagte McDermott auf der Sapphire 2012 über den CEO von Successfactors.

Die Zeit wird knapp

Für SAP drängt die Zeit, denn Cloud-Computing wird bei den IT-Chefs immer attraktiver. Laut einer Gartner-Umfrage planen 70 Prozent der deutschen IT-Chefs innerhalb der nächsten zwei bis drei Jahre mindestens eine Cloud-Nutzung. Ob dazu auch die Nutzung von SAP aus der Hana-Cloud gehört, ist jedoch nicht so sicher, denn SAPs größtes Problem ist, dass bei einem Wechsel auf die Cloud nicht automatisch SAP gewählt werden muss. Als Alternative bieten sich Netsuite, Workday oder Salesforce an.

Selbst IBM hat inzwischen auf seiner Softlayer-Plattform ein SaaS-Angebot eingerichtet, in dem bereits 120 unterschiedliche Applikationen zur Verfügung stehen - und die IBM-Partner fügen kontinuierlich neue Programme hinzu.



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-DuffyDuck- 11. Jun 2014

Vollkommen richtig... und mMn ist eben der entscheidende Fehler am SAP Marketing, dass...


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