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Samsungs Galaxy S3: Kritische Sicherheitslücke in Android-Smartphones mit Exynos

In Android-Smartphones mit Samsungs ARM-Prozessor Exynos 4210 und 4412 steckt eine Sicherheitslücke, die es ermöglicht, Daten auszulesen und eigenen Code auszuführen. Diverse Geräte sind betroffen, nicht nur von Samsung.
/ Jens Ihlenfeld
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Angeblich kritische Sicherheitslücke im Samsung Galaxy S3 (Bild: Samsung)
Angeblich kritische Sicherheitslücke im Samsung Galaxy S3 Bild: Samsung

Es ist recht einfach, Root-Rechte auf einem Samsung Galaxy S3 zu erhalten, stellt der Nutzer "Alephzain" im Forum XDA-Developers fest(öffnet im neuen Fenster) . Das Problem: Das gilt nicht nur für Besitzer der Geräte, sondern auch für Angreifer. Laut Alephzain steckt das Problem im Kernel, genau genommen im Device "/dev/exynos-mem". Darauf haben alle Nutzer Schreib- und Leserechte.

Dieser Code kommt nicht nur auf dem Galaxy S3 von Samsung zum Einsatz, zahlreiche Geräte dürften betroffen sein. Alephzain vermutet, das Problem besteht auf allen Geräten, die Samsungs Exynos-Prozessoren 4210 und 4412 mit Samsungs Kernel-Code verwenden. Dazu zählen unter anderem das Galaxy S2 und das Galaxy Note von Samsung sowie das Meizu MX.

Genutzt wird /dev/exynos-mem von mindestens drei Bibliotheken: /system/lib/hw/camera.smdk4x12.so, /system/lib/hw/gralloc.smdk4x12.so und /system/lib/libhdmi.so.

Da jeder Nutzer den Speicher auslesen und in ihn schreiben kann, soll es einfach sein, einen RAM-Dump anzulegen und Code in den Kernel einzuschleusen. Die Smartphones sind dadurch anfällig für Schadcode.

Werden die Schreib- und Leserechte für /dev/exynos-mem entfernt, funktioniere die Kamera-App nicht mehr, wird in dem zugehörigen Thread auf XDA-Developers berichtet. Mit ExynosAbuse APK v1.10(öffnet im neuen Fenster) ist auch eine erste App erschienen, die die Sicherheitslücke ausnutzt, um SuperSU 0.99 zu installieren. Sie ermöglicht es zudem, den Exploit durch das Setzen eingeschränkter Rechte für /dev/exynos-mem zu blockieren oder wieder freizugeben.

Darüber hinaus hat der Nutzer AndreiLux einen ersten Patch veröffentlicht(öffnet im neuen Fenster) , um den Fehler zu korrigieren. Er enthält eine Ausnahme für die Kamera-App, so dass diese nicht blockiert wird.


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