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Sandia Laboratory: Multifortbewegungsroboter für Geheimeinsätze

Für verdeckte Operationen hat eine staatliche US-Forschungseinrichtung ein Robotersystem entwickelt, das sich auf verschiedene Arten fortbewegen kann.
/ Werner Pluta
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Multi-Modal Vehicle: maximale Flexibilität in sehr komplexen Missionen (Bild: Sandia Lab/Screenshot: Golem.de)
Multi-Modal Vehicle: maximale Flexibilität in sehr komplexen Missionen Bild: Sandia Lab/Screenshot: Golem.de

US-Forscher haben eine Drohne entwickelt, die fliegt, schwimmt, fährt und springt. Sie soll künftig Einsätze übernehmen, für die sonst verschiedene Roboter benötigt würden.

Multi-Modal Vehicle Concept – Sandia Laboratory
Multi-Modal Vehicle Concept – Sandia Laboratory (01:56)

Fliegend nähert sich das Unmanned Aerial Vehicle (UAV) seinem Ziel. Dann taucht es ins Wasser ab, wo es sich der Spitze und seiner Flügel entledigt. Übrig bleibt ein Teil des Rumpfes mit vier beweglichen Flossen: Die hinteren dienen als Antrieb, die beiden vorderen zum Steuern. Damit schwimmt der Roboter zum Strand.

Fahren und Springen

Kurz vor dem Anlanden wirft es die Flossen ab, die zugleich Hülle für vier Räder waren. Auf diesen setzt das Multi-Modal Vehicle seinen Weg an Land fort. Stößt es dort auf Hindernisse, kann es diese überspringen – in etwa wie der von Boston Dynamics entwickelte Sand Flea . So zumindest sieht es das Konzept des Multi-Modal Vehicle vor.

Gedacht sei das Multi-Modal Vehicle für verdeckte Spezialoperationen, die verschiedene Anforderungen an die Fortbewegung stellten, erklären Forscher vom Sandia National Laboratory(öffnet im neuen Fenster) , einem der Forschungslabore des US-Energieministeriums. Statt eine solche Operation mit mehreren Robotern durchzuführen, sollen Multi-Modal Vehicles eingesetzt werden, die ferngesteuert werden oder semiautonom agieren können.

Flexibilität

Der Vorteil eines solchen robotischen Vehikels sei, dass es maximale Flexibilität in sehr komplexen Missionen biete, die unabhängig davon würden, ob verschiedene spezifische Systeme zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort seien, sagte Jon Salton, ein am Projekt beteiligter Sandia-Mitarbeiter, dem US-Technologiemagazin Wired(öffnet im neuen Fenster) .

Eine solche Mission mit verschiedenen Robotern durchzuführen, erfordere ein hohes Maß an Planung und Koordination. Solche Roboter kämen zudem von verschiedenen Herstellern, die unterschiedliche Kommunikationssysteme nutzten. Das erschwere die Durchführung zusätzlich.

Muwa aus Japan

Kürzlich haben japanische Forscher den Prototyp eines Quadrocopters vorgestellt, der ebenfalls fliegen, schwimmen und fahren kann, das Multi-field Universal Wheel for Air-Land Vehicle , kurz Muwa. Anders als das Multi-Modal Vehicle kann das Muwa jedoch beliebig zwischen den verschiedenen Bewegungsarten wechseln, da sich seine Konstruktion nicht ändert.

Es handele sich um ein "reifes Konzept" , sagen die Sandia-Robotiker. Sie haben auch schon einige entsprechende Prototypen gebaut und getestet. Als Nächstes soll eine Finanzierung erarbeitet werden, um anschließend nach Unternehmen suchen zu können, die ein solches Multi-Modal Vehicle bauen können.


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