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LED-Röhren mit verbesserter Elektronik funktionieren auch an EVG-Lampen.
LED-Röhren mit verbesserter Elektronik funktionieren auch an EVG-Lampen. (Bild: Philips)

Samsung Semiconductor und Philips: EVG-kompatible LED-Röhren kommen

LED-Röhren mit verbesserter Elektronik funktionieren auch an EVG-Lampen.
LED-Röhren mit verbesserter Elektronik funktionieren auch an EVG-Lampen. (Bild: Philips)

Samsungs Halbleitersparte und dem niederländischen Konzern Philips ist es gelungen, LED-Röhren (LED-Tubes) zu konstruieren, deren Elektronik mit allen Elektronischen Vorschaltgeräten (EVG) funktioniert. LED-Lampen mit G13-Sockel sind dank der Retrofit-Lösung ohne teure Umrüstung machbar.

Philips und Samsungs Halbleitersparte werden auf der Light + Building neue LED-basierte Röhren zeigen, die mit elektronischen Vorschaltgeräten (EVG) kompatibel sind. Das erklärten die beiden Unternehmen Golem.de im Vorfeld der Lichtmesse. Bisher funktionieren LED-Retrofit-Leuchtmittel als Ersatz für Leuchtstoffröhren nur in konventionellen oder verlustarmen Vorschaltgeräten (KVG/VVG) nach einem Austausch des Starters. Andernfalls werden die LED-Röhren beschädigt. Doch Lampen mit solchen Vorschaltgeräten sind tendenziell alte Modelle.

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Moderne Lampen arbeiten mit einem EVG und konnten dementsprechend bisher nicht mit energiesparenden und quecksilberfreien Leuchtmitteln der neuen Generation bestückt werden. Das ändert sich nun durch die ersten EVG-Leuchtmittel, die einen Austausch ohne Neuverdrahtung und Neuzertifizierung möglich machen. Zudem bestehen LED-Röhren aus Kunststoff. Anwender müssen nicht mehr besonders aufpassen, dass Giftstoffe aus einer gebrochenen Leuchtstoffröhre entweichen.

Zunächst nur kleine Auswahl

Die LED-Leuchtmittel werden zunächst für den G13-Sockel (TL-D) angeboten. Instant-Fit-LEDs von Philips sollen für 1.500-mm-Lampen im September 2014 erscheinen. Wer 1.200-mm-Lampen hat, kann diese bereits mit 4.000 oder 6.500 Kelvin erwerben (PDF-Datenblatt). Die Kosten im Handel liegen bei etwa 40 Euro bei einer Lebenszeit von etwa 40.000 Stunden und bei 1.600 Lumen. Die Leistungsaufnahme liegt bei 16,5 Watt, der Farbwiedergabeindex bei 85. Samsung Semiconductor ist nicht so schnell und äußerte sich vorab noch nicht zur Verfügbarkeit der eigenen Röhrenlösung.

LED-Röhren arbeiten mit zahlreichen kleinen LEDs ähnlich einer Lichterkette und sind in der Regel deutlich teurer als Leuchtstoffröhren. Der Preis ist zudem von der Lichtmenge abhängig. Bei Retrofit-Röhren wird die Lichtstärke nicht ausschließlich durch die Länge (600, 900, 1.200, 1.500 mm) der Röhre bestimmt, sondern auch durch die Stärke der LEDs, so dass hier etwas mehr Flexibilität möglich ist als bei herkömmlichen Leuchtmitteln.

Trotz zahlreicher Einzel-LEDs kann nur ein geschultes Auge eine LED-Tube von einer Leuchtstoffröhre unterscheiden. Die Lichtverteilung wird nahezu identisch als einfarbige Fläche wahrgenommen, hier hat die Industrie in den vergangenen Monaten deutliche Fortschritte gemacht. Allerdings beschränkt sich die Lichtabgabe auf eine Richtung. Im Fall von Philips' Instant-Fit-LED sind es 140 Grad statt der 360 Grad von Leuchtstoffröhren. Außerdem benötigt die Elektronik an den Sockeln viel Platz, was bei Rasterleuchten für dunkle Stellen sorgen kann.

Leuchtmittel sind für IT-Firmen interessant

Philips ist einer der größten Hersteller von Leuchtmitteln und insbesondere bei Unternehmenslösungen von Bedeutung. Der Konzern, dessen Wurzeln sogar im Leuchtmittelmarkt liegen, hat erst vor Kurzem seine Fernsehsparte komplett an TP Vision abgegeben und will sich in Zukunft auf Leuchtmittel und Lampen konzentrieren.

Samsungs Halbleitersparte hat hingegen einen anderen Hintergrund und ist vor allem durch seine SSD-Serien 830 und 840 bei Endkunden bekannt. Mit LED-Lösungen will sie nun im lukrativen Lichtmarkt Marktanteile erobern. Auch Firmen wie Toshiba, Verbatim, Rambus und LG versuchen, gegen traditionelle Leuchtmittelhersteller wie die allgegenwärtige Marke Osram zu bestehen. Zudem gibt es zahlreiche Startups und Noname-Angebote.

Nachtrag vom 1. April 2014, 3:47 Uhr

Samsung erklärte uns auf der Light + Building, dass die ersten EVG-Röhren rechtzeitig zur nächsten Lichtsaison kommen, also ab September 2014, wenn es wieder dunkler wird. Das Unternehmen Ökotechnics bietet unter der Marke Eluxa ebenfalls LED-Röhren an, die EVG-kompatibel sind. Laut Datenblatt schwanken die Werte bei den Produkten deutlicher als bei der Konkurrenz.


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katzenpisse 01. Apr 2014

Welcher Normalnutzer weiß denn, welche SSD in seinem Rechner steckt?

NormanLeFreaque 01. Apr 2014

Haha. Guten morgen. Hast dich grad selbst in April geschickt... Der Artikel wurde um 3:47...

DebianFan 31. Mär 2014

EVG sind eher selten (bzw. die meisten Lampenkäufer zu geizig gewesen). Wozu also LED...

Lala Satalin... 31. Mär 2014

Vorteil ist auch, dass man die Lichtfarbe immer noch sieht, wenn man viel zu weit vor...

0xDEADC0DE 31. Mär 2014

1. Definiere Qualität. Osram ist durchaus eine Ware mit hohen Qualitätsanforderungen...



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