Abo
  • Services:
Anzeige
Samsung Pay hat einige Sicherheitsprobleme.
Samsung Pay hat einige Sicherheitsprobleme. (Bild: Donald Bowers/Getty Images)

Samsung Pay: Mit kopierten Tokens einkaufen

Samsung Pay hat einige Sicherheitsprobleme.
Samsung Pay hat einige Sicherheitsprobleme. (Bild: Donald Bowers/Getty Images)

Auf der Defcon hat ein Hacker verschiedene Angriffsszenarien gegen den Bezahldienst Samsung Pay vorgestellt, mit denen auf fremde Rechnung eingekauft werden kann. Samsung widerspricht einigen der Darstellungen, räumt aber Schwächen ein.

Der Hacker Salvador Mendoza hat auf der Defcon ein Angriffsszenario auf Samsungs Apple-Pay-Konkurrenz Samsung Pay vorgestellt. Dazu baute er sich ein kleines Gerät, mit dem er die von der Software generierten Authentifizierungstokens mitschneidet und diese dann für eigene Transaktionen missbraucht. Mendoza nutzt unter anderem das Magspoof-Design von Samy Kamkar.

Anzeige

Mendoza schreibt in einem Paper [PDF], dass es möglich sei, gültige Tokens auf Basis eines mitgeschnittenen Tokens vorauszuberechnen. Die Tokens sind jeweils für 24 Stunden, maximal aber für eine Transaktion gültig. Samsung schreibt in einem Statement, dass die Tokens auf Basis der vom Nutzer eingegebenen Zahlungsinformationen berechnet würden. Das Unternehmen bestreitet aber, dass die Tokens tatsächlich mit einfachen Mitteln berechnet werden könnten. Auch Mendoza spekuliert eher, dass dies möglich sei, als es wirklich zu beweisen.

Ein anderes von Mendoza vorgestelltes Angriffsszenario bestätigt Samsung indes, bezeichnet es aber als sehr unwahrscheinlich. Darin schneidet ein Angreifer mit einem selbstgebauten Gerät auf Basis eines Rasberry Pi Zero Tokens von Transaktionen mit und benutzt diese für eigene Transaktionen. Dazu müsste der Angreifer sich aber in unmittelbarer Nähe der Transaktion aufhalten, außerdem müsste die Transaktion mit einer Fehlermeldung abgebrochen werden. Der mitgeschnittene Token bliebe dann bis zu 24 Stunden gültig, ein Angreifer könnte die Information also zur Abwicklung einer selbstinitiierten Transaktion benutzen.

Es sei aber nicht möglich, aus dem mitgeschnittenen Token Rückschlüsse auf die hinterlegten Zahlungsinformationen wie zum Beispiel der Kreditkarte zu gewinnen, schreibt Samsung. Mendoza empfiehlt Samsung, nicht erfolgreich genutzte Tokens schneller als erst nach 24 Stunden zu entwerten, um Angriffe zu erschweren. Außerdem seien im Quellcode fest codierte Passwörter verwendet worden, um Informationen zu verschlüsseln. Dies sei keine angemessene Sicherheitsmaßnahme für einen solchen Dienst.

Tokens per Social Engineering einsammeln

Mendoza beschreibt auch einen Weg, mit dem sich Angreifer gültige Token verschaffen könnten. Sie könnten sich als Samsung-Mitarbeiter ausgeben und an einem öffentlichen Ort mit einem Stand platzieren. Dort könnten sie Passanten anbieten, ihnen die Funktionsweise von Samsung Pay an ihren eigenen Geräten zu demonstrieren und die erzeugten Tokens im Hintergrund sniffen. Solche Social-Engineering-Angriffe könnten bei einigen Nutzern durchaus Erfolg haben.

Samsung-Konkurrent Apple hat mit Apple Pay ein eigenes Zahlungssystem entwickelt. Weil Apple Pay die eingegebene Kreditkarteninformationen nur unzureichend prüft, haben Betrüger das System in der Vergangenheit immer wieder missbraucht, um damit Informationen aus Kreditkartendaten-Dumps für Zahlungen zu nutzen. Beide Zahlungsdienste sind derzeit in Deutschland nicht verfügbar und nur über Umwege nutzbar.


eye home zur Startseite
joypad 10. Aug 2016

Nicht Apple-Pay ist unsicher, sondern das Einmelden einer Kreditkarte als Zahlungsart...

Freiheit statt... 10. Aug 2016

...diese Tokens vorauszuberechnen, dann frage ich mich schon, wieso es dem Hacker dann...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. T-Systems International GmbH, München
  2. MICHELFELDER Gruppe über Baumann Unternehmensberatung AG, Raum Schramberg
  3. Robert Bosch GmbH, Leonberg
  4. Automotive Safety Technologies GmbH, Gaimersheim


Anzeige
Top-Angebote
  1. (alle Angebote versandkostenfrei, u. a. CoD: Infinite Warefare Legacy Edition 25,00€)
  2. 59,00€
  3. (alle Angebote versandkostenfrei, u. a. Yakuza Zero PS4 29€ und NHL 17 PS4/XBO 25€)

Folgen Sie uns
       


  1. Cortex-A75

    ARM bringt CPU-Kern für Windows-10-Geräte

  2. Cortex-A55

    ARMs neuer kleiner Lieblingskern

  3. Mali-G72

    ARMs Grafikeinheit für Deep-Learning-Smartphones

  4. Service

    Telekom verspricht kürzeres Warten auf Techniker

  5. BVG

    Fast alle U-Bahnhöfe mit offenem WLAN

  6. Android-Apps

    Rechtemissbrauch ermöglicht unsichtbare Tastaturmitschnitte

  7. Electro Fluidic Technology

    Schnelles E-Paper-Display für Video-Anwendungen

  8. Heiko Maas

    "Kein Wunder, dass Facebook seine Vorgaben geheim hält"

  9. Virtual Reality

    Oculus Rift unterstützt offiziell Roomscale-VR

  10. FTP-Client

    Filezilla bekommt ein Master Password



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Redmond Campus Building 87: Microsofts Area 51 für Hardware
Redmond Campus Building 87
Microsofts Area 51 für Hardware
  1. Windows on ARM Microsoft erklärt den kommenden x86-Emulator im Detail
  2. Azure Microsoft betreut MySQL und PostgreSQL in der Cloud
  3. Microsoft Azure bekommt eine beeindruckend beängstigende Video-API

3D-Druck bei der Bahn: Mal eben einen Kleiderhaken für 80 Euro drucken
3D-Druck bei der Bahn
Mal eben einen Kleiderhaken für 80 Euro drucken
  1. Bahnchef Richard Lutz Künftig "kein Ticket mehr für die Bahn" notwendig
  2. Flatrate Öffentliches Fahrradleihen kostet 50 Euro im Jahr
  3. Nextbike Berlins neues Fahrradverleihsystem startet

Panasonic Lumix GH5 im Test: Die Kamera, auf die wir gewartet haben
Panasonic Lumix GH5 im Test
Die Kamera, auf die wir gewartet haben
  1. Die Woche im Video Scharfes Video, spartanisches Windows, spaßige Switch

  1. Re: eigentlich müssten nun alle Hersteller...

    maverick1977 | 06:00

  2. Re: 1400W... für welche Hardware?

    Ach | 05:04

  3. Wie passt das mit der Vorratsdatenspeicherung...

    GaliMali | 04:38

  4. Re: Für was verwendet man den noch im Jahr 2017?

    GaliMali | 03:52

  5. Re: Siri und diktieren

    Proctrap | 02:15


  1. 06:00

  2. 06:00

  3. 06:00

  4. 12:31

  5. 12:15

  6. 11:33

  7. 10:35

  8. 12:54


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel