Samsung: Fehlender Plan zu Klimaneutralität beunruhigt Investoren

Viele Elektronikhersteller stellen auf erneuerbare Energien um - das südkoreanische Unternehmen zeigt hier wenig Aktivität.

Artikel veröffentlicht am , Johannes Hiltscher
Rund um die Fabrik ist es grün, der Strom aber nicht: ein Werk von Samsung in Onyang.
Rund um die Fabrik ist es grün, der Strom aber nicht: ein Werk von Samsung in Onyang. (Bild: Samsung)

Der Klimainitiative RE100 haben sich mittlerweile über 360 Unternehmen angeschlossen. Sie verpflichten sich damit, ihren Bedarf an elektrischer Energie auf regenerative Quellen umzustellen. Darunter finden sich auch große Elektronikhersteller, allen voran Apple, jedoch auch TSMC und SK Hynix. Samsung hält sich mit Zielen zur Emissionsreduktion zurück, was laut einem Bericht der Financial Times institutionelle Anleger beunruhigt.

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Demnach sehen Analysten und Investoren Samsungs Zurückhaltung als systemisches Risiko. Ohne ein Bekenntnis zu regenerativen Energien könne das Unternehmen für Kunden unattraktiv werden. Dabei handelt es sich nicht ausschließlich um Endkunden, auch Unternehmen wie Apple könnten laut einem Bericht von Reuters auf andere Lieferanten ausweichen. Auch Großinvestor Blackrock kritisierte Samsung laut diesem Bericht, das Unternehmen selbst rechnet mit Umsatzeinbußen von bis zu 20 Prozent.

Zwar verkündet Samsung stolz, dass seine Ableger in China, Europa und den USA ausschließlich Strom aus regenerativen Quellen nutzen. Allerdings entsteht der Großteil des Energiebearfs im Mutterland Südkorea - laut Reuters fast zwei Drittel des Gesamtbedarfs.

Kohle wichtigster Energieträger

Verglichen mit anderen Industrieländern ist in Südkorea der Anteil erneuerbarer Energien an der Stromproduktion verschwindend gering. Angaben der Internationalen Energieagentur (IEA) zeigen, dass er 2020 lediglich etwa fünf Prozent betrug, während fast die Hälfte des Stroms aus Kohlekraftwerken stammte. Zudem ist Strom in Südkorea für Unternehmen im weltweiten Vergleich sehr günstig. Samsung sei daher nicht motiviert, selbst in erneuerbare Energien zu investieren, so Daul Jang von Greenpeace, den die Financial Times zitiert.

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Interessanterweise setzte sich Samsung 2008 ein Ziel zur Reduzierung seines CO2-Ausstoßes bis 2020 - welches es jedoch weit verfehlte. Sowohl die Financial Times als auch der bereits oben zitierte Bericht von Reuters gehen jedoch davon aus, dass der Konzern noch 2022 Ziele zur Klimaneutralität verkünden und sich der RE100-Initiative anschließen werde. Der Bericht von Reuters ging davon aus, dass zur Amtseinführung des neu gewählten südkoreanischen Präsidenten Yoon Suk-yeol eine Ankündigung erfolge. Die fand am heutigen 10. Mai 2022 statt - Neuigkeiten von Samsung zur Klimaneutralität gab es bislang noch nicht.

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