Samsung: Sparsamer LPDDR4-Speicher für Tablets und Smartphones

Samsung hat die Serienfertigung von DDR4-DRAM in der Low-Power-Variante aufgenommen. Damit können 2015 erste Geräte mit den neuen Speichern erscheinen, neue SoCs sind schon darauf vorbereitet.

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Die LPDDR4-Module
Die LPDDR4-Module (Bild: Samsung)

Mit einer Strukturbreite der 20-Nanometer-Klasse stellt Samsung ab sofort mobile DRAM-Chips nach dem Standard LPDDR4 her. Die genaue Größe der Verfahrenstechnik gibt das Unternehmen wie üblich nicht an, und auch die Kapazität ist wie bei DRAMs nur in Gigabit angegeben. 8 GBit speichert ein Chip, was also ein Gigabyte ergibt. Das wäre für moderne Geräte wie Smartphones und Tablets wenig Arbeitsspeicher, aber es können auch mehrere Chips in ein Gehäuse gesetzt sowie gestapelt werden. Vier davon ergeben also vier Gigabyte, was sich auch noch auf ein SoC als Package-on-Package montieren lässt.

Gegenüber dem heute üblichen LPDDR3 ist der neue Speichertyp nicht nur schneller, sondern auch sparsamer. Nur 1,1 Volt Versorgungsspannung sind nötig, bei der Desktop-Variante von DDR4 sind es noch 1,2 Volt, ebenso wie beim Vorgänger LPDDR2. Da zudem die Datenrate für ein Dual-Channel-System auf 25,6 GByte/s verdoppelt wurde, dauern Zugriffe weniger lang - die Speichercontroller können öfter in einen Schlafmodus geschaltet werden. Insgesamt erwartet Samsung bei von 2 auf 4 GByte verdoppelter Kapazität eines Geräts Energieeinsparungen von 40 Prozent für das Speichersystem.

Ein erstes SoC für LPDDR4 ist Qualcomms Snapdragon 810, es ist aber zu erwarten, dass zur CES im Januar 2015 oder spätestens zum MWC zwei Monate später weitere Chips angekündigt werden. Vor allem 64-Bit-SoCs, die Marvell und Nvidia auch schon herstellen, sind für den neuen Speichertyp prädestiniert, weil sie mehr als 4 GByte RAM adressieren können.

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