Sandforce-Controller: Kingston will SSDs austauschen, sobald AES-256 funktioniert
Wie kürzlich bekanntwurde, beherrschen die Sandforce-Controller der Serie SF-2000 anders als früher angegeben nicht die Verschlüsselung nach AES mit 256 Bit langen Keys, sondern nur AES-128. Intel hat deswegen den Käufern einer SSD der Serie 520 eine Rücknahme angeboten, weil die Laufwerke ursprünglich mit 256-Bit-Verschlüsselung beworben wurden.
So weit will Kingston nicht gehen, wie das Unternehmen jetzt mitteilt(öffnet im neuen Fenster). Der Hardwarehersteller erkennt zwar auch an, dass die frühere Angabe zu AES-256 bei seinen Laufwerken der Serien SSDNow V+ 200 und KC100 unrichtig war. Rückmeldungen von Kunden hätten aber ergeben, dass, so Kingston wörtlich, "die Verschlüsselung weder weit verbreitet ist noch bei den meisten Installationen eine entscheidende Funktion hat". Anders gesagt: Kaum jemand nutzt die Verschlüsselung.
Bei Kunden, bei denen sie aber dennoch eine wichtige Rolle spielt, will Kingston die betroffenen Laufwerke auf Anfrage austauschen – aber erst dann, wenn es Sandforce-Controller gibt, die auch AES-256 beherrschen. Solche Bausteine hat LSI Sandforce zwar noch nicht konkret angekündigt, auf den Produktseiten der Serie SF-2000 findet sich jedoch ein Vermerk, der auf die Entwicklung von derartigen Controllern hinweist.
Anwender von Kingston-SSDs, welche die stärkere Verschlüsselung dringend brauchen und sich für einen Austausch der Laufwerke vormerken lassen wollen, sollen sich über den Kundendienst von Kingston(öffnet im neuen Fenster) an das Unternehmen wenden. Andere Stellungnahmen von SSD-Herstellern, die ebenfalls Sandforce-Controller verbauen, wie beispielsweise OCZ, liegen noch nicht vor.
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