Abo
  • IT-Karriere:

Sandworm Team: Kraftwerke in Deutschland sind vor Hacks nicht sicher

Hacker haben sich Zugriff auf Energieversorger in Deutschland verschafft und konnten dort das Netzwerk infiltrieren. Der Hack ist erst ein halbes Jahr später aufgedeckt worden. Der Angreifer: wohl das mit Russland in Verbindung gebrachte Sandworm Team.

Artikel veröffentlicht am ,
Die Sicherheitsvorkehrungen in deutschen Kraftwerken scheinen nicht mehr ganz aktuell zu sein.
Die Sicherheitsvorkehrungen in deutschen Kraftwerken scheinen nicht mehr ganz aktuell zu sein. (Bild: Pexels.com/CC0 1.0)

Eine Gruppe von Hackern, die sich Sandworm Team nennt, hat anscheinend erfolgreich Zugriff auf deutsche Energieversorger erhalten. Das berichtet die Süddeutsche Zeitung (SZ) und beruft sich dabei auf drei unabhängige Quellen. Demnach seien mindestens zwei Anbieter von den Angriffen betroffen, heißt es. Dabei konnten die Hacker bis tief in das interne Netzwerk der Anlagen vordringen. Das war letztlich auch der Grund für die Aufdeckung des Angriffs. Er fiel den IT-Administratoren auf.

Stellenmarkt
  1. Heinzmann GmbH & Co. KG, Schönau
  2. ivv GmbH, Hannover

Das Problem: Von der Entdeckung Ende 2016 bis zur Offenlegung Mitte 2017 hat es etwa ein halbes Jahr gedauert. In diesem Zeitraum hätten böswillige Angreifer starke Schäden anrichten können.

Angriffe auf Nato und ukrainische Kraftwerke

Das wohl verantwortliche Sandworm Team wird dabei oft mit dem russischen Staat in Verbindung gebracht. Es ist unter anderem bekannt für die Hacking-Angriffe auf ukrainische Kraftwerke, die 2016 stattgefunden haben. Zumindest hat die US-IT-Firma iSight Partners diese dafür verantwortlich gemacht, berichtete der Nachrichtendienst Reuters im Januar 2016.

Bereits 2014 berichtete Golem.de von Aktivitäten der Gruppe. Sie führte Angriffe auf Systeme des Militärbündnisses Nato und deren Mitgliedsstaaten durch, indem sie einen Zero-Day-Exploit der Windows-Betriebssysteme Vista Service Pack 2 und Windows 8.1 nutzte. Hinweise auf die Herkunft der Hacker konnten im Quellcode der Malware gefunden werden, der teilweise auf Russisch kommentiert wurde. Anspielungen auf die Science-Fiction-Welt von Dune im Code geben der Gruppe den Namen Sandworm - nach den riesigen Würmern auf dem fiktiven Wüstenplaneten Arrakis.

Ebenfalls vermutlich russische Hacker konnten sich erst kürzlich auch Zugriff auf US-amerikanische Infrastrukturgebäude verschaffen. Es ist unklar, ob es sich bei den Angreifern um das Sandworm Team handelt. Ein Bericht der US-Behörden FBI und Homeland Security deutet zumindest ein russisches Interesse an solchen Einrichtungen an.



Anzeige
Top-Angebote
  1. 339,00€
  2. 269,00€
  3. (u. a. Far Cry New Dawn für 19,99€, Ghost Recon Wildlands für 15,99€, Rayman Legends für 4...
  4. (u. a. PUBG für 13,99€, Final Fantasy XIV - Shadowbringers für 27,49€, Mordhau für 19,99€)

quark2017 10. Mai 2018

Sie kennen sich ja mit Hacker-Angriffen richtig gut aus! Um einen Angriff auf IT zu...

Seizedcheese 07. Mai 2018

Mal wieder ein Putinbot, war ja klar. Oder macht ihr das hier tatsächlich aus freien...

Seizedcheese 07. Mai 2018

Und doch hast du es geschafft. Was ist das hier für ne Putinliebe eigentlich? Geht es...

DebugErr 06. Mai 2018

Das mit Kommentaren verstehe ich auch nicht. Außer es wären gescriptete Komponenten im...


Folgen Sie uns
       


Radeon RX 5700 (XT) - Test

Die Navi-10-Grafikkarten schlagen die Geforce RTX 2060(S), benötigen aber etwas mehr Energie und unterstützen kein Hardware-Raytracing, dafür sind sie günstiger.

Radeon RX 5700 (XT) - Test Video aufrufen
Ricoh GR III im Test: Kompaktkamera mit Riesensensor, aber ohne Zoom
Ricoh GR III im Test
Kompaktkamera mit Riesensensor, aber ohne Zoom

Kann das gutgehen? Ricoh hat mit der GR III eine Kompaktkamera im Sortiment, die mit einem APS-C-Sensor ausgerüstet ist, rund 900 Euro kostet und keinen Zoom bietet. Wir haben die Kamera ausprobiert.
Ein Test von Andreas Donath

  1. Theta Z1 Ricoh stellt 360-Grad-Panoramakamera mit Profifunktionen vor
  2. Ricoh GR III Eine halbe Sekunde Belichtungszeit ohne Stativ

Ursula von der Leyen: Von Zensursula zur EU-Kommissionspräsidentin
Ursula von der Leyen
Von "Zensursula" zur EU-Kommissionspräsidentin

Nach der "Rede ihres Lebens" hat das Europäische Parlament am Dienstagabend Ursula von der Leyen an die Spitze der EU-Kommission gewählt. Die Christdemokratin will sich in ihrem neuen Amt binnen 100 Tagen für einen Ethik-Rahmen für KI und ambitioniertere Klimaziele stark machen. Den Planeten retten, lautet ihr ganz großer Vorsatz.
Ein Bericht von Justus Staufburg

  1. Adsense for Search Neue Milliardenstrafe gegen Google in der EU

Razer Blade 15 Advanced im Test: Treffen der Generationen
Razer Blade 15 Advanced im Test
Treffen der Generationen

Auf den ersten Blick ähneln sich das neue und das ein Jahr alte Razer Blade 15: Beide setzen auf ein identisches erstklassiges Chassis. Der größte Vorteil des neuen Modells sind aber nicht offensichtliche Argumente - sondern das, was drinnen steckt.
Ein Test von Oliver Nickel

  1. Blade 15 Advanced Razer packt RTX 2080 und OLED-Panel in 15-Zöller
  2. Blade Stealth (2019) Razer packt Geforce MX150 in 13-Zoll-Ultrabook

    •  /