Sanierungsplan: Opel plant neue Elektroautos auf Peugeot-Basis

Der Ampera-E spielt bei der Neuausrichtung von Opel keine Rolle. Während in Deutschland Brennstoffzellen und automatisiertes Fahren entwickelt werden sollen, stammen die Elektroantriebe vom französischen Mutterkonzern.

Artikel veröffentlicht am ,
Der Ampera-E ist nicht die Zukunft des Opel-Konzerns.
Der Ampera-E ist nicht die Zukunft des Opel-Konzerns. (Bild: Opel)

Der Rüsselsheimer Autohersteller Opel richtet seine künftige Firmenstrategie stark auf die Elektromobilität aus. "Bis 2024 werden alle europäischen Pkw-Baureihen elektrifiziert sein - entweder mit reinem Batterieantrieb oder als Plug-in-Hybride neben dem Angebot hocheffizienter Verbrennungsmotoren", teilte das Unternehmen in dieser Woche mit. Bereits 2020 werde Opel/Vauxhall vier elektrifizierte Modellreihen auf dem Markt haben, dazu zählten der Grandland X PHEV sowie die kommende Corsa-Generation mit einer rein batteriegetriebenen Variante.

Stellenmarkt
  1. (Senior) Projektleiter Omnichannel (m/w/d)
    Lidl Digital, Berlin, Neckarsulm
  2. Leitung IT-Infrastruktur (m/w/d)
    Tyczka GmbH, Geretsried
Detailsuche

Die Elektrifizierung der Modelle ist Teil des Sanierungsplans Pace, den Opel-Chef Michael Lohmüller präsentierte. Damit soll das Unternehmen, das Anfang August vom französischen Hersteller PSA Peugeot Citroen übernommen wurde, im Jahr 2020 wieder schwarze Zahlen schreiben. PSA-Chef Carlos Taveres hatte im September 2017 in einem Interview gesagt, dass Opel schon bald mehr Elektroautos und Plug-in-Hybride auf den Markt bringen werde. PSA werde dazu die Technologie beisteuern.

Nur noch zwei Plattformen

Bei der Entwicklung der Elektromodelle spielt der neue französische Mutterkonzern daher die entscheidende Rolle. Der Mitteilung zufolge sind in Rüsselsheim als erste Aufgabenfelder "die Entwicklung von Brennstoffzellen, ausgewählten Assistenzsystemen und Technologien zum automatisierten Fahren vorgesehen." Von elektrischen Antrieben und Batterietechnik ist nicht die Rede. Statt dessen sollen Opel und Vauxhall "vollen Zugriff" auf die Technologien der Groupe PSA bekommen. Alle Werke sollen in der Lage sein, Fahrzeuge mit deren beiden Plattformen CMP und EMP2 zu produzieren. Bis 2024 soll es nur noch zwei statt bisher neun Plattformen geben.

Einem Bericht von Zeit Online zufolge soll die Plattform CMP in der Variante e-CMP die Elektrostrategie des Konzerns sicherstellen. PSA hat die CMP (Common Modular Platform) zusammen mit seinem chinesischen Joint-Venture-Partner Dongfeng Motors (DFM) entwickelt. Die neue Architektur sei für Kleinwagen, mittelgroße Limousinen und Kompakt-SUVs gedacht und soll über eine Reichweite von 450 Kilometern verfügen.

Deutliche Preiserhöhung in Norwegen

Golem Karrierewelt
  1. C++ Programmierung Grundlagen (keine Vorkenntnisse benötigt): virtueller Drei-Tage-Workshop
    16.-18.01.2023, virtuell
  2. Deep Dive: Data Governance Fundamentals: virtueller Ein-Tages-Workshop
    22.02.2023, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Kein Wunder, dass der Opel Ampera im Strategieplan Pace gar nicht erst erwähnt wird. Das vom früheren Mutterkonzern General Motors in den USA produzierte Elektroauto, eine Variante des Chevrolet Bolt, ist in Deutschland nicht einmal bestellbar. Über ein frühes Aus des Modells wird seit Monaten spekuliert. In Norwegen kostet die Basisversion inzwischen 38.332 Euro, fast 5.000 Euro mehr als noch vor wenigen Wochen. Selbst dort soll es einen Bestellstopp geben.

Opel will trotz der Neuausrichtung alle Werke in Europa behalten und betriebsbedingte Kündigungen vermeiden. Die Lohnkosten sollen durch innovative Arbeitszeitkonzepte, freiwillige Programme oder Angebote für Altersteilzeit reduziert werden.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


ArcherV 13. Nov 2017

Die haben aber den Preis einer Nobelmarke.

ArcherV 13. Nov 2017

Das trifft auch auf die Toyota Hybride zu. In der Großstadt vielleicht, beim Rest eher nein.

Ach 12. Nov 2017

Wie das genau bei BMW ist mit deren aktuellen Hybriden, hab ich keine Ahnung, ist...

matzems 11. Nov 2017

Opel mit BMW zu vergleichen hinkt jedoch schon auf Grund des grossen Preisunterschiedes...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Kindle Scribe im Test
Amazons E-Book-Reader lernt schreiben

Amazons Kindle Scribe soll sowohl E-Reader als auch Remarkable-Notiz-Tablet sein. Diese interessante Mischung hat ihre Vor- und Nachteile.
Ein Test von Tobias Költzsch

Kindle Scribe im Test: Amazons E-Book-Reader lernt schreiben
Artikel
  1. Grafikkarten: Nvidia stellt wohl RTX 2060 und GTX 1660 ein
    Grafikkarten
    Nvidia stellt wohl RTX 2060 und GTX 1660 ein

    Der Konzern will sich vollkommen auf Grafikkarten der RTX-3000- und RTX-4000-Serie konzentrieren. Der Einstiegsmarkt gehört der Konkurrenz.

  2. El-Ali-Meteorit: Forscher entdecken zwei neue Minerale in einem Meteoriten
    El-Ali-Meteorit
    Forscher entdecken zwei neue Minerale in einem Meteoriten

    In einer Probe aus einem in Somalia niedergegangenen Meteoriten wurden zwei Mineralien entdeckt, die auf der Erde so bisher nicht gefunden wurden.

  3. Marvel's Midnight Suns im Test: Strategisch super aufgestellte Helden
    Marvel's Midnight Suns im Test
    Strategisch super aufgestellte Helden

    Doctor Strange, Spider-Man und weitere Superhelden kämpfen im Strategiespiel Marvel's Midnight Suns in einer ungewohnt aufwendigen Kampagne.
    Von Peter Steinlechner

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • PS5 bestellbar • Tiefstpreise: Crucial SSD 4TB 319€, Palit RTX 4080 1.499€, HTC Vive Pro 2 659€ • Alternate: Team Group SSD 512GB 29,99€, AOC Curved 27" 240 Hz 199,90€ • Samsung Cyber Week • Top-TVs (2022) LG & Samsung über 40% günstiger • AOC Curved 34" WQHD 389€ [Werbung]
    •  /