Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Samsung Galaxy S5: Topsmartphone mit speziellem Stromsparmodus für 660 Euro

MWC2014
Samsung hat das Galaxy S5 vorgestellt, das in einem wasserdichten Gehäuse steckt, eine 16-Megapixel-Kamera hat und mit einem Fingerabdrucksensor ausgestattet ist. Das in Gerüchten kolportierte hochauflösende Display ist nicht eingebaut. Das Galaxy S5 kommt im April für 661 Euro auf den Markt.
Aktualisiert am , veröffentlicht am / Ingo Pakalski
435 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
Samsungs Galaxy S5 (Bild: Fabian Hamacher/Golem.de)
Samsungs Galaxy S5 Bild: Fabian Hamacher/Golem.de

Viele der im Vorfeld verbreiteten Gerüchte zum Galaxy S5 haben sich nicht bewahrheitet: Samsung hat sein neues Topsmartphone auf dem Mobile World Congress 2014 in Barcelona auf einer eigenen Unpacked-Veranstaltung vorgestellt. Es wurde erwartet, dass es wahlweise ein Metallgehäuse hat, aber es ist weiterhin mit einem Kunststoffgehäuse ausgestattet. Auch gibt es nicht den erwarteten hochauflösenden Bildschirm mit 2.560 x 1.440 Pixeln.

Samsung Galaxy S5 - Hands on (MWC 2014)
Samsung Galaxy S5 - Hands on (MWC 2014) (01:28)

5,1 Zoll groß ist das Super-Amoled-Display im Galaxy S5 und es erreicht eine Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixeln, die auch schon im Galaxy S4 verwendet wurde. Die wesentlichen Neuerungen des Galaxy S5 sind der eingebaute Fingerabdrucksensor, ein spezieller Stromsparmodus und die IP67-Zertifizierung. Damit ist es gegen Verschmutzung und Eindringen von Wasser geschützt und soll in einem Meter Wassertiefe bis zu 30 Minuten ohne Einschränkungen genutzt werden können. Das Galaxy S4 hatte noch ein reguläres Gehäuse, nur das Galaxy S4 Active gibt es mit einem wasserdichten Gehäuse.

In den Homebutton hat Samsung einen Fingerabdrucksensor eingebaut, mit dem sich das Gerät entsperren lässt. Außerdem lassen sich damit Einkäufe im Internet autorisieren, vorerst werden nur Paypal-Einkäufe unterstützt. Einkäufe in Googles Play Store sind damit nicht möglich. Zur Autorisierung muss der Finger über den Sensor geschoben werden, so dass ein Entsperren mit einer Hand nur schwer möglich ist.

16-Megapixel-Kamera

Die Hauptkamera mit 16 Megapixeln hat einen verbesserten Autofokus, der in 0,3 Sekunden scharfstellen soll. Neu ist ein verbesserter HDR-Modus, der das zu erwartende Foto bereits im Sucherbild zeigt. Der Nutzer kann den Fokuspunkt beliebig bestimmen und so den Hintergrund bequem unscharf bekommen. Unterhalb des Objektivs der Kamera befindet sich ein Herzschlagmesser, der Nutzer muss dazu nur den Finger auf dem Sensor ablegen. Auf der Vorderseite gibt es für Videokonferenzen eine 2-Megapixel-Kamera.

Das Smartphone hat lediglich 2 GByte Arbeitsspeicher und wird wahlweise mit 16 oder 32 GByte Flash-Speicher angeboten. Ein 64-GByte-Modell ist nicht geplant. Eigentlich war erwartet worden, dass Samsung in das neue Topmodell 3 GByte einbaut, wie es etwa Sony vormacht. Samsungs Topmodell hat einen Steckplatz für Micro-SD-Karten, die maximal 64 GByte groß sein dürfen. Aller Voraussicht nach wird dabei auch App2SD unterstützt, um Android-Apps auf eine Speicherkarte auslagern zu können.

O2 und Deutsche Telekom verkaufen das Galaxy S5

Das Galaxy S5 läuft mit Qualcomms Quad-Core-Prozessor Snapdragon 801, der mit einer Taktrate von 2,5 GHz arbeitet. Auch Konkurrent Sony verwendet Xperia Z2 das neue Qualcomm-Modell. Damit wurde die Prozessorleistung im Vergleich zum Galaxy S4 geringfügig erhöht.

Samsung bringt das Galaxy S5 gleich mit der aktuellen Android-Version 4.4.2 alias Kitkat. Darauf läuft Samsungs Bedienoberfläche Touchwiz. Das Galaxy S5 arbeitet in LTE-Netzen, unterstützt UMTS, GSM sowie Dual-Band-WLAN samt ac-Standard, NFC und Bluetooth 4.0.

Spezieller Akkustromsparmodus

Samsung hat in das Galaxy S5 einen neuartigen Stromsparmodus eingebaut. Wenn der Akku fast leer ist, werden alle Anzeigen auf schwarz-weiß geschaltet und dann soll sich das Smartphone noch locker 24 Stunden benutzen lassen. Im Smartphone wird ein 2.850-mAh-Akku verwendet, der ohne Probleme gewechselt werden kann. Bei einem Gewicht von 145 Gramm misst das Smartphone 142 x 72,5 x 8,1 mm.

Samsung will das Galaxy S5 weltweit am 11. April 2014 auf den Markt bringen. Was es kosten wird, hat der Hersteller nicht bekanntgegeben. Es dürfte preislich auf dem Niveau des Xperia Z2 liegen, das Sony ebenfalls auf dem Mobile World Congress vorgestellt hat und das 600 Euro kosten soll. Zum Vergleich: Das Galaxy S4 hatte Samsung vor knapp einem Jahr noch zum Preis von 650 Euro auf den Markt gebracht.

Nachtrag vom 25. Februar 2014, 9:48 Uhr

Sowohl O2 als auch die Deutsche Telekom haben bereits bekanntgegeben, das Galaxy S5 auf den Markt bringen zu wollen. Bei der Telekom kann das Galaxy S5 mit einem Laufzeitvertrag(öffnet im neuen Fenster) bestellt werden. Im kleinsten Complete-Comfort-Tarif kostet das Smartphone dann noch 350 Euro. Einen Preis ohne Vertrag nennt der Mobilfunknetzbetreiber nicht. Bei O2 kostet das Smartphone mit zweijähriger Ratenzahlung insgesamt 661 Euro. Samsung wollte auch auf Nachfrage noch keinen Gerätepreis für das Galaxy S5 nennen. Die Überschrift und der Vorspann wurden aktualisiert.

Nachtrag vom 25. Februar 2014, 16:45 Uhr

Wie unter anderem Androidcentral(öffnet im neuen Fenster) bemerkt hat, stehen dem Käufer eines Galaxy S5 mit 16 GByte gerade mal 7,8 GByte zur Verfügung. Bereits beim Galaxy S4 waren die Nutzer der 16-GByte-Ausführung enttäuscht, dass sie weniger Speicher im Gerät haben als sich angesichts der Spezifikationen erwarten ließ. Um so unverständlicher erscheint es, dass Samsung das Galaxy S5 weiterhin nur mit 16 GByte anbietet. Gerüchte hatten erwarten lassen, dass es das neue Modell nicht mehr mit 16 GByte geben und es stattdessen mit 32 oder 64 GByte Flash-Speicher verkauft werde.

Nachtrag vom 9. April 2014

Samsung hat zwei Tage vor dem Verkaufsstart des Galaxy S5 erstmals den Listenpreis für das Smartphone genannt: Es kostet regulär 700 Euro. Im Onlinehandel gibt es das Smartphone für rund 650 Euro zum Vorbestellen.


Relevante Themen