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Sandisk ULLtra DIMM: 12,8 Terabyte Speicherplatz durch SSD im RAM-Format

Sandisk und Diablo Technologies haben die ULLtra-DIMMs vorgestellt. Der etwas kryptische Name ist die Abkürzung für Ultra-Low Latency Dual in-Line Memory Module, da die SSD in einen DDR3-Arbeitsspeichersteckplatz passt und eine besonders geringe Schreiblatenz aufweisen soll.
/ Marc Sauter
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Ein ULLtra-DIMM sieht aus wie RAM, ist aber ein Flash-Speicher (Bild: Sandisk)
Ein ULLtra-DIMM sieht aus wie RAM, ist aber ein Flash-Speicher Bild: Sandisk

Die Sandisk-Tochter Smart Storage Systems hat gemeinsam mit Diablo Technologies die ULLtra-DIMMs angekündigt. Das Wortspiel setzt sich aus Ultra-Low Latency, Dual in-Line Memory Module und Solid State Drive zusammen. Bei dem Produkt selbst handelt es sich um Flashspeicher im RAM-Format, der wie DDR3-Arbeitsspeicher auf das Mainboard gesteckt und direkt an die CPU angebunden wird.

Sandisk stellt die ULLtra-DIMM-SSD vor
Sandisk stellt die ULLtra-DIMM-SSD vor (02:30)

Da die ULLtra-DIMMs(öffnet im neuen Fenster) mittels Speicherkanalinterface angesprochen werden, soll die Schreiblatenz laut Sandisk bei unter 5 Mikrosekunden liegen – die Leselatenz bei immer noch sehr schnellen 150 Mikrosekunden. Der Vorteil gegenüber SATA- oder PCIe-SSD soll eine nahezu gleichbleibende Latenz auch bei vielen ULLtra DIMMs sein, was beispielsweise für Server der Hochfrequenzhandelsbranche(öffnet im neuen Fenster) von Relevanz ist.

Pro Modul stehen 200 oder 400 GByte zur Verfügung, die MLC-Chips stammen von Sandisk und werden im 19-Nanometer-Verfahren gefertigt, der Controller ist eine Eigenentwicklung von Diablo. Der Hersteller gibt bis zu zehn Drive Writes pro Tag an, dies entspricht einem Schreibvolumen von bis zu 7,3 Petabyte – die Garantie beträgt fünf Jahre. Die sequenzielle Lese- und Schreibgeschwindigkeit soll bis zu 1.000 beziehungsweise 760 MByte pro Sekunde betragen, bei zufälligen Lese- und Schreibzugriffen benennt Sandisk 150.000 sowie 65.000 IOPS.

Die elektrische Spannung beträgt wie bei DDR3-Modulen üblich 1,35 oder 1,5 Volt – die Leistungsaufnahme pro Modul verrät der Hersteller allerdings ebenso wenig wie die Preise. Rechnerisch sind bei einem 8-Sockel-System mit vier Speicherbänken pro CPU übrigens 12,8 Terabyte möglich.


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