Sanford Wallace: Der König des Spams verschickt keine E-Mails mehr

Ein notorischer Spamversender muss 30 Monate ins Gefängnis, weil er Facebook-Nutzer über Jahre hinweg belästigte. In früheren Verfahren wurde der US-Amerikaner zu Strafen in Höhe von mehr als 1 Milliarde US-Dollar verurteilt.

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Einer der bekanntesten Spammer muss für 30 Monate in Haft.
Einer der bekanntesten Spammer muss für 30 Monate in Haft. (Bild: David McNew/Getty Images)

Der US-Amerikaner Sanford Wallace muss für 30 Monate ins Gefängnis, weil er mehrere Millionen Spamnachrichten an Facebook-Nutzer versandt hatte. Wallace muss außerdem 310.628,55 US-Dollar Strafe zahlen. Das hat ein kalifornisches Gericht bekanntgegeben.

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Wallace hatte sich am 24. August 2015 schuldig bekannt. In den Jahren 2008 und 2009 hatte er Facebook-Nutzer mit ungewollten Werbenachrichten zugespammt. Wallace hatte sich Nutzerinformationen von Facebook-Nutzern per Phishing illegal beschafft und Geld verdient, indem er Nutzer auf andere Webseiten weitergeleitet hatte. Für die Umleitungen soll Wallace Geld verlangt haben.

Spamnachrichten mit speziellen Programmen versendet

Außerdem habe er einen Account unter dem Pseudonym "David Frederix" eröffnet, um seine Spamnachrichten zu testen, und einen Mechanismus entwickelt, um sich automatisch mit den verschiedenen Accounts einloggen zu können. Zu mindestens drei verschiedenen Zeitpunkten soll Wallace mit Hilfe spezieller Programme jeweils mehrere Hunderttausend Nachrichten versandt haben.

Es ist nicht die erste Verurteilung von Wallace. Bereits im Jahr 2009 war er wegen Facebook-Spammerei zu einer Schadenersatzzahlung in Höhe von 711 Millionen US-Dollar verurteilt worden. Auch auf Myspace hatte Wallace Nutzer belästigt, für das Vergehen musste er eine Strafe von 230 Millionen US-Dollar bezahlen.

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Die Tatbestände, für die Wallace verurteilt wurde, umfassen die Missachtung des Gerichts (contempt of the court) und Betrug. Er wird seine Haftstrafe am 7. September antreten. Nach der Entlassung ist eine fünfjährige Bewährungszeit vorgesehen.

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