Sandisk, Western Digital, Micron: Das Jahr der Datenspeicheraktien - was jetzt noch drin ist
Inhalt
- Sandisk, Western Digital, Micron: Das Jahr der Datenspeicheraktien - was jetzt noch drin ist
- Sandisk: Börsenneuling mit dem stärksten Kursanstieg
- Western Digital: HDD-Spezialist mit Marktführerschaft
- Micron Technology: breitestes Portfolio, günstigstes KGV
- Seagate: solider HDD-Konkurrent
- Strukturell oder zyklisch – und was kommt als Nächstes?
- Chancen und Risiken im Vergleich
Wer 2025 nach den größten Gewinnern am US-Aktienmarkt sucht, landet nicht bei Nvidia, nicht bei KI-Software und auch nicht bei einem Chip-Designer. Die drei Aktien mit dem stärksten Kursanstieg im S&P 500 kommen aus einem Segment, das zuletzt eher für günstige USB-Sticks bekannt war: Datenspeicher.
Sandisk Corporation (SNDK) führt die Liste an. Das Unternehmen wurde im Februar 2025 aus Western Digital ausgegliedert und notierte beim Börsenstart bei knapp 39 US-Dollar(öffnet im neuen Fenster) . Bis Ende 2025 hatte die Aktie rund 560 Prozent zugelegt. Western Digital (WDC)(öffnet im neuen Fenster) folgte mit rund 280 Prozent, Micron Technology (MU)(öffnet im neuen Fenster) mit etwa 230 Prozent, Seagate (STX)(öffnet im neuen Fenster) mit über 220 Prozent.
Auch Anfang 2026 hält der Trend an: Sandisk hat seit dem Börsenstart mittlerweile mehr als 1.600 Prozent zugelegt. Dahinter stehen drei Fragen: Was treibt diesen Anstieg, ist er strukturell oder zyklisch – und lohnt ein Einstieg nach einer solchen Rally noch?
KI-Infrastruktur als Nachfragetreiber
Hinter dem Anstieg steckt eine zunächst einfache Mechanik: Künstliche Intelligenz braucht Speicher. Jedes KI-Modell, das trainiert oder abgerufen wird, benötigt schnellen Zugriff auf große Datenmengen – und damit Flash-Speicher (NAND) sowie Hochgeschwindigkeits-DRAM.
Hyperscaler wie Amazon, Google und Microsoft investieren 2026 zusammen rund 400 Milliarden US-Dollar in KI-Infrastruktur. Nvidia-CEO Jensen Huang bezeichnete den Datenspeichermarkt auf der Consumer Electronics Show (CES) im Januar 2026(öffnet im neuen Fenster) als "völlig unterversorgten Markt" .
Dieser Bedarf trifft auf ein Angebot, das nicht mithalten kann. Samsung, SK Hynix und Micron haben ihre Produktionskapazitäten zunehmend auf High Bandwidth Memory (HBM) umgelenkt – jene Spezialchips, die direkt auf KI-Beschleunigern wie Nvidias H100 und B100 verbaut werden.
HBM bringt höhere Margen und ist seit Monaten ausverkauft. Das Ergebnis: weniger Fertigungskapazität für herkömmlichen NAND-Flash und DRAM, steigende Preise und eine Knappheit, die nach Einschätzung mehrerer Marktforscher bis weit in das Jahr 2027 anhalten dürfte(öffnet im neuen Fenster) .
Das Analysehaus Trendforce erwartet, dass die NAND-Nachfrage 2026 um 20 bis 22 Prozent wächst, das Angebot aber nur um 15 bis 17 Prozent(öffnet im neuen Fenster) . Für das erste Quartal 2026 prognostiziert Trendforce NAND-Preissteigerungen von 85 bis 90 Prozent gegenüber dem Vorquartal – eine deutliche Revision nach oben gegenüber früheren Schätzungen.
Enterprise-SSDs haben sich in manchen Kategorien innerhalb weniger Quartale mehr als verdoppelt. Der globale NAND-Markt wird für 2026 auf rund 65 Milliarden US-Dollar geschätzt(öffnet im neuen Fenster) .
- Sandisk, Western Digital, Micron: Das Jahr der Datenspeicheraktien - was jetzt noch drin ist
- Sandisk: Börsenneuling mit dem stärksten Kursanstieg
- Western Digital: HDD-Spezialist mit Marktführerschaft
- Micron Technology: breitestes Portfolio, günstigstes KGV
- Seagate: solider HDD-Konkurrent
- Strukturell oder zyklisch – und was kommt als Nächstes?
- Chancen und Risiken im Vergleich



