Zeichnen mit Stift, Finger oder Essstäbchen

Der Digitizer des Samsung Flip reagiert auf Eingaben flott und mit einer sehr geringen Verzögerung. Allerdings reagiert der Bildschirm nicht auf Druck, etwa um Variationen in der Strichdicke zu ermöglichen. Wir können hier also nicht die Qualität eines Wacom Cintiq oder sogar eines Samsung-Galaxy-Note-Smartphones erwarten. Das ist aber auch gar nicht der Anspruch des Flips.

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Interessant ist, dass sich auf dem Bildschirm mit allen möglichen Gegenständen zeichnen und schreiben lässt. So können wir den mitgelieferten Holzstift verwenden oder auch ein Essstäbchen. Der Digitizer erkennt den Durchmesser einer auf ihm aufliegenden Fläche, so dass die Spitze eines Bleistiftes dünne Striche zieht, während ein etwas breiteres Stäbchen schon als digitaler Markierstift interpretiert wird. Nehmen wir die Handfläche oder auch einen Schwamm zu Hilfe, dann werden Linien wieder wegradiert. Dadurch, dass wir nicht auf Eingabegeräte beschränkt sind, fühlt sich kollaboratives Arbeiten im Team darauf intuitiv an. Einzige Einschränkung: Das System erkennt nur bis zu vier Eingaben gleichzeitig, so dass nicht alle Mitarbeiter auf einmal darauf schreiben können.

  • Samsung Flip (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Gerät im Hochkant-Modus(Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Auf dem Gerät kann mit Holzstiften geschrieben werden. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Während des Schreibens können Videosequenzen abgespielt werden. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Fenster erinnern an Windows-Elemente. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Fenster lassen sich mit dem Finger verschieben. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Exportieren auf verschiedene Weisen (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Ein Druck auf das Listensymbol bringt mehr Funktionen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Einstellungsmöglichkeiten sind begrenzt. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Von gestreamten Bildern können Screenshots erstellt werden. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Smartboard zeigt gespeicherte Grafiken in einer Übersicht an. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • An der Unterseite sind die übersichtlichen Bedienungselemente zu finden. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Anschalten per Kamera hat bei uns nicht funktioniert. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Dafür funktioniert das Aufwecken, nachdem wir den Stift herausziehen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • An der Rückseite des Ständers sind Anschlüsse für externe Geräte vorhanden. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Samsung Flip (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Eine Ablage zum Aufstellen eines Notebooks auf der Rückseite. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Wir können uns auch per NFC mit dem Gerät verbinden. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Gerät zeigt einen Windows-Desktop im Vollbildmodus an. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Samsung Flip (Bild: Christoph Böschow/Golem.de)
Auf dem Gerät kann mit Holzstiften geschrieben werden. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Der mitgelieferte Stift ist entsprechend der Digitizertechnik letztlich einfach nur ein Stück Holz mit einer dünnen und einer dicken Spitze. Wenn wir das Smartboard nicht verwenden, kann er in eine dafür vorgesehene Halterung gesteckt werden. Dabei wird das Gerät in den in den Standby-Modus versetzt. Beim Herausnehmen des Stifts schaltet sich das Gerät an - sehr praktisch. Das soll auch funktionieren, sobald sich eine Person der Kameralinse nähert, die sich neben der Stifthalterung befindet. Allerdings hat das zumindest bei uns nicht funktioniert. Diese Linse dient übrigens ausschließlich als Bewegungssensor und nimmt keine Bilder des Raumes auf.

Was hingegen auf Anhieb klappt, ist das Verbinden eines Gerätes per drahtlosem Screen Mirroring. Dazu müssen wir auf dem Hostgerät das Samsung Flip suchen und auswählen. Diese Funktion haben jedoch nicht alle Smartphones mit Android-Betriebssystem. Testen konnten wir das mit dem Huawei Mate 20 und einem Samsung Galaxy S9. Unter Windows 10 können wir das Flip als Drahtlosanzeige über die Mehrbildschirmauswahl verwenden. Auf dem Smartboard müssen wir eingehende Verbindungen dann bestätigen. Alternativ können wir für eine Verbindung auch den am Stifthalter angebrachten NFC-Sensor verwenden und daran ein kompatibles Smartphone halten.

  • Samsung Flip (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Gerät im Hochkant-Modus(Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Auf dem Gerät kann mit Holzstiften geschrieben werden. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Während des Schreibens können Videosequenzen abgespielt werden. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Fenster erinnern an Windows-Elemente. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Fenster lassen sich mit dem Finger verschieben. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Exportieren auf verschiedene Weisen (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Ein Druck auf das Listensymbol bringt mehr Funktionen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Einstellungsmöglichkeiten sind begrenzt. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Von gestreamten Bildern können Screenshots erstellt werden. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Smartboard zeigt gespeicherte Grafiken in einer Übersicht an. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • An der Unterseite sind die übersichtlichen Bedienungselemente zu finden. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Anschalten per Kamera hat bei uns nicht funktioniert. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Dafür funktioniert das Aufwecken, nachdem wir den Stift herausziehen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • An der Rückseite des Ständers sind Anschlüsse für externe Geräte vorhanden. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Samsung Flip (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Eine Ablage zum Aufstellen eines Notebooks auf der Rückseite. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Wir können uns auch per NFC mit dem Gerät verbinden. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Gerät zeigt einen Windows-Desktop im Vollbildmodus an. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Samsung Flip (Bild: Christoph Böschow/Golem.de)
Von gestreamten Bildern können Screenshots erstellt werden. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
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Darüber lässt sich aber nur ein Gerät mit dem Samsung Flip koppeln. Sobald wir ein weiteres verbinden möchten, bricht die Verbindung ab. Das ist bedauerlich, zumal das Smartboard mit der großen 55-Zoll-Zeichenfläche als Teamkollaborationswerkzeug perfekt für mehrere Fenster gleichzeitig wäre - beispielsweise um eine Videokonferenz und eine Powerpoint-Präsentation zugleich laufen zu lassen.

Fehlende Kamera und Mikro schränken ein

Dass wir für Videokonferenzen auf ein externes Gerät angewiesen sind, ist einer unserer größten Kritikpunkte an dem Flip. Leider lässt sich daran auch keine externe Kamera anschließen. Verglichen mit Geräten wie dem Surface Hub von Microsoft oder dem Cisco Spark Board ist das ein erheblicher Nachteil. Das Smartboard ist zu groß und zu sperrig, als dass noch ein eigenständiges Videokonferenzsystem in kleinere Konferenzräume passen würde. Beim Kauf des 3.000 Euro teuren Flips sollten Kunden sich also bei Bedarf gleich noch einen Windows-PC bestellen, an den eine Kamera und ein Mikrofon angeschlossen werden können.

  • Samsung Flip (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Gerät im Hochkant-Modus(Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Auf dem Gerät kann mit Holzstiften geschrieben werden. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Während des Schreibens können Videosequenzen abgespielt werden. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Fenster erinnern an Windows-Elemente. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Fenster lassen sich mit dem Finger verschieben. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Exportieren auf verschiedene Weisen (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Ein Druck auf das Listensymbol bringt mehr Funktionen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Einstellungsmöglichkeiten sind begrenzt. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Von gestreamten Bildern können Screenshots erstellt werden. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Smartboard zeigt gespeicherte Grafiken in einer Übersicht an. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • An der Unterseite sind die übersichtlichen Bedienungselemente zu finden. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Anschalten per Kamera hat bei uns nicht funktioniert. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Dafür funktioniert das Aufwecken, nachdem wir den Stift herausziehen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • An der Rückseite des Ständers sind Anschlüsse für externe Geräte vorhanden. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Samsung Flip (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Eine Ablage zum Aufstellen eines Notebooks auf der Rückseite. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Wir können uns auch per NFC mit dem Gerät verbinden. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Gerät zeigt einen Windows-Desktop im Vollbildmodus an. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Samsung Flip (Bild: Christoph Böschow/Golem.de)
Das Anschalten per Kamera hat bei uns nicht funktioniert. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Wir finden auch, dass der Bildschirm des Flips ein wenig heller sein könnte. Die von Samsung angegebenen 220 Candela pro Quadratmeter erreicht das Gerät zwar subjektiv, allerdings werden bereits einige Sonnenstrahlen durch das Fenster des Konferenzraumes zum Problem. Dann können wir dargestellte Inhalte nicht auf Anhieb erkennen. Auch sehen wir einen kleinen Grauschleier auf dem Bildschirm; beim Betrachten aus nächster Nähe erkennen wir als Ursache mit dem bloßen Auge das Pixelgitter und den darauf liegenden Digitizer. Die Blickwinkelstabilität des Bildschirms ist hingegen gut, was für gut gefüllte Konferenzräume von Vorteil ist.

Außerdem kann das Produkt bei der simplen Bedienung punkten. Hier nutzt Samsung die Fähigkeiten seines auf Tizen 3.0 basierenden Flip-UX-Betriebssystems gut aus.

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 Samsung Flip im Test: Brainstorming mit Essstäbchen und nebenbei PowerpointAuch ein Kind könnte das Flip bedienen 
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