Samsung: Galaxy S9 verkauft sich weniger gut als erwartet

Der südkoreanische Hersteller Samsung hat in seinem Finanzbericht(öffnet im neuen Fenster) zum zweiten Quartal 2018 zugegeben, dass sich das Galaxy S9 nicht so gut wie erwartet verkauft. Das Unternehmen macht die schleppenden Verkäufe seines Topgerätes mitverantwortlich für einen leicht rückläufigen Gewinnzuwachs, wie unter anderem Techcrunch meldet(öffnet im neuen Fenster) .
Samsung konnte im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2018 ein Gewinnwachstum von 5,7 Prozent vermelden, der Gewinn beträgt umgerechnet knapp über 11,3 Milliarden Euro. Das entspricht dem schwächsten Quartalswachstum seit Anfang 2017. Die Einkünfte sanken um vier Prozent.

Samsung macht neben Saisonalität und der Konkurrenz aus China das Abschneiden des Galaxy S9 verantwortlich für den rückläufigen Gewinnzuwachs. Der Hersteller spricht in dem Bericht von Verkaufszahlen, die unter den Erwartungen liegen.
Mit dem Galaxy S9 hat Samsung erstmals seine neue Kamera mit variabler Blende verbaut. Das Smartphone kommt wie der Vorgänger mit einem sogenannten Edge-Display, bei dem die Ränder abgerundet sind. Anders als das größere Plus-Modell kommt das Galaxy S9 nicht mit einer Dualkamera.
Im Test von Golem.de haben die variablen Blenden gut funktioniert, offenbar hat die Funktion aber weniger Kunden vom Kauf überzeugt. Das Galaxy S9 ist zwar leistungsfähiger als das Galaxy S8, bietet aber bis auf die Kamera kaum nennenswerte neue Funktionen. Und auch die Kamera des Galaxy S8 macht gute Fotos, was mögliche Käufer ebenfalls abgehalten haben könnte.
Druck seitens chinesischer Hersteller
Stark unter Druck gesetzt wird Samsung von chinesischen Herstellern wie Xiaomi und Huawei. Mit dem P20 Pro hat Huawei beispielsweise ein Topsmartphone abgeliefert, das das Galaxy S9 bezüglich der Kamera in den Schatten stellt.
