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Das Gear VR
Das Gear VR (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Das App-Angebot ist ausbaufähig

Zurück im Oculus Home genannten Hauptmenü justiere ich erst einmal die Schärfe-Ebene. Anders als beim Rift Dev Kit 2 muss ich dazu nicht seitlich am Head-mounted Display fummeln oder gar die Linsen wechseln, sondern drehe an einem Rädchen oben auf dem Gear VR.

Mir gefällt diese Lösung besser, da sie viel weniger wackelanfällig ist. Dafür bemerke ich anschließend zwei Dinge: Ein Fliegengitter-Effekt ist vorhanden, aber vergleichsweise gering. Display und Head Tracking sind langsamer als vom Rift Dev Kit 2 gewohnt, zudem fehlt Positional Tracking.

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  • Samsung Gear VR (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Samsung Gear VR (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
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  • Samsung Gear VR (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das OLED-Panel des Galaxy Note 4 nutzt eine RGBG-Pentile-Martix. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Das Home-Menü (Screenshot: Golem.de)
  • Oculus Cinema (Screenshot: Golem.de)
  • Lebensechter Kinosaal im Oculus Cinema (Screenshot: Golem.de)
  • Das Optionsmenü (Screenshot: Golem.de)
  • Herobound ist eine Art Zelda für das Gear VR. (Screenshot: Golem.de)
Das OLED-Panel des Galaxy Note 4 nutzt eine RGBG-Pentile-Martix. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)

Die Auflösung des OLED-Panels des Galaxy Note 4 liegt bei 2.560 x 1.440 Pixeln, also fast doppelt so viel wie die 1.920 x 1.080 Bildpunkte des Rift Dev Kit 2. Subjektiv und mit einigen Tagen Abstand behaupte ich, der Fliegengitter-Effekt sei beim Crescent Bay noch geringer, wenn auch weiterhin sichtbar.

Durch die neuen Linsen des Gear VR fallen die chromatischen Aberrationen in Kombination mit meiner Brille weniger auf, rein von der Geschwindigkeit her scheint der Snapdragon 805 im Smartphone flott genug zu sein, um die Abbildungsfehler der Linsen herauszurechnen.

Dafür stört ein wenig das Kantenflimmern, welches bei den UE-4Demos für das Crescent Bay durch extrem aufwendiges Supersampling begrenzt wurde. Das Aliasing ist übrigens auch auf die RGBG-Pentile-Matrix zurückzuführen, das Samsung-Panel zeigt weniger Subpixel als eine RGB-Matrix mit gleicher Auflösung. Post-Processing wie FXAA scheint Oculus nicht einzusetzen.

  • Samsung Gear VR (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
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  • Das OLED-Panel des Galaxy Note 4 nutzt eine RGBG-Pentile-Martix. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Das Home-Menü (Screenshot: Golem.de)
  • Oculus Cinema (Screenshot: Golem.de)
  • Lebensechter Kinosaal im Oculus Cinema (Screenshot: Golem.de)
  • Das Optionsmenü (Screenshot: Golem.de)
  • Herobound ist eine Art Zelda für das Gear VR. (Screenshot: Golem.de)
Samsung Gear VR (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Zurück zum Hauptmenü: Mit Kopfbewegungen dirigiere ich einen Cursor auf Unterpunkte, wähle sie per Tippen an, und durch Wischen über das Touchpad scrolle ich beispielsweise die verfügbaren Filmtrailer durch. Das funktioniert wunderbar flüssig und wirkt gut durchdacht. Bei besonders schnellen Bewegungen kommt das Head Tracking im Gear VR allerdings nicht hinterher, auch die nur 60 statt 75 Hz Bildwiederholungsrate machen sich bemerkbar.

Noch mangelt es an einer Vielzahl überzeugender Inhalte

Das finde ich weniger tragisch, die wenigsten Spiele (etwa Proton Pulse) des Gear VR erfordern hektische Kopfgymnastik. Viel störender für alle, die das Rift Dev Kit 2, das Crystal Cove oder das Crescent Bay kennen: Es gibt keine externe Kamera, ergo kein Positional Tracking. Sich nach vorne zu lehnen, gelingt ebenso wenig wie seitliche Bewegungen. Das ist aber zugegeben Jammern auf hohem Niveau, denn die meisten Apps sind darauf ausgelegt, zurückgelehnt zu schauen oder zu spielen.

Zu meinen absoluten Favoriten gehört Oculus Cinema: Die App simuliert ein Heimkino, einen großen Filmsaal, die Mondoberfläche oder eine Leinwand in absoluter Dunkelheit (Schwarz bedeutet bei OLED: aus). Ich stecke meine Gehörganghörer, neudeutsch In-Ears, ins Gear VR und lehne mich zurück - gleich startet der dritte Hobbit in 3D. Ich sitze im großen Filmsaal, vor mir eine gigantische Leinwand. Fast meine ich, leise Stimmen und Popcorn-Geraschel zu hören, dabei bin ich ganz alleine.

  • Samsung Gear VR (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
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  • Das OLED-Panel des Galaxy Note 4 nutzt eine RGBG-Pentile-Martix. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Das Home-Menü (Screenshot: Golem.de)
  • Oculus Cinema (Screenshot: Golem.de)
  • Lebensechter Kinosaal im Oculus Cinema (Screenshot: Golem.de)
  • Das Optionsmenü (Screenshot: Golem.de)
  • Herobound ist eine Art Zelda für das Gear VR. (Screenshot: Golem.de)
Oculus Cinema (Screenshot: Golem.de)

Das Mittendrin-Gefühl ist grandios, da Oculus nicht nur auf die Grafikqualität der Sitzreihen Wert gelegt, sondern auch an kleine Details wie die Beleuchtung gedacht hat. Bei hellen Filmszenen erstrahlen die Reihen vor mir, in dunklen Passagen erkenne ich kaum den nächsten Sitz. Da der Akku des Gear VR grob vier Stunden durchhält, weiß ich schon jetzt, was ich auf dem nächsten Langstreckenflug mache.

Umso nerviger, dass nicht allen Apps diese Aufmerksamkeit gewidmet wurde: Oculus 360 Video etwa zeigt häufig niedrig aufgelöstes Material, ich habe keine Kontrolle über den Schnitt und die schwenkende Kamera. Dabei lautet einer der Grundsätze für virtuelle Realität: Entziehe dem Nutzer nie die Kontrolle über die Blickrichtung! Immerhin werden Schwarzblenden verwendet, das macht den Wechsel zu einer anderen Szene erträglicher. Besonders nervig: Ich kann die Videos nur pausieren oder neu starten, nicht aber an eine bestimmte Stelle springen oder spulen.

Bedeutend cooler finde ich Unity-Demos wie BluVR, eine Art gerenderte Doku über verschiedene Lebensräume und die dort heimischen Tiere. Die Kamera fährt äußerst gemächlich geradeaus und stoppt häufig - viel besser als bei Oculus 360 Video, allerdings sind die Animationen schwach.

  • Samsung Gear VR (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
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  • Das OLED-Panel des Galaxy Note 4 nutzt eine RGBG-Pentile-Martix. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
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  • Lebensechter Kinosaal im Oculus Cinema (Screenshot: Golem.de)
  • Das Optionsmenü (Screenshot: Golem.de)
  • Herobound ist eine Art Zelda für das Gear VR. (Screenshot: Golem.de)
Herobound ist eine Art Zelda für das Gear VR. (Screenshot: Golem.de)

Generell basieren die meisten Inhalte auf der Unity-Engine, viel mehr als Demos gibt es aber nicht. Umfangreichere Spiele wie Oculus' stark an Zelda erinnernde Herobound sind die Ausnahme. Ob ich meinen kleinen Goblin aber aus der Iso-Perspektive mit Gamepad steuere und die Kamera per Maus oder mittels Head Tracking bewege, nun ja - nach zehn Minuten ist es egal.

In dieser Zeit heizt sich das Galaxy Note 4 außerdem stark auf und die Linsen beschlagen, was bei Oculus 360 Cinema nicht passiert.

 Samsung Gear VR im Test: Ich liebe das umschnallbare Heimkino!Verfügbarkeit und Fazit 

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Trollfeeder 29. Jan 2015

Und was soll ich mir damit anschauen? Angry Birds 3D? Oder gibt es für das Note4 Spiele...

Moe479 24. Jan 2015

naja ... bumper sind schoncon berechtigt um nicht so schnell die "spiderman-app" zu...

ms (Golem.de) 23. Jan 2015

Import via Bekannten wäre eine Idee. Oder sie im US-Urlaub oder im Rahmen der CES abholen.

S-Talker 22. Jan 2015

Unter anderem weil beide Augen versuchen auf den gleichen Punkt zu schauen. Mit dem...

developwork 21. Jan 2015

Ich kann dem Autor vollkommen Recht geben. Ichhab mir mit meinem Bastel-Cardboard und...



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