Sanktionen: Lieferdienst stellt Betrieb vorerst ein

Das Startup Wuplo steht vor "unüberwindbaren Herausforderungen". Hintergrund scheinen Finanzsanktionen gegen die russischen Gründer zu sein.

Artikel veröffentlicht am , Daniel Ziegener
Berlinern steht nun ein Lieferdienst weniger zur Verfügung.
Berlinern steht nun ein Lieferdienst weniger zur Verfügung. (Bild: Wuplo)

Der Lieferdienst Wuplo hat sein Geschäft in Deutschland eingefroren. Das hat das Berliner Unternehmen am Donnerstag auf Instagram angekündigt. "Leider wurde diese schwierige Entscheidung aufgrund vorübergehender unüberwindbarer Herausforderungen getroffen", heißt es in dem Beitrag. Die Webseite von Wuplo ist mittlerweile komplett offline.

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Wuplo war erst im September 2021 auf dem umkämpften Markt in Berlin gestartet. Als Konkurrenz zu den etablierten Diensten Gorillas und Flink wurden über eine App Lebensmittellieferungen per Fahrradkurier angeboten. Das Unternehmen scheint zu hoffen, dass es den Betrieb langfristig wieder aufnehmen kann und ihn nur "momentan aussetzen muss".

Hintergrund sind wahrscheinlich die von der EU und den USA verhängten Finanzsanktionen gegen Russland. Die zwei Gründer Sergey Schetinin und Ivan Vorontsov eröffneten 2016 den russischen Lieferdienst Familyfriend. Der Gesellschafter Vorontsov ist laut dem Magazin Gründerszene in Russland gemeldet.

Russland-Sanktionen zeigen auch indirekt Wirkung

Sollte das Aus von Wuplo tatsächlich mit den internationalen Sanktionen zusammenhängen, wäre es nicht das erste Beispiel für eine indirekte Wirkung. In den USA meldete der Lieferdienst Buyk im März 2022 Insolvenz an. Die Zahlungsunfähigkeit war eine Folge der Sanktionen gegen russische Investoren hinter Buyk.

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Außerdem stellte das zu Lieferando gehörende Grubhub in den USA die Zusammenarbeit mit dem russischen Internetkonzern Yandex ein. Yandex stellte für Grubhub autonome Lieferroboter bereit. Auch das in den Niederlanden gemeldete Yandex ist eigentlich nicht direkt von Sanktionen betroffen.

Über weitere Entwicklungen und Folgen des Ukrainekriegs hält Golem.de in einem Liveblog auf dem Laufenden.

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