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Samsung: Konfigurationsdatei verursacht Probleme bei Blu-ray-Playern

Einige von Samsungs Blu-ray -Playern haben eine fehlerhafte Konfigurationsdatei heruntergeladen, die den Absturz des Betriebssystems zur Folge hat.
/ Tobias Költzsch
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Einer der betroffenen Blu-ray-Player: der BD-J5500 (Bild: Samsung)
Einer der betroffenen Blu-ray-Player: der BD-J5500 Bild: Samsung

Der Grund für die Probleme mit einer Reihe von Blu-ray-Playern von Samsung scheint gefunden: Wie The Register(öffnet im neuen Fenster) herausgefunden hat, versetzen sich die betroffenen Geräte aufgrund einer fehlerhaften XML-Konfigurationsdatei in eine Boot-Schleife, die sich nicht mehr durch ein weiteres Software-Update beheben lässt.

Ende Juni 2020 haben sich Nutzer der Geräte gemeldet und darüber beschwert, dass die Blu-ray-Player ohne ihr Zutun auf einmal nicht mehr funktionierten. Samsung zufolge handelt es sich bei den betroffenen Abspielgeräten um die Baureihen BD-H und BD-J sowie HT-H und HT-J aus den Jahren 2014 und 2015.

Die betroffenen Geräte haben neuen Erkenntnissen zufolge offenbar eine Datei von einem Samsung-Server heruntergeladen. Diese Konfigurationsdatei beinhaltet Informationen für den Player, welche Nutzerdaten an Samsung übertragen werden sollen.

Datei wird bei Netzwerkverbindung automatisch heruntergeladen

Der Download der Datei mit den Anweisungen geschieht unabhängig davon, ob Nutzer einer Verwendung der Daten tatsächlich zugestimmt haben oder nicht. Falls sie nicht zugestimmt haben, werden auch keine Informationen übermittelt – die Anweisungen, welche Daten im Falle einer Zustimmung übertragen werden sollen, holt sich der Blu-ray-Player aber trotzdem.

Daher sind auch Nutzer betroffen, die ihr Abspielgerät ausschließlich für die Wiedergabe von Blu-rays verwenden, es aber an das Internet angeschlossen haben. Auch wenn nie ein Firmware-Update heruntergeladen wurde, besorgen sich die Geräte die fehlerhafte XML-Datei.

Samsung hat die Datei Ende Juni 2020 auf seinen Servern ausgetauscht. Bereits betroffene Player können allerdings nicht durch ein weiteres Software-Update repariert werden. Die XML-Datei wird The Register zufolge bei jedem Bootvorgang neu erstellt und führt zu einem Absturz des Betriebssystems – noch bevor eine neue Datei heruntergeladen werden kann.

Geräte müssen von Samsung repariert werden

Entsprechend müssen betroffene Geräte eingeschickt und von Samsung repariert werden . Dafür hat der Hersteller eine spezielle Webseite bereitgestellt.


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