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San Francisco: Tesla hatte Full Self Driving bei Massenkarambolage an

Bei dem Unfall mit acht Fahrzeugen hatte der Verursacher im Tesla den Full Self Driving Modus aktiviert, wie die Behörden jetzt bekannt gaben.
/ Andreas Donath
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Massenunfall mit Tesla (Bild: Autoevolution/Screenshot: Golem.de)
Massenunfall mit Tesla Bild: Autoevolution/Screenshot: Golem.de

Das Tesla Model S, das im November vergangenen Jahres auf der I-80 in San Francisco scharf bremste und einen Unfall mit acht Fahrzeugen auslöste , hatte Sekunden vor dem Unfall das FSD-Beta des Fahrzeugherstellers aktiviert. Diese Information wurde durch Daten bestätigt, die die Behörden nach Angaben von CNN jetzt veröffentlichten.

Der Unfall ereignete sich im November 2022. Das Tesla Model S wechselte auf der Interstate auf die linke Spur und bremste dann abrupt ab, so dass den von hinten kommenden Fahrern nur wenig Zeit blieb, um zu reagieren. Acht Autos waren in den Unfall verwickelt, neun Personen wurden verletzt, darunter ein zweijähriges Kind.

Nach einem von CNN zitierten Untersuchungsbericht(öffnet im neuen Fenster) wurde die umstrittene Fahrerassistenzsoftware etwa 30 Sekunden vor dem Unfall aktiviert. Aus den Daten geht auch hervor, dass das Auto abrupt auf 11 km/h abbremste.

Aufnahmen von Überwachungskameras(öffnet im neuen Fenster) zeigen, dass vor dem Tesla kein Fahrzeug war, das ein solches Bremsmanöver rechtfertigt hätte. Es handelt sich demnach um eine sogenannte Phantombremsung. Über dieses Phänomen hatten sich schon viele Tesla-Fahrer beschwert. Nach dem Unfall behauptete der Fahrer, das Auto sei mit eingeschaltetem FSD Beta gefahren. Ironischerweise geschah dies nur wenige Stunden, nachdem Elon Musk angekündigt hatte, dass FSD für jeden verfügbar sein würde, der für die Funktion bezahle.

Eine Reihe von Unfällen, bei dem die autonomen Fahrfunktionen von Tesla aktiviert gewesen sein sollen, werden von der National Highway Traffic Safety Administration untersucht. Dabei geht es unter anderem um die erwähnten Phantombremsungen ohne erkennbaren Grund.

Tesla wiederholte, dass seine Assistenzsysteme eine aktive Überwachung durch den Fahrer erfordern und die Fahrzeuge nicht autonom arbeiten.


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