Sandy: Internetausfälle wegen Wirbelsturm

Mehrere Nachrichtenangebote aus New York sind nach dem Wirbelsturm Sandy offline. Grund ist ein Stromausfall in einem New Yorker Rechenzentrum.

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Wirbelsturm Sandy (Satellitenbild vom 29. Oktober 2012): Keller vollgelaufen, Treibstoffpumpe ausgefallen
Wirbelsturm Sandy (Satellitenbild vom 29. Oktober 2012): Keller vollgelaufen, Treibstoffpumpe ausgefallen (Bild: Nasa goes Project)

Der Hurrikan Sandy hat schwere Schäden an der Ostküste der USA hinterlassen. In mehreren US-Bundesstaaten ist der Strom ausgefallen. 16 Menschen starben. Auch einige Internetanbieter sind betroffen.

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Der Sturm kappte viele Stromleitungen oder riss Bäume um, die auf die Leitungen fielen. In New York explodierte ein Umspannwerk. Von den resultierenden Stromausfällen waren nach Angaben des US-Fernsehsenders CNN etwa sieben Millionen Menschen in zehn Bundesstaaten und der Hauptstadt Washington betroffen. Der Südteil von Manhattan war weitgehend dunkel. Selbst der Netzbetreiber Verizon meldete deswegen Netzprobleme.

Pumpe außer Betrieb

Der Strom fiel auch im Rechenzentrum des Providers Datagram im New Yorker Stadtteil Manhattan aus. Im Keller soll das Wasser 1,50 Meter hoch gestanden haben. Zwar gibt es im dem Rechenzentrum einen Notstromgenerator. Dessen Treibstoffpumpe habe aber den Dienst versagt, schreibt das Nachrichtenangebot Buzzfeed, das wegen des Ausfalls offline war. Das Gleiche galt auch für andere Angebote, die bei Datagram gehostet sind, darunter Gawker und die Huffington Post.

Ein Teil der Angebote war über andere Server erreichbar, etwa über das Content Delivery Network Akamai. Aktuelle Artikel ließen sich aber nicht einstellen, erklärte etwa Buzzfeed. Die Nachrichtenangebote verlegten sich auf Dienste wie Twitter, Tumblr oder Facebook, um berichten zu können.

Rechenzentrum ausgefallen

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Auch im New Yorker Stadtteil Bronx soll ein Rechenzentrum ausgefallen sein. Das zumindest twitterte Hans Kaspersetz in der Nacht zum Dienstag. Ein Grund war dem Gründer des Unternehmens Cyber X Designs aber nicht bekannt.

Das Auge des Sturms war am Montagabend (Ortszeit) bei Atlantic City im US-Bundesstaat New Jersey auf Land getroffen. Es gab Überschwemmungen, in New Jersey brach ein Deich. Im Atomkraft Oyster Creek, das aber ohnehin wegen Wartungsarbeiten abgeschaltet war, wurde wegen des hohen Wasserspiegels Alarm ausgelöst, wie die Atomaufsichtsbehörde US Nuclear Regulatory Commission erklärte.

Schäden in New Yorker U-Bahn

In New York liefen mehrere U-Bahn-Tunnel voll. Joseph Lhota, Chef des New Yorker Nahverkehrsbetriebs Metropolitan Transportation Authority (MTA), erklärte, die von Sandy angerichteten Schäden seien die schlimmsten in der 108-jährigen Geschichte der MTA.

Inzwischen hat sich Sandy abgeschwächt und ist nach Westen ins Landesinnere weitergezogen. New Yorks Bürgermeister Michael Bloomberg hat die Bürger der Stadt dennoch per Twitter aufgefordert, in den Häusern zu bleiben. Umgestürzte Bäume und herabhängende Drähte seien "sehr gefährlich". Es besteht allerdings die Befürchtung, dass Sandy auf einen Wintersturm treffen und erneut Energie aufnehmen könnte.

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