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SAP-Berater: Der coolste Job nach Tourismusmanager und Bierbrauer

Neue Technik, viel Kommunikation und immer neue Herausforderungen: SAP-Berater haben einen abwechslungsreichen Job, der auch noch lukrativ ist. Was machen sie genau und welche Voraussetzungen braucht man für diesen Job? Und wo ist der Haken?

Artikel von Markus Kammermeier veröffentlicht am
Das Bild von Beratern ist von Klischees geprägt.
Das Bild von Beratern ist von Klischees geprägt. (Bild: Pexels/Pexels License)

Das Bild des modernen Beraters ist meist geprägt von US-amerikanischen Filmen wie Up in the Air aus dem Jahr 2009. George Clooney spielt hier den typischen Berater: immer auf Reisen, sehr smart und bei Bedarf ausgesprochen überheblich. Die FAZ fasst es treffend zusammen: "Kohle, Sex und fiese Typen". Vorurteile, die Berufseinsteiger eher abstoßen als anziehen. Dabei sind IT-Berater mitten drin in der Digitalisierung.

Inhalt:
  1. SAP-Berater: Der coolste Job nach Tourismusmanager und Bierbrauer
  2. Was genau macht der Berater?
  3. Grundlagen für SAP-Berater: Das muss man mitbringen

Bei der Verbindung von Geschäftsmodellen, Prozessen und IT nehmen die Softwareprodukte des deutschen Herstellers SAP eine Schlüsselrolle ein - und damit auch das Ökosystem aus Beratern bei SAP selbst und bei Partnerunternehmen. SAP-Berater sind daher besonders gefragt und besonders nah an den spannenden Entwicklungen dran. Ich arbeite schon seit Jahren als Berater, Personalleiter und Führungskraft in IT-Unternehmen und finde: Es gibt keinen besseren Beruf - außer vielleicht Bierbrauer und Tourismusmanager, die den Durst und das Fernweh stillen. Aber wie wird man eigentlich SAP-Berater und was macht man dann genau?

Fangen wir ganz vorne an und stellen uns einen jungen Menschen nach der Ausbildung vor. Sie (oder er) macht sich selbstständig. Das junge Unternehmen bietet den Ankauf und Verkauf von Autoteilen. Bei der ersten Bestellung beim Lieferanten schreibt sie eine kurze E-Mail, die Ware wird geliefert und der erste Verkauf kommt zustande. Für den ersten Kunden braucht sie den ersten betriebswirtschaftlichen Beleg und schreibt mit dem neuen Quittungsblock eine Quittung. Die Buchhaltung erfolgt in Form einer Schuhschachtel, die später zum Steuerberater gebracht wird. Das Business läuft!

Wenn Word und Excel nicht mehr reichen

Mit der Zeit werden es mehr Bestellungen und auch mehr Ware, die verwaltet werden muss. Es wird immer schwieriger, den Überblick über die Bestände zu behalten. Auch die Kundenkartei wird immer größer. Unsere Jungunternehmerin beschließt den Einsatz der wohl gebräuchlichsten IT-Werkzeuge der Welt: Word und Excel. In der Tabellenkalkulation werden die Bestände und Kunden geführt. Die Textverarbeitung dient als Werkzeug für die Kundenrechnungen - der Quittungsblock ist schon leer. Um die Arbeit für den Steuerberater zu erleichtern, wird eine kleine Software für die Buchhaltung eingeführt: einfache Einnahmen- und Ausgabenrechnung, ein paar Kostenstellen und einige Auswertungen machen die IT-Landschaft komplett.

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Wenn das Unternehmen weiterwächst, sind die einfachen Werkzeuge früher oder später überfordert. Die Excelsheets werden zu lang; die Dokumente zu unübersichtlich und die Buchungen zu zahlreich. Zum ersten Mal kommt der Wunsch nach einer integrierten betriebswirtschaftlichen Lösung auf.

Warum braucht man IT-Berater?

Große Unternehmen und Konzerne stehen vor der gleichen Herausforderung: Einkauf, Bestandsführung, Verkauf, Finanzbuchhaltung, Controlling - ähnliche Prozesse wie bei unserer Einzelunternehmerin. Der entscheidende Unterschied ist die höhere Zahl an Transaktionen und beteiligten Personen. Dafür nutzen Unternehmen die integrierte betriebswirtschaftliche Gesamtlösung von SAP: die Business Suite, heute S/4 HANA. In ihr lassen sich all diese Geschäftsprozesse integriert, das heißt mit geteilten Stamm- und Bewegungsdaten in den verschiedenen Bereichen, umsetzen.

Dafür brauchen die Unternehmen ein ERP-System (Enterprise Ressource Planning). Es ist die Basis der Geschäftsprozesse - und die Geschäftsprozesse sind der Kern ihres Handelns. Ohne Prozesse keine Produkte. Eine ERP-Software ist das Schmiermittel für die Unternehmen. Und SAP ist weltweit der erfolgreichste Anbieter dieser Systeme. Läuft doch! Oder?

Je nach Branche, Produkt oder Dienstleistung können die Prozesse in den Unternehmen sehr unterschiedlich ausfallen. SAP liefert mit seiner Software die Basis für die Umsetzung. Es ist Aufgabe der IT-Berater, die Prozesse des Kunden in der konkreten Software abzubilden.

Ein Beispiel aus der Welt unserer jungen Autoteileverkäuferin: Wir betrachten den Prozess Verkauf eines Teils an einen Kunden. Grundsätzlich wird etwas an den Kunden geliefert und der Kunde bezahlt dafür. Zunächst müssen IT-Berater diesen Prozess verstehen und hinterfragen: Welche Absatzkanäle werden genutzt? Kennen wir den Kunden? Gibt es auch Barverkauf an anonyme Kunden? Wie kommt der Preis zustande? Gibt es Rabattstaffeln? Welche Lieferwege gibt es? Werden Logistikdienstleister angebunden? Haben alle Teile eine Artikelnummer? Können Teile verkauft werden, die nicht auf Lager sind?

Eine Menge Fragen. Hier können IT-Berater ihre ganze Klasse ausspielen: Gute Berater helfen dem Unternehmen, seinen eigenen Prozess besser zu verstehen und zu verbessern. Sind diese Fragen - und damit der tatsächliche Geschäftsprozess - geklärt, wird dieser Prozess im System umgesetzt. Dafür werden Einstellungen getroffen, Schalter umgelegt, Parameter gesetzt und vielleicht sogar neue Software entwickelt. Gemeinsam mit dem Unternehmen werden diese Einstellungen getestet und der neue Prozess kann genutzt werden.

Was genau macht der Berater? 
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TheUnichi 01. Aug 2018

Prozesse zu verstehen und umzusetzen ist eine der Kompetenzen eines Programmierers...

krakos 31. Jul 2018

...der wird dann halt SAP-Berater. Von IT hat er nicht so viel Ahnung, braucht er aber...

thorben 30. Jul 2018

schon klar :-) wie gesagt, wäre ein äußerst interessantes hobbyprojekt, auch wenn es der...

thorben 30. Jul 2018

das stimmt. Das macht die Arbeitssuche aber sehr entspannt, wenn man was kann und sich...

Niaxa 30. Jul 2018

Also erstmal halte ich es für Quatsch, das man Migrationen so lange wie möglich...


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