Rapid-Mode bringt SSD-Transferraten über das technisch Machbare

Mit der Evo-Serie wird Samsung auch die Magician-Software bald aktualisieren. Diese bietet zunächst für die Evo-Modelle und später auch für die Pro-Modelle einen sogenannten Rapid-Mode an. Die SSDs werden damit, zumindest virtuell, erheblich beschleunigt. Per Crystaldiskmark demonstrierte Samsung teils Transferwerte von über 1 GByte pro Sekunde. Technisch ist das über die aktuelle SATA-Schnittstelle nicht möglich.

  • Crystaldiskmark zeigt SSD-Benchmarkwerte an, die technisch über die SATA-Schnittstelle nicht möglich sind. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Insbesondere bei Queue Depth 1 soll der Rapid-Mode mit dem Arbeitsspeicher des Hosts einen erheblichen Leistungsgewinn bringen. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Zu erwartende Leistungssteigerung beim PC Mark Vantage (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Crystaldiskmark zeigt SSD-Benchmarkwerte an, die technisch über die SATA-Schnittstelle nicht möglich sind. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)

Im Hintergrund reserviert sich Samsung für den optionalen Rapid-Mode einen Teil des Arbeitsspeichers und begrenzt die Nutzung auf 1 GByte. Hier werden alle Zugriffe sozusagen in einer vorgeschalteten RAM-Disk gecached. Der Treiber merkt sich zudem, welche Daten über den Rapid-Mode beschleunigt werden sollen und legt ein Abbild auf der SSD dafür ab. Die SSD beschleunigt das System also erst nach dem Boot und nachdem das Abbild der häufig genutzten Daten in den Arbeitsspeicher kopiert wurde.

Hybridfestplatten arbeiten ähnlich

Vergleichbar ist das mit der Funktion von Hybridfestplatten, die auch SSHDs genannt werden. Nur dass bei SSHDs zusätzlicher, meist 8 GByte fassender Flashspeicher auf der Platine der Festplatte liegt. Bei maximaler Beschleunigung durchlaufen die Daten also zahlreiche Cache-Phasen. Zunächst landen sie im reservierten RAM-Bereich, werden von dort auf den bis zu 1 GByte großen DRAM der SSD bewegt, machen einen Zwischenstopp auf der SLC-Simulation, um bei der nächstbesten Gelegenheit, also wenn die SSD gerade wenig zu tun hat, an ihren endgültigen Ort innerhalb des TLC-Speichers bewegt zu werden.

  • Samsungs neue SSD-Serie gibt es mit bis zu 1 TByte. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Die SSD passt in alle Notebooks mit einem 2,5-Zoll-Schacht mit einer Bauhöhe von 7 mm. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Verwendet wird ein herkömmlicher SATA-Anschluss. Im Enterprise-Bereich nutzt Samsung bereits die nächste Anschlussgeneration. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Unterschiede zwischen der SSD 840 und der SSD 840 Evo (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Die IOPS-Werte wurden vor allem für die Queue Depth 1 verbessert.  (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Geschwindigkeit der Evo-Serie (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Hohe Schreibwerte werden vor allem durch eine neue Cache-Technik erreicht.  (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Dazu wird ein Teil des Speichers für die Simulation von SLC-Speicher verwendet, der schneller beschrieben werden kann, da beim 3-Bit-Design die Bits 2 und 3 langsamer beschrieben werden, so Samsung. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Leistungsaufnahme (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Bei Temperaturen oberhalb von 70 Grad Celsius drosselt die SSD 840 Evo ihre Leistung.
Samsungs neue SSD-Serie gibt es mit bis zu 1 TByte. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)

Für die Evo- und Pro-Modelle der 840er Serie hat Samsung zudem angekündigt, dass die SSDs per Firmware-Update später zusätzliche Verschlüsselungsstrategien unterstützen werden. Dazu gehört auch Microsofts Bitlocker. Vermutlich im September 2013 werden die ersten Modelle das Firmware-Update bekommen.

Die SSD 840 Evo wurde heute auf Samsungs SSD Global Summit vorgestellt und soll Anfang August die Nachfolge der Standard-840er-SSDs antreten. Zudem hat Samsung Pläne für den Umstieg auf NVM Express vorgestellt, was ein Teil der Ablösung von SATA ist. Samsung kündigte in Südkorea für das Jahr 2014 nicht nur die neue XS1715-Unternehmens-SSD an, sondern auch eine Roadmap hin zu NVMe-SSDs, die beispielsweise auch in Ultraboooks eingesetzt werden können.

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 Samsung SSD 840 Evo: Evo-Flashbausteine in 19 Nanometern mit simuliertem SLC
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