Samsung: Klage wegen Kameraglas des Galaxy S20 eingereicht

In den USA hat die Anwaltskanzlei Hagens Berman eine Sammelklage gegen Samsung eingereicht. Grund für die Klage ist, dass bei einigen Geräten der Galaxy-S20-Reihe das Kameraglas ohne besonderes Zutun der Nutzer zerspringt.
Dies soll an einem Konstruktionsfehler liegen, was Samsung aber offenbar nicht so sieht. Wie XDA Developers schreibt(öffnet im neuen Fenster) , soll der Hersteller das kaputte Glas für eine Gebühr von 400 US-Dollar reparieren, und die Kosten nicht im Rahmen der Garantie übernehmen.
Der Kanzlei zufolge(öffnet im neuen Fenster) betrifft das Problem folgende Modelle: Galaxy S20, Galaxy S20+, Galaxy S20 Ultra 5G, Galaxy S20+ 5G, Galaxy S20 5G, Galaxy S20 Ultra LTE, Galaxy S20 FE und Galaxy S20 FE 5G. Das Glas soll bei einigen Nutzern ohne Einwirkung von außen gesprungen sein.
Kamera und IP-Rating sind hin
Durch das defekte Glas ist die Kamera nicht mehr nutzbar. Zudem ist die Wasserdichte nach IP68 nicht mehr gegeben, da das Smartphone-Gehäuse dann eine offene Stelle hat.
Entgegen der Aussage der Kanzlei scheint das Problem kein besonders häufiges zu sein, für betroffene Nutzer stellt es aber sicherlich ein großes Problem dar. Bei einer Sammelklage in den USA tritt eine Gruppe als Kläger auf, die durch einen Anwalt vertreten wird. Dieser erhält sein Honorar basierend auf der Höhe der Entschädigungszahlung.
Es handelt sich dabei um eine zivilrechtliche Klage, bei der einzelne Personen nur nachweisen müssen, dass sie zur betroffenen Gruppe gehören - aber keinen vollständigen Nachweis über die Beschädigung nachweisen müssen. In Deutschland gibt es eine vergleichbare Klageform nicht. Entsprechend können auch nur Bürger der USA an der Klage teilnehmen.



