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Samsungs Galaxy Buds 4 Pro im Test: Für Käufer ist das Apple-Konzept einfach Mist

Die Galaxy Buds 4 Pro sind die bisher besten Bluetooth-Hörstöpsel von Samsung . Unnötige Limitierungen machen sie allerdings nicht konkurrenzfähig.
/ Ingo Pakalski
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Samsungs Galaxy Buds 4 Pro im Test (Bild: Martin Wolf/Golem)
Samsungs Galaxy Buds 4 Pro im Test Bild: Martin Wolf/Golem
Inhalt
  1. Samsungs Galaxy Buds 4 Pro im Test: Für Käufer ist das Apple-Konzept einfach Mist
  2. Die Galaxy Buds 4 Pro klingen gut
  3. Samsung kopiert den Apple-Ansatz
  4. Samsung Galaxy Buds 4 Pro: Verfügbarkeit und Fazit

Samsung hat bei den Galaxy Buds 4 Pro nicht nur das Design der Hörstöpsel verändert, auch das Ladeetui wurde im Vergleich zum Vorgänger, den Galaxy Buds 3 Pro, neu gestaltet. Beim Innenleben hat Samsung ebenfalls viele Verbesserungen vorgenommen, die im Test überzeugen konnten. Insgesamt fällt er dennoch sehr durchwachsen aus, denn einiges hat Samsung sehr schlecht umgesetzt.

Doch fangen wir mit dem Positiven an. Auch das neue Modell wird wieder ins Ohr gehängt, was ein angenehmes Tragegefühl auch über mehrere Stunden bringt. Außerdem können wir damit auf der Seite liegen, ohne dass es drückt. Weiterhin gibt es aber nur Aufsätze in drei Größen, manche Konkurrenz bietet hier deutlich mehr Auswahl.

Geblieben ist der Stiel für die Steuerung, nur ist er erfreulicherweise nicht mehr dreieckig; das vereinfacht die Bedienung und sieht aus unserer Sicht auch eleganter aus. Auch das neue Modell ist wieder nach IP57 geschützt und übersteht einen Sturz ins Wasser.

Gute ANC-Leistung ohne Windempfindlichkeit

Deutliche Verbesserungen zeigen sich am Ladeetui der Galaxy Buds 4 Pro, weil die Hörstöpsel nicht mehr umständlich verdreht abgelegt werden müssen. Die Bauform ähnelt jener der Galaxy Buds 2 Pro, jetzt mit durchsichtigem Deckel. Ergänzend zur USB-C-Buchse unterstützt das Ladeetui drahtloses Laden.

Die Galaxy Buds 4 Pro liefern eine gute ANC-Leistung und schneiden etwas besser als das Vorgängermodell ab, gehören aber nach wie vor nicht zum Spitzenfeld. Gespräche in der Umgebung und viele Alltagsgeräusche werden kaum reduziert. Weiterhin gilt aber: Wenn wir Musik hören, brauchen wir nicht lauter zu stellen.

Wer allerdings mit den Samsung-Hörstöpseln mal ganz viel Ruhe haben will, wird das mit den Galaxy Buds 4 Pro nicht schaffen. Die Bose-Produkte bleiben die einzigen Bluetooth-Hörstöpsel mit einer ANC-Leistung wie bei großen Over-Ear-Kopfhörern.

Galaxy Buds 4 Pro haben eine Sirenenerkennung

Angenehmerweise hat Samsung das Grundrauschen im ANC-Modus reduziert, das bei den Galaxy Buds 3 Pro noch stören konnte. Ein besonderer Pluspunkt: Draußen sind keine pfeifenden Windgeräusche mehr zu hören. Dabei ist die Reduzierung der Windgeräusche der Galaxy Buds 4 Pro besonders effizient und lässt viele andere Produkte hinter sich, die bereits viel gegen Pfeifgeräusche tun.

Wie beim Vorgängermodell gibt es eine Sirenenerkennung, die aus unserer Sicht aber überflüssig ist. Falls eine Sirene erkannt wird, sollen die Galaxy Buds 4 Pro in den Transparenzmodus schalten; in mehreren Tests ist uns das nicht gelungen. In Anbetracht der nicht besonders hohen ANC-Leistung brauchen wir die Funktion nicht, weil Sirenenlärm von den Galaxy Buds 4 Pro ohnehin nur sehr schwach unterdrückt wird.

Verbesserter Transparenzmodus gut für unterwegs geeignet

Deutliche Verbesserungen zum Vorgängermodell gibt es im Transparenzbetrieb, der wesentlich natürlicher klingt, auch wenn er noch immer minimal gedämpft ist. Dennoch können wir die Stöpsel bei Unterhaltungen mit anderen im Ohr behalten und verstehen das Gesagte gut. In manchen Geräuschkulissen ist der Transparenzmodus sogar lauter, weil einige Geräusche verstärkt werden.

Auch beim Transparenzmodus wurde das Grundrauschen verringert, ist allerdings noch immer nicht ganz weg. Das fällt aber nur im Stillebetrieb auf und spielt für die meisten wohl keine Rolle. Die Anti-Windgeräusch-Technik greift auch im Transparenzmodus und schlägt hier etliche Konkurrenzgeräte deutlich. Das Samsung-Vorgängermodell versagt dabei jämmerlich.

Wir können eine Sprachaktivierung zuschalten und dann wird in den Transparenzmodus gewechselt, sobald die Person mit den Galaxy Buds 4 Pro spricht. Dabei wird laufende Musik allerdings lediglich leiser gestellt und nicht angehalten. Das schränkt den Nutzwert der Komfortfunktion ein, weil wir die Musik im Zweifel doch manuell anhalten müssen, um die Gegenseite verstehen zu können.

Eine Art Mischung aus ANC- und Transparenzmodus ist der Adaptivbetrieb. In diesem Modus werden bewusst mehr Geräusche als im ANC-Betrieb durchgelassen, aber wir hören weniger von der Umgebung als im Transparenzmodus. Es ist also so etwas wie ein zweiter Transparenzmodus, der zugleich versucht, den Krach der Umgebung etwas zu begrenzen.


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