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Sandforce SF3700: Controller für PCIe-SSDs mit 1,8 GByte/s

LSI Sandforce hat neue SSD-Controller angekündigt, die sowohl Schnittstellen für SATA als auch PCI-Express bieten. Damit soll die Entwicklungszeit für neue SSDs verkürzt werden, auch für solche in den SATA-Express-Formfaktoren.

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Blockdiagramm des SF3700
Blockdiagramm des SF3700 (Bild: LSI Sandforce)

Die neue Serie SF3700 (PDF-Datenblatt) von LSI Sandforce vereint nach Angaben des Unternehmens erstmals die Schnittstellen für PCI-Express-SSDs und SATA auf einem Controller. Dabei gibt es gleich zwei PCIe-Ports, denn über einen davon muss der Baustein auch am Rest des PCs angebunden sein, das geschieht mit vier Lanes nach PCIe 2.0, die Version 3.0 unterstützen die Bausteine noch nicht.

  • Daten der Controller SF3700 (Tabelle: LSI Sandforce)
Daten der Controller SF3700 (Tabelle: LSI Sandforce)
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Diese vier Lanes können die Chips aber fast vollständig auslasten, LSI gibt maximale Transferraten einer SSD von 1,8 GByte pro Sekunde für die PCIe-Schnittstelle an. SATA mit 6 GBit/s kommt in der Praxis nur auf wenig mehr als 500 MByte pro Sekunde. Die neuen Controller unterstützen neben AHCI auch das Protokoll NVM Express, das Teil der neuen SATA-Express-Standards ist.

Wie bei Sandforce-Controllern üblich arbeiten auch die neuen Chips mit einer Datenkompression, ihr Tempo ist also von der Art der Daten abhängig. Das Verfahren heißt nun "Durawrite". Minimal, also bei schlecht komprimierbaren Informationen, sollen sich 150.000 IOPSs erreichen lassen.

Nicht alle Modelle der Serie SF3700 dürften so schnell werden, denn sie fallen in zwei Kategorien: Die Bausteine SF3719 und SF3729 unterstützen nur zwei PCIe-Lanes, die SF3739 und SF3759 auch vier Lanes. Das kleinste Modell kann zudem nur bis zu 128 GByte Flash-Speicher ansprechen, es dürfte vor allem für kleine Boot-SSDs auf M.2-Steckkarten vorgesehen sein. Die drei größeren Bausteine können 2 TByte adressieren.

Eine Besonderheit stellen die neuen Controller beim Reservespeicher für die Wear-Levelling-Mechanismen einer SSD zur Verfügung: neun statt acht Kanäle. Acht der Anbindungen für Flash-Bausteine sind direkt ansprechbar, den neunten verwaltet der Controller allein. Damit lassen sich auch Kapazitäten wie 256 GByte ausnutzen, nicht wie manchmal üblich 240 GByte verfügbarer Speicher, obwohl 256 GByte verbaut sind - die fehlenden 16 GByte sind dann Reserve. SSD-Hersteller können nun den neunten Kanal auch nutzen, um besonders viel Reserve bereitzustellen.

LSI Sandforce liefert bereits Muster der neuen Chips aus, bisher ist aber noch keine SSD mit den Controllern angekündigt.



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