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Samsung: Exynos-Chip mit Radeon-Grafik für Laptops

Samsung soll ein Exynos-SoC planen, das erstmals eine RDNA-Grafikeinheit nutzt und für Notebooks mit Windows 10 on ARM ausgelegt ist.
/ Marc Sauter
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Logo von RDNA (Bild: Marc Sauter/Golem.de)
Logo von RDNA Bild: Marc Sauter/Golem.de

Die Zusammenarbeit von Samsung und AMD macht's möglich: Im zweiten Halbjahr 2021 soll ein Exynos-Chip erscheinen, der eine Radeon-Grafikeinheit enthält und in Laptops verbaut wird. Wie ZDNet Korea(öffnet im neuen Fenster) berichtet, ist das SoC für kommende Notebooks mit Windows 10 on ARM als Betriebssystem gedacht.

Samsung hat im Frühsommer 2019 eine Lizenzvereinbarung mit AMD getroffen, die RDNA-Architektur in den eigenen Mobile-Chips verwendet zu dürfen. Im August folgte die Ankündigung, innerhalb von zwei Jahren einen entsprechenden Prozessor auszuliefern.

RDNA, kurz für Radeon DNA, ist unter anderem die technische Basis der Radeon RX 5700 XT (Test). Inwiefern Samsung diese Architektur gemeinsam mit AMD für Smartphone-SoCs angepasst hat, bleibt vorerst offen. Derzeit stecken in den Exynos-Design noch Mali-GPUs, die von ARM lizenziert werden.

Radeon RX 5700 (XT) – Test
Radeon RX 5700 (XT) – Test (02:23)

Allerdings gab es immer wieder Berichte, denen zufolge Samsung auch eigene Grafikeinheiten zu entwickeln begonnen und dann verworfen hat. Wie aufwendig eigene Designs sind, musste Samsung schon bei den M-Cores feststellen, die nie wirklich konkurrenzfähig zu ARMs eigenen Cortex-CPU-Kernen waren. Das SARC-Team in Austin wurde daher aufgelöst, seit dem aktuellen Exynos 2100 werden wieder Cortex- statt M-Cores verwendet.

Laptops mit Windows 10 on ARM nutzen bisher Snapdragon-SoCs von Qualcomm respektive die SQ1/SQ2 von Microsoft, welche aber nur dezent angehobene Taktraten aufweisen. Samsung bietet Notebooks wie das Galaxy Book S (Test) mit Snapdragon 8cx (Test) an, das Nachfolgegerät soll auf dem eigenen Exynos-Chip basieren.

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Windows 10 on ARM unterstützt mittlerweile eine x86-64-Bit-Emulation für eine höhere Kompatibilität, zumindest bei Insider-Builds. Auch liegen viele Apps nativ als ARM64-Version vor, was der Performance und Akkulaufzeit zugute kommt.

AMD hatte 2009 seine Handheld-Sparte an Qualcomm verkauft, rückblickend mit 65 Millionen US-Dollar viel zu günstig. Die Adreno-Grafikeinheiten in den Snapdragon-Chips heißen so, weil das Kunstwort ein Anagramm von Radeon ist.


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