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Samsung Gear VR im Test: Ich liebe das umschnallbare Heimkino!

Obwohl es nur ein Head-mounted Smartphone ist, bietet Samsungs Gear VR das bessere VR-Erlebnis als Oculus' Rift Dev Kit 2. Technische Schwachpunkte gibt es; auch bei den wenigen Apps stört, dass sich Entwickler Oculus nicht an die eigenen Regeln hält.

Artikel von veröffentlicht am
Das Gear VR
Das Gear VR (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Als ich vor rund anderthalb Jahren zum ersten Mal ein Smartphone als VR-Option ausprobiert und später getestet habe, war ich von der Idee überzeugt - nicht aber von der Umsetzung. Zu langsam die Sensoren, die Grafik simpel bis zweckmäßig. Samsungs Ankündigung, gemeinsam mit Oculus ein Head-mounted Smartphone zu entwickeln, begeisterte mich: Hier könnte es klappen, denn die richtige Hardware trifft auf die passende Software.

Inhalt:
  1. Samsung Gear VR im Test: Ich liebe das umschnallbare Heimkino!
  2. Das App-Angebot ist ausbaufähig
  3. Verfügbarkeit und Fazit

Mittlerweile ist das Gear VR genannte Gestell im Samsung-Shop erhältlich. Wer legt sich so ein Teil zu? Vor allem die Verrückten, die jedes Head-mounted Whatever ausprobieren möchten, dessen sie habhaft werden können. Zu denen gehöre ich - ich leihe mir also das Galaxy Note 4 von einem Kumpel.

Im Shop muss ich beim Kauf des Gear VR bestätigen, dass ich verstanden habe, dass sich das Gestell an Entwickler und Early Adopter richtet und mir bewusst ist, dass ein Galaxy Note 4 vorausgesetzt wird. Eigentlich sollte ich mir die Produktwarnungen durchlesen, aber das Häkchen ist schon gesetzt.

Einige Tage nach der Bestellung sind Gestell und Smartphone bei mir und ausgepackt. Die Einrichtung ist weitaus simpler als etwa bei einem Dev Kit des Oculus Rift: Kurz prüfen, ob die Firmware des Galaxy Note 4 auf dem aktuellen Stand ist, dann abschalten, die mitgelieferte Micro-SD-Karte mit vorinstallierten Multimedia-Inhalten einschieben und wieder anschalten.

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Dann wird das Smartphone mit dem 5,7-Zoll-Display nach innen in das Gear VR geschoben, ein Micro-USB-Port stellt die Verbindung zwischen beiden her. Die Klickhalterung macht einen stabilen Eindruck, selbst bei heftigem Schütteln hält sie das Galaxy Note 4 fest an seinem Platz. Apropos Platz: Das Gear VR ist kabellos, ich kann es also überall hin mitnehmen.

Schwerer als das Rift Dev Kit 2, aber dennoch bequemer

Ich als Brillenträger lasse meine Sehhilfe auf der Nase, gerade bei Diplopie oder einer Hornhautverkrümmung ist das wichtig. Der einstellbare Augenabstand (Interpupillary Distance, IPD) reicht von 55 bis 71 mm, das dargestellte Sichtfeld ist mit 96 Grad minimal beengter als beim Rift Dev Kit 2. Aus den Lautsprechern des Galaxy Note 4 schallt kurz nach dem Aufsetzen ein kurzes "Pling!", denn der Annäherungssensor hat erkannt, dass ich das Gear VR aufgesetzt habe.

Der Startbildschirm erscheint, dann ein zweiter: "Bitte entnehmen Sie das Galaxy Note 4, um die Installation abzuschließen" - kein Scherz. Mit aktiver WLAN-Verbindung ist die in Zusammenarbeit mit Oculus entwickelte Software schnell aufgespielt, seit dem Auspacken sind keine 15 Minuten vergangen. Kein Vergleich zum Rift Dev Kit 2, bei dem die Einrichtung je nach Spiel schon mal eine Stunde dauern kann.

  • Samsung Gear VR (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Samsung Gear VR (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Samsung Gear VR (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Samsung Gear VR (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Samsung Gear VR (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Samsung Gear VR (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Samsung Gear VR (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Samsung Gear VR (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das OLED-Panel des Galaxy Note 4 nutzt eine RGBG-Pentile-Martix. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Das Home-Menü (Screenshot: Golem.de)
  • Oculus Cinema (Screenshot: Golem.de)
  • Lebensechter Kinosaal im Oculus Cinema (Screenshot: Golem.de)
  • Das Optionsmenü (Screenshot: Golem.de)
  • Herobound ist eine Art Zelda für das Gear VR. (Screenshot: Golem.de)
Samsung Gear VR (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Ich schiebe das Smartphone wieder ein, stecke zusätzlich die getönte Schutzklappe an und ziehe mir das Gear VR über. Es fühlt sich dank der beiden dick gepolsterten Haltegurte und der geringen Tiefe leicht an, dabei wiegt es mit 555 Gramm deutlich mehr als das ausladende Rift Dev Kit 2. Auf kleinen Köpfen, etwa denen von Kindern, wackelt das Gear VR dafür ziemlich - schade, dass die Halterung nicht enger eingestellt werden kann. Ich finde die Gurte besser als beim Rift Dev Kit 2, mehreren Kollegen behagt das steife System weniger.

Drahtlose Immersion und intuitive Bedienung

Nun bin ich gespannt: Bei welchen Teilaspekten schlägt sich das Gear VR samt Galaxy Note 4 besser als das Rift Dev Kit 2 oder gar das Crescent Bay? Liefert der Snapdragon 805 genügend Leistung für das hochauflösende Display, wie arbeitet er mit Oculus' Head Tracker zusammen und wie tief ist die Immersion?

Ja, Immersion ist ein Wort, das ich gerne verwende. Es umschreibt, wie sehr ich in die virtuelle Realität eintauche, die echte Welt vergessen kann. Das macht den Reiz von Oculus Rift, Gear VR und Co. aus: Orte bereisen und Dinge erleben, die es sonst nicht gibt. Anders als bei einem normalen Spiel oder Film bin ich, wenn's wirklich funktioniert, dank 3D-Optik und Head Tracking jedoch wirklich mittendrin statt nur vornedran.

  • Samsung Gear VR (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Samsung Gear VR (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Samsung Gear VR (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Samsung Gear VR (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Samsung Gear VR (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Samsung Gear VR (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Samsung Gear VR (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Samsung Gear VR (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das OLED-Panel des Galaxy Note 4 nutzt eine RGBG-Pentile-Martix. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Das Home-Menü (Screenshot: Golem.de)
  • Oculus Cinema (Screenshot: Golem.de)
  • Lebensechter Kinosaal im Oculus Cinema (Screenshot: Golem.de)
  • Das Optionsmenü (Screenshot: Golem.de)
  • Herobound ist eine Art Zelda für das Gear VR. (Screenshot: Golem.de)
Das Home-Menü (Screenshot: Golem.de)

Ist das Gear VR einmal aufgesetzt, erscheint der Begrüßungsbildschirm und ich nutze zum ersten Mal das Touchpad rechts am Gestell. Es reagiert sensibel, ist fast schon ein bisschen zu feinfühlig. Die Touchbedienung klappt intuitiv, per Antippen bestätige ich meine Auswahl. Der Knopf oberhalb des Touchpads dient als Zurück-Taste, ich finde ihn jedoch nie auf Anhieb, was mich nervt.

Drücke ich lange darauf, öffnet sich das Optionsmenü. Hier ändere ich die Displayhelligkeit, sehe die verbleibende Akkukapazität und schalte die Kamera des Galaxy Note 4 ein. Die filmt dann meine Umgebung, so muss ich das Gear VR nicht absetzen.

Das App-Angebot ist ausbaufähig 
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Trollfeeder 29. Jan 2015

Und was soll ich mir damit anschauen? Angry Birds 3D? Oder gibt es für das Note4 Spiele...

Moe479 24. Jan 2015

naja ... bumper sind schoncon berechtigt um nicht so schnell die "spiderman-app" zu...

ms (Golem.de) 23. Jan 2015

Import via Bekannten wäre eine Idee. Oder sie im US-Urlaub oder im Rahmen der CES abholen.

S-Talker 22. Jan 2015

Unter anderem weil beide Augen versuchen auf den gleichen Punkt zu schauen. Mit dem...

developwork 21. Jan 2015

Ich kann dem Autor vollkommen Recht geben. Ichhab mir mit meinem Bastel-Cardboard und...


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