Samsung Exynos VR 3: Stand-alone-VR-Headset nutzt Eye-Tracking
Der südkoreanische Hersteller Visual Camp hat verraten, dass das hauseigene Eye-Tracking-Verfahren in Samsungs Exynos VR 3(öffnet im neuen Fenster) integriert wurde. Auf dem Mobile World Congress in Shanghai demonstriert Visual Camp anhand des Stand-alone-VR-Headsets die Technologie, die künftig Standard werden dürfte. Das Exynos VR 3 ist die dritte Generation von Samsungs bisher nicht offiziell veröffentlichtem indirekten Gear-VR-Nachfolger.
Es arbeitet ohne eingeschobenes Smartphone, weshalb die technischen Eigenschaften etwas anders, wenn auch ähnlich wie ein Gear VR ausfallen. Größter Unterschied ist das Eye-Tracking von Visual Camp, welches für diverse Zwecke verwendet wird: Es erfasst Augenbewegungen inklusive der Sehgrube (Fovea), was für Foveated Rendering sinnvoll ist. Hierbei wird der Bereich im Fokus mit hoher Auflösung gerendert, während drumherum die Pixeldichte sinkt – der Nutzer erkennt im Idealfall kaum einen Unterschied, die Leistung steigt.
Eye-, Hand-, Face- und Voice-Tracking
Andere Umsetzungen sind eine Steuerung per Augenbewegungen statt per Controller sowie eine präzisere Berechnung von Tiefenunschärfe, etwa im Dialog mit virtuellen Personen. Das Exynos VR 3 unterstützt Hand-Tracking für Gesten sowie eine Spracheingabe. Hinzu kommt eine Mimikerfassung, wenngleich der Hersteller offen lässt, ob damit die des Nutzers gemeint ist. Ob das Gerät ein Inside-Out-Tracking zur Positionserkennung beherrscht, bleibt unklar, zumindest scheinen an der Front (Infrarot-)Kameras zu sitzen.
Im Inneren des Head-mounted Displays rechnet Samsungs aktueller Exynos 8895 mit mehreren M2-CPU-Kernen und einer Mali-G71-MP20-Grafikeinheit. Im Kopfband befindet sich augenscheinlich eine aktive Kühlung, die beim finalen Modell eventuell durch eine passive ersetzt wird. Beim Display gibt es zwei Optionen, OLED sollte gesetzt sein. Neben einem 4K-Panel mit 75 Hz seien auch zwei WQHD+ (wohl 2.960 x 1.440 Pixel) bei 90 Hz möglich.
Wann und zu welchem Preis und unter welchem Namen das Stand-alone-VR-Headset erscheinen soll, verrät Visual Camp nicht. Neben Samsung arbeiten auch HTC und Lenovo an ähnlichen Geräten, sie nutzen jedoch Qualcomms Snapdragon 835 und basieren auf Googles Daydream-Plattform. Das Exynos VR 3 und das finale Head-mounted Display dürften mit Oculus Mobile laufen.
- Anzeige Hier geht es zum Samsung Galaxy S25 bei Amazon Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.


