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Samsung: Wasserdichtes Galaxy S7 Active ist nicht wasserdicht

In den USA ist Samsungs aktuelles Top-Smartphone Galaxy S7 in der angeblich besonders widerstandsfähigen Active-Version erhältlich. Tests eines Verbrauchermagazins zeigen allerdings, dass das Active-Gerät nicht wasserdicht ist und gleich zwei Mal kaputtgeht.
Aktualisiert am , veröffentlicht am / Tobias Költzsch
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Das Galaxy S7 Active von Samsung (Bild: Samsung)
Das Galaxy S7 Active von Samsung Bild: Samsung

Das US-amerikanische Verbrauchermagazin Consumer Reports(öffnet im neuen Fenster) hat das Samsung Galaxy S7 Active getestet und ist zu dem Schluss gekommen, die Outdoor-Version des Galaxy S7 nicht empfehlen zu können. Grund dafür ist, dass das Gerät nicht wie vom Hersteller versprochen wasserdicht ist.

Display nach 30 Minuten unter Wasser defekt

Das bisher nicht in Deutschland erhältliche Active-Modell soll Samsung zufolge 30 Minuten lang im Wasser, in einer Tiefe von 1,5 Metern, überstehen, ohne Schaden zu nehmen – dies entspricht der versprochenen Schutzart IP68. In den Tests von Consumer Reports hingegen waren nach 30 Minuten Wasserspuren im Gerät, zudem zeigte das Display ein gestörtes Bild an und reagierte nicht mehr. Auch im SIM-Slot waren Wasserspuren erkennbar.

Consumer Reports wiederholte den Test mit einem zweiten Gerät, um sicherzugehen, dass es sich nicht um einen Einzelfall handelte. Auch das zweite Gerät überstand den Test nicht funktionsfähig; auch nach mehreren Tagen blieben die Smartphones unbrauchbar.

Zwar lässt sich immer noch nicht ganz ausschließen, dass es sich um einen Chargenfehler handeln könnte, ein gutes Licht werfen die Tests auf das Gerät aber nicht. Beim normalen Galaxy S7 hatte Consumer Reports nichts am Wasserschutz auszusetzen, der identisch mit dem des Active-Modell ist – auch im Test von Golem.de fanden sich hier keine Schwächen.

Samsung will das Problem untersuchen

Samsung hat auf eine Anfrage von Consumer Reports erklärt, dass das Unternehmen nur "sehr wenige Berichte" über derartige Probleme erhalte. Ein Defekt der beiden Testgeräte sei nicht auszuschließen, Samsung wolle die Sache untersuchen. Das Galaxy S7 Active hat die gleiche Hardware-Ausstattung wie das Galaxy S7, soll aber zusätzlich weniger empfindlich gegen Umwelteinflüsse sein.

Nachtrag vom 21. Juli 2016, 12:50 Uhr

Samsung hat mittlerweile eingeräumt, dass beim Galaxy S7 Active ein Produktionsfehler aufgetreten ist. Der Fehler sei bereits korrigiert, so dass nur die ersten Modelle des Smartphones fehlerhaft in den Handel gelangt seien.


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