Zum Hauptinhalt Zur Navigation Zur Suche

Samsung Galaxy Note 7: Angeblicher Lieferstopp wegen Brandgefahr

400.000 Stück des neuen Smartphones Galaxy Note 7 sind von Samsung schon ausgeliefert worden. Parallel mehren sich Berichte über einzelne brennende Akkus des neuen Geräts und einen Auslieferungsstopp, der zumindest Südkorea betrifft. Über das Warum und Wie gibt es derzeit nur Spekulationen.
/ Andreas Sebayang
29 Kommentare Auf Google folgen (öffnet im neuen Fenster)
Kurz vor der Auslieferung in Deutschland gibt es Berichte über einen Lieferstopp in Südkorea. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Kurz vor der Auslieferung in Deutschland gibt es Berichte über einen Lieferstopp in Südkorea. Bild: Tobias Költzsch/Golem.de

Derzeit mehren sich die Meldungen, dass Samsung die Auslieferung des neuen Galaxy Note 7 teilweise gestoppt hat. So berichtet Yonhap(öffnet im neuen Fenster) in Südkorea, dass es etwa für die dortige SK Telecom und andere Mobilfunkanbieter keine Geräte mehr gibt. Yonhap beruft sich auf Angaben der Mobilfunkbetreiber. Immerhin 400.000 Stück sind bereits weltweit ausgeliefert worden. Einen offiziellen Grund für den Lieferstopp und die Tragweite des Stopps gibt es nicht. Auch Reuters konnte nicht erfahren(öffnet im neuen Fenster), ob der Auslieferungsstopp nur Südkorea betrifft. Vom Galaxy Note 7 gibt es mehrere Versionen, die für regionale Märkte angepasst worden sind. Samsung prüft diese Geräte laut Reuters genauer, ohne zu sagen, warum.

Es gebe allerdings fünf gemeldete Fälle über Smartphones, so Yonhap, die angefangen hätten zu brennen, während sie geladen wurden. Einige Medien schreiben gar von explodierenden Smartphones. Nach den vorliegenden Informationen(öffnet im neuen Fenster) kam es aber bisher nicht zu einer Explosion, sondern zu Akkubränden und dem Schmelzen von Teilen des Smartphones(öffnet im neuen Fenster).

Samsung Galaxy Note 7 – Fazit
Samsung Galaxy Note 7 – Fazit (01:06)

Diese Akkubrände sind allerdings nicht zu unterschätzen und können Auswirkungen haben, die jene einer Explosion durchaus übersteigen. Lithium-Akku-Feuer kann aufgrund der hohen Temperaturen nur sehr schwer gelöscht werden, so dass der Anwender die Umgebung kühlen muss und ein Übergreifen des Feuers verhindern sollte. Auch ein Ersticken ist nicht möglich, da der verwendete Akkutyp den für die chemische Reaktion notwendigen Sauerstoff selbst produziert(öffnet im neuen Fenster).

Die genauen Ursachen der Brände sind bisher nicht klar. Möglicherweise hängen sie mit der Verwendung von Adaptern zusammen, da das Galaxy Note 7 einen USB-C-Anschluss hat. In der Vergangenheit gab es immer mal wieder Probleme mit USB-C, die mitunter Geräte dauerhaft beschädigten. Zu Akkubränden kam es aber bisher nicht. Zuletzt fiel Anker mit einem fehlerhaften USB-Kabel in den USA auf(öffnet im neuen Fenster), das mitunter Geräte mit einer viel zu hohen Spannung auflädt.

Nachtrag vom 2. September 2016, 9:19 Uhr

Yonhap hat mittlerweile eine Stellungnahme eines Samsung-Mitarbeiters bekommen, der jedoch anonym bleiben möchte(öffnet im neuen Fenster). Die Ursache für die Akkubrände ist demzufolge ausgemacht worden. Ein kleiner Teil der verbauten Akkus ist fehlerhaft. Samsung spricht Yonhap zufolge von weniger als 0,1 Prozent der Geräte, die betroffen seien. Details über Chargen und Lieferorte der betroffenen Geräte gibt es noch nicht. Wie hoch die Gefahr ist, ist derzeit unklar. Samsung will bis nächste Woche ein belastbares Ergebnis vorlegen, so die Quelle.


Relevante Themen