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San Francisco: Tesla baut wohl im Full-Self-Driving-Modus Unfall mit 8 Autos

Ein Tesla Model S hat in San Francisco einen Unfall mit acht Fahrzeugen verursacht. Laut Fahrer befand sich das Auto im Full-Self-Driving-Modus.
/ Andreas Donath
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Unfall mit Tesla (Bild: TVU FOX 2 San Francisco/Screenshot: Golem.de)
Unfall mit Tesla Bild: TVU FOX 2 San Francisco/Screenshot: Golem.de

Ein Tesla Model S aus dem Jahr 2021 hat auf der San Francisco Bay Bridge(öffnet im neuen Fenster) einen Unfall verursacht, in den acht Fahrzeuge involviert wurden. Der Fahrer des Tesla sagte den Behörden nach einem Bericht des Guardian(öffnet im neuen Fenster) , dass das Fahrzeug im Full-Self-Driving-Modus gefahren sei. Es ist unklar, ob das FSD beim Unfall tatsächlich in Betrieb war und die Angaben des Fahrers korrekt sind.

In einem Bericht von ABC News(öffnet im neuen Fenster) heißt es, dass der Tesla Model S mit einer Geschwindigkeit von etwa 90 km/h unterwegs war und auf die äußerste linke Fahrspur wechselte, dann aber abrupt bremste, wodurch das Auto auf etwa 30 km/h verlangsamte. Dies führte zu einer Kettenreaktion, an der letztlich acht Fahrzeuge beteiligt waren, die alle mit normaler Geschwindigkeit unterwegs waren.

Eine Reihe von Unfällen, bei dem die autonomen Fahrfunktionen von Tesla aktiviert gewesen sein sollen, werden von der National Highway Traffic Safety Administration untersucht. Dabei geht es unter anderem um Phantombremsungen ohne erkennbaren Grund.

Tesla wiederholte, dass seine Assistenzsysteme eine aktive Überwachung durch den Fahrer erfordern und die Fahrzeuge nicht autonom arbeiten.

Der Unfall ereignete sich wenige Stunden, nachdem Tesla allen Besitzern von FSD in Nordamerika die Nutzung ermöglichte. Zuvor mussten Fahrer zunächst einen Sicherheitscheck bestehen. Tesla analysierte die Fahrdaten des Fahrzeugs, um die Eignung zu bestimmen. Der Preis für Teslas Fahrerassistenzsystem Volles Potenzial für autonomes Fahren (FSD, Full Self Driving) stieg am 5. September 2022 erneut, und zwar von 12.000 auf 15.000 US-Dollar. Tesla stellte in den USA eine Betaversion des FSD bereit, die Ampeln erkennen, selbstständig an Kreuzungen in beide Richtungen abbiegen, Kreisel bewältigen und auf die Autobahn auf- und abfahren soll.

In Europa gibt es die Variante Full Self Driving aus gesetzlichen Gründen noch nicht zum Ausprobieren.

Gegen den Einsatz der Betaversion gibt es Widerstände. Der US-Verbraucherschützer und Politiker Ralph Nader bezeichnete den Einsatz von FSD-Systemen als verantwortungslos. Er verlangte von der National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA), die FSD-Technologie aus allen sich im Umlauf befindlichen Tesla-Fahrzeugen zurückzurufen: "Ich fordere die Bundesaufsichtsbehörden auf, sofort zu handeln, um die zunehmende Zahl von Toten und Verletzten zu verhindern, die durch die von Tesla verursachten Unfälle mit dieser Technologie verursacht werden" , schrieb Nader .


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