Sanktionen und Kryptowährungen: Kann Russland Bitcoin nutzen, um Sanktionen zu umgehen?
Europa und die USA befürchten, dass Russland verstärkt auf Kryptowährungen setzen könnte.
Könnte Russland einfach auf Bitcoin umsteigen? Seit die westlichen Staaten beschlossen haben, Russland aus dem internationalen Zahlungsverkehr auszuschließen, steht diese Frage im Raum.
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Als Reaktion auf den Angriffskrieg gegen die Ukraine versuchen die USA und die Europäische Union Russland mehr oder weniger von den internationalen Finanzströmen abzuschneiden. In diesem Finanzkrieg kommen aktuell vor allem zwei Waffen zum Einsatz: Erstens sollen einige russische Banken vom internationalen Zahlungssystem Swift ausgeschlossen werden. Das bedeutet, dass sie kein Geld mehr an Banken im Ausland senden oder von dort empfangen können sollen. Zweitens wurden die Devisenreserven der russischen Notenbank eingefroren. Mit den Dollars und Euros, die Russland auf Vorrat besitzt, kann es also nun nichts mehr anfangen.
Doch es könnte eine offene Flanke geben: Kryptowährungen. In Russland, wie übrigens auch in der Ukraine, sind digitale Währungen wie Bitcoin und Ether verhältnismäßig weit verbreitet. Und in den vergangenen Tagen wurden so viele Bitcoins für Rubel gekauft wie seit Monaten nicht mehr. Das nährt die Sorge, dass Russland, russische Unternehmen und von den Sanktionen betroffene Personen versuchen könnten, Kryptowährungen zu nutzen, um die Sanktionen zu umgehen. Zum Beispiel, in dem das Land Rohstoffe auch gegen Bitcoin, Ether oder Tether verkauft. Oder indem Oligarchen ihr Geld in Bitcoin anlegen.
Das zumindest befürchten offenbar die Regierungen der USA, der EU-Länder und der Ukraine - und versuchen, es zu verhindern. "Wir ergreifen Maßnahmen, insbesondere in Bezug auf Kryptowährungen oder Kryptovermögenswerte, die nicht zur Umgehung der von den 27 EU-Ländern beschlossenen Finanzsanktionen verwendet werden dürfen", sagte der französische Wirtschafts- und Finanzminister Bruno le Maire am 2.3.2022 nach Gesprächen der EU-Finanzminister.
Das US-Finanzministerium habe große Kryptobörsen gebeten, sanktionierte Organisationen und Personen zu sperren, berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg. Börsen wie Coinbase oder Binance sind Plattformen, auf denen man Kryptowährungen verschicken oder gegen staatliche Währungen wie US-Dollar oder Euro tauschen kann. Am 27.2.2022 forderte auch der ukrainische Vizepremier und Digitalminister Mychajlo Fedorow solche Börsen auf, "die Adressen von russischen Usern" zu sperren. Es gehe dabei nicht nur um russische und belarussische Politiker, sondern auch darum, "normale Nutzer zu sabotieren".
Kryptobörsen reagieren zurückhaltend
Insbesondere diese letzte Forderung stößt bei den Handelsplattformen auf Ablehnung. Die weltweit größte Börse Binance sagte dem US-Sender CNBC, dass sie "die notwendigen Schritte unternimmt, um sicherzustellen, dass wir gegen diejenigen vorgehen, gegen die Sanktionen verhängt wurden, während wir die Auswirkungen auf unschuldige Nutzer minimieren". Generell alle Nutzerkonten aus Russland zu sperren, käme nicht infrage.
Ähnlich äußerte sich ein Sprecher von Coinbase, einer anderen wichtigen Plattform. Konten von Personen, die sanktioniert seien, würden gesperrt. Aber "zum jetzigen Zeitpunkt werden wir kein generelles Verbot für alle Coinbase-Transaktionen mit russischen Adressen verhängen". Es ist tatsächlich fraglich, ob eine kategorische Sperrung aller russischen Konten der richtige Weg wäre.
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das gilt aber weniger für das uralte bitcoin, das vollkommen transparent ist und wo man...
Also eigentlich nicht... Der gleiche Bullshit wie hier, einfach DNS sperren und denken...
Der Reiskanzler Kim wurde auch nicht gestürzt und lebt sicherlich auch kein schlechtes...
Funfact: Der Rubel ist mittlerweile so stark gefallen, dass der gesamte Anteil Rubel im...