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Samsung: Update soll Fingerabdruck-Problem beim Galaxy S10 beheben

Die Fingerabdrucksensoren von Samsungs Galaxy-S10 -Geräten sollen sich künftig nicht mehr einfach mit Hilfe einer Folie überlisten lassen. Der südkoreanische Hersteller hat ein Update angekündigt. Dieses soll nun verteilt werden.
/ Tobias Költzsch , Sebastian Grüner
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Der Fingerabdrucksensor bei einem Galaxy S10+ (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Der Fingerabdrucksensor bei einem Galaxy S10+ Bild: Martin Wolf/Golem.de

Samsung wird einen Patch bezüglich der fehlerhaft arbeitenden Fingerabdrucksensoren in seinen Galaxy-S10-Geräten verteilen. Das berichtet Reuters(öffnet im neuen Fenster) unter Berufung auf das südkoreanische Unternehmen.

Mitte Oktober 2019 wurde bekannt, dass sich bei zahlreichen Galaxy-S10-Geräten der Fingerabdrucksensor mit Hilfe einer Silikonfolie austricksen lässt. Eine Nutzerin aus Großbritannien hatte eine Display-Schutzfolie für umgerechnet 3,10 Euro auf das Display ihres Smartphones geklebt, woraufhin sie es auch mit nicht registrierten Fingern entsperren konnte. Auf diese Weise konnten sich auch fremde Personen Zugang zu dem Gerät verschaffen.

Muster in Schutzfolie soll als Fingerabdruck erkannt worden sein

Mit dem Patch sollen diese Probleme nicht mehr auftreten. Das grundlegende Problem soll Samsung zufolge das "dreidimensionale Muster auf bestimmten Silikon-Schutzfolien" sein, das als Fingerabdruck erkannt werde. Dies hatte der Hersteller in einer Stellungnahme(öffnet im neuen Fenster) nach Bekanntwerden der Problematik erklärt.

Offenbar haben bestimmte Muster die eigentlichen Fingerabdrücke so weit überdeckt, dass das Smartphone einfach jeden Finger erkannte. Samsung selbst hatte in der Vergangenheit seine auf Ultraschall basierenden Fingerabdrucksensoren für sicherer erklärt, als Sensoren, die Finger mit Hilfe einer Kamera erkennen.

Samsung Galaxy S10 Plus – Test
Samsung Galaxy S10 Plus – Test (02:19)

Biometrische Verfahren zur Authentifizierung wie nun der Fingerabdrucksensor von Samsung lassen sich zudem immer wieder austricksen. Dem Sicherheitsforscher Jan Krissler alias Starbug gelang es in der Vergangenheit bereits mehrfach, biometrische Identifizierungsverfahren zu umgehen.

Nach dem Hack der Venenerkennung im vergangenen Jahr gibt es laut Starbug kaum noch biometrische Systeme, die nicht bereits umgangen wurden. Auf dem 31C3 2014 hatte er Angriffe auf Gesichts- und Iriserkennungssysteme präsentiert, im Jahr davor konnte er binnen weniger Tage Apples Fingerabdrucksystem Touch ID des iPhone 5S überwinden .


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