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Samsung Exynos 9820: Galaxy-S10-Chip nimmt 8K-Video auf und hat NPU

Für den Exynos 9820 hat Samsung viel geändert: besseres Fertigungsverfahren, vierte Generation der eigenen CPU-Kerne, drastisch schnellere AI-Hardware, flotteres LTE-Modem, hochauflösenderes Video-Capturing und die Option für ein 4K-DCI-Display.
/ Marc Sauter
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Exynos 9820 (Bild: Samsung)
Exynos 9820 Bild: Samsung

Samsung hat den Exynos 9820(öffnet im neuen Fenster) vorgestellt, ein System-on-a-Chip für Smartphones – und höchstwahrscheinlich das, welches neben dem Snapdragon 8150 im kommenden Galaxy S10 verbaut sein wird. Das SoC unterscheidet sich deutlich vom bisherigen Exynos 9810 des Galaxy S9, da Samsung nahezu alle Bestandteile des Chips überarbeitet und somit nach eigenen Angaben verbessert hat.

Als Fertigungsverfahren nutzen die Südkoreaner ihren eigenen 8LPP(öffnet im neuen Fenster) (8 nm Low Power Plus) genannten Node, der verglichen mit 10LPP eine um zehn Prozent geringere Leistungsaufnahme haben soll. Der Prozess weist einen kleineren Gate Pitch und kompaktere Metal Layer auf, was Vorteile bei der Dichte und der Taktbarkeit der Transistoren ergibt. Im Exynos 9820 stecken zwei M4-Kerne (Codename Cheetah, zu deutsch Gepard – eine Anspielung auf Codenamen wie Jaguar, denn das Team besteht aus ehemaligen AMD-Leuten), also die Nachfolger der eigenen M3-Cores, sowie zwei Corex-A75 und vier Cortex-A55. Samsung spricht von einer 20 Prozent höheren Singlethread- und einer 15 Prozent besseren Multithread-Performance, die Mali-G76-MP12-Grafikeinheit soll gleich 40 Prozent schneller rechnen. Als Arbeitsspeicher wird LPDDR4X genutzt.

Mit im SoC steckt flottere Hardware für künstliche Intelligenz, hier nennt Samsung gar eine um Faktor sieben gestiegene Geschwindigkeit. Die NPU (Neural Processing Unit) ist erstmals ein eigener Funktionsblock für Matrix-Multiplikationen, bisher wurden hierfür die CPU-Kerne, die Grafikeinheit und der DSP gemeinsam herangezogen. Das Modem ist ebenfalls im SoC integriert und schafft laut Samsung durch achtfache Carrier-Aggregation bis zu 2 GBit/s im Downstream und bis zu 316 MBit/s im Upstream. Daten sichert das SoC per UFS 3.0, also der aktuellen Generation des Universal Flash Storage.

Bei der Decoding/Encoding-Einheit vermeldet Samsung die Option, nun 8K mit High Dynamic Range sowie 10 Bit Farbtiefe bei 30 fps abzuspielen und aufzeichnen zu können und bisheriges 4K klappt sogar mit bis zu 150 fps. Für das Display geben die Südkoreaner eine Auflösung von 3.840 x 2.400 sowie 4.096 x 2.160 Pixeln an, was auf ein 4K-DCI-Panel beim Galaxy S10 hinweisen könnte. Der Exynos 9820 soll noch 2018 in Serie gefertigt werden.

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